Ich finde die Vorgehensweise der Nachbarin zwar nicht gut, kann aber Ihre Motive verstehen. Sie hat eine Einzelkatze in Wohnungshaltung (No Go!!!) und will der Katze nun ein bisschen Abwechslung bieten. Ein Katzenrevier ist um einiges grösser als eine Wohnung, selbst 100 qm ist für eine Katze kein grosses Revier und der Katze gefällt es sicher, dass sie ein zusätzliches Areal untersuchen kann mit neuen Gerüchen.
Ich würde die Nachbarin auch nicht bei der Hausverwaltung anzeigen. Warum denn?
Was Deine eigenen Katzen angeht, würde ich Dir aber raten, darauf aufzupassen, dass Deine nicht mehr entwischen können und sich nicht an Ausflüge ins Treppenhaus gewöhnen und das damit dann auch später einfordern. Im übrigen, sehe ich auch keinen Sinn für Dich darin, dass Ihr Eure Katzen auf so kleinem Raum ad hoc vergesellschaftet. Eine Zusammenführung von adulten Katzen ist eine komplexe Angelegenehit, die man durchdacht und geplannt und vor allem langsam angehen sollte. Wenn Ihr einfach Hoppla Hopp die Tiere zusammenwürfelt, dann werden die Tiere völlig unnötig irritiert und im schlimmsten Fall gibt es sogar einen tätlichen Angriff. KAtzen sind Reviertiere und im Freigang laufen solche "Bekanntschaften"zwischen fremden Katzen nach bestimmten Regeln ab. Dort, kann die Annäherung und die Entscheidung ob "Freund, Feind oder wird einfach nicht beachtet"langsam und ohne Zeitdruck ablaufen. Bei Euch im Treppenhaus eben nicht! Warum das Risiko und den Stress riskieren?
Zum anderen, kennst Du den Gesundheitszustand der Nachbarkatze? Du hast Wohnungskatzen, die viel empfindlicher sind als Freigänger. Warum das Risiko eingehen, dass sie sich was "einfangen"?