Hat mein Kater ein nicht verarbeitetes Trauma?

Diskutiere Hat mein Kater ein nicht verarbeitetes Trauma? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Mein Kater Puma (mehrere Bilder hier Online) ist eigentlich gezwungener masen zu mir gekommen. Ich beschreibe euch mal seine ersten Wochen, die...
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CaliChris84

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Mein Kater Puma (mehrere Bilder hier Online) ist eigentlich gezwungener masen zu mir gekommen.

Ich beschreibe euch mal seine ersten Wochen, die wohl sein Verhalten erklären:
Puma wurde bei einer Familie geboren über die ich nichts weiß. Wie Sie mit Puma umgesprungen sind.... scheinbar sehr schlecht.
Alles begann, als mein Bruder in der Stadt war und einen damaligen Bekannten traff, der mit einer kleinen Kitte in der Hand durch den Busbahnhof ging und fremde Menschen ansprach, ob sie nicht eine Katze wollen!?
Natürlich nahm ihn niemand den kleinen Kater ab.
Herzlos und scheinbar vollkommen dämlich, sagte er zu meinem Bruder: Na dann setz ich die Katze im Klostergarten aus! (wohlgemerkt mitten in der City)
Mein Bruder: Bevor du das machst gibst du ihn mir mit!
Gesagt, getan. Mein Bruder kam mit Puma zuhause an und meine Mutter war alles andere als begeistert, da sie selber schon 3 Katzen besitzt.
Die 3 Katzen (1 kater 2 Katzen) sind Geschwister und somit hatte Puma keine Chance auf eine Eingliederung.
Nach mehrmaligen Besuch von mir bei meiner Mutter, bemerkte ich wie sehr der kleine unerwünscht war, also beschloss ich: Ich nehm den Kater und sorge von nun an für ihn.
Das alles ist jetzt gut 3 Jahre her. Puma wurde geimpft, Kastriert, Tattowiert und ist Registriert.
Damals musste er sich sein neues Zuhause mit einem Pappilion Hund teilen, was echt klasse funktionierte. Beide spielten und schliefen auch zusammen.
Danach ging die Beziehung zu der Freundin zuende und wir (Puma und ich) lebten erstmal alleine.
Da begann ich, dass Puma ein Freigänger werden durfte. (oft drängte er mich, dass er auf den Balkon darf)
Aber: von Anfang an, hatte Puma immer das Problem: sehr Ängstlich, SChreckhaft und Aggressionen der Hand gegenüber.
Streicheln ist bei ihm bedingt möglich und wenn dann nur den Kopf und nichts anderes. Ansonsten wird gekratzt, gebissen und gefaucht.
Mittlerweile leben wir 2 seit 2 Jahren in einer Ländlichen gegend, mit Freundin Kind und 3 weiteren Katzen.
Das zusammenleben an sich ist angenehm. Keiner der Katzen ist dreckig oder Kotet etc in die Wohnung. Geschenke wie, Mäuse Vögel etc, sind mehrfach am Tag. Alle sind Freigänger.
Pumas macke ist ledigtlich: er Uriniert in die Badewanne ab und zu, aber direkt in den Abfluss.
Jetzt zu meinem Problem: Puma ist zuhause wie auch draussen, sehr schreckhaft. Er äussert sich sehr häufig (fast immer) mit lauten Schnaufen und Fauchen (uns gegenüber und auch den anderen Katzen) bekommt er nicht seinen Willen ist Kratzen Fauchen etc seine weitere Reaktion. Angriffe auf mein Bein mit anspringen kneifen und wieder davon laufen gab es auch.
Wenn er Schmusen will kommt er und kann der bravste überhaupt sein, bis er nicht mehr will.
Überwiegend verhält er sich allerdings: Aggressiv, Scheu und Ängstlich und legt extreme Stimmungsschwankungen an den Tag.

Was kann ich tun, um ihm selber diesen STress zu nehmen den er vermutlich Verspürt? AUsgang bekommt er soviel er will und Futter gibt es regelmässig.
Ach ja, wenn ich ihn Rufe oder Pfeife, dann hört er wie ein Hund und kommt sofort, vollkommen egal um was es geht.
Meine Idee wäre jetzt: Homöopatisches Mittel wie: Hyoscyamus C30 (schwarzes Bilsenkraut) laut Ratgeber zu geben.
Ich Denke auch, dass die anwesenheit der anderen Katzen zu viel ist. 1 Katze oder 2 okay aber 3 sind wohl zu viel.
Jemand noch Ratschläge oder Erfahrungen? Wäre sehr Dankbar.

Viele liebe Grüße

Puma und Dosenöffner ;-)

PS: eine Abgabe unserer insgesamt 4 Katzen kommt in keinster weise in betracht.
 
  • Hat mein Kater ein nicht verarbeitetes Trauma? Beitrag #2
Guten Morgen!

Wir alt war puma als er zu dir gekommen ist?

Für mich liest es sich, als hätte die Katze nie gelernt / verlernt katze zu sein.
Sie kann sich nicht richtig mit den anderen Katzen verständigen und hat zudem wenig selbst Bewusstsein. Er wurde nicht ausreichend sozialisiert.

Darum ist sie schreckhaft und reagiert mit Unsicherheit auf andere Katzen.

Wahrscheinlich wurde sie zu sehr auf den Hund geprägt, was sich in ihrem Verhalten widerspiegelt.

Ich würde dir raten das Selbstbewusstsein von Puma zu stärken.
Du könntest Clickern oder ihn eben mit bachblüten unterstützen, aber damit kenne ich mich nicht aus ;)

Wir alt ist er jetzt und wie alt sind die anderen Katzen, welches Geschlecht haben sie?

Alles gute für Puma!
 
  • Hat mein Kater ein nicht verarbeitetes Trauma? Beitrag #3
Meine Idee wäre jetzt: Homöopatisches Mittel wie: Hyoscyamus C30 (schwarzes Bilsenkraut) laut Ratgeber zu geben.
.

Die Idee ist gut, wenn der Ratgeber ein ganzheitlich arbeitender THP ist.
Solltest du es einfach nur ausprobieren, ist das nicht so gut und kann ganz schön nach hinten los gehen. Oft ist eine Kombination von mehreren Mitteln nötig und sollte auf genau deinen Puma abgestimmt werden.

Es liest sich auch so, als ob Puma innerhalb eines Jahres furchtbar viele Veränderungen verkraften musste.
 
  • Hat mein Kater ein nicht verarbeitetes Trauma? Beitrag #4
also, das alter von Puma als ich ihn bekommen habe lässt sich nur sehr schwer schätzen, mittlerweile ist er gut 3 Jahre alt.
Naja was heißt, puma hat verlernt katze zu sein? Mal Versteht er sich mit unseren anderen, aber meistens gibt es die Pfote ins gesicht von ihm.
Ich muss raten wie alt er damals war: nicht älter als 12 Wochen. Bild könnte vll aussagekräftiger sein:
pic52807.jpg


Ja er musste damals auf kurze zeit, viele veränderungen mit machen, was aber nicht anders ging. Ich habs einfach nur gut gemeint mit ihm und biete ihm so viel annehmlichkeiten wie er braucht.
Puma ist selbst eine Spitzen Katze, solang ich alleine mit ihm bin, aber ich befürchte sehr stark dass er extrem eifert. Im haus Leben folgende Katzen noch: Rosé (auch ca 3 jahre Weibchen), Finny (ca 1 jahr alt männlich) und Socke ( Bruder von Finny, auch 1 jahr alt, Männlich) alle 4 sind Kastriert, und alle ausser Puma sind entspannt.
Ich hab immer gedacht, Puma ist einfach nur sehr eigen und speziell.
Ich muss auch dazu sagen, dass der Junge von meiner Freundin ADHS hat und verdammt wild und Lebhaft ist, was Puma sehr oft verschreckt.
Ich habe Extra für Puma, mehrere Versteckmöglichkeiten eingerichtet die er sehr gerne aufsucht. Einen Katzenkorb ohne tür mit decke drinnen im Wohnzimmer (er liebt den Platz, nach seinen nächtlichen Ausflügen schläft er in der Regel genau dort) unter der couch im Wohnzimmer ist ein weiterer Platz von ihm den er sehr mag und der Kratzbaum im Flur an der Haustüre, auch wenn diese höhle zu klein für ihn ist und 50% des hinterns raus sehen :D. Wohnung von uns ist ca 120m² groß, also viel platz zum verstecken.
Was noch zu sagen ist: eigentlich hätten wie die 2 anderen Burschen nicht, aber meine Freundin konnte nicht nein sagen zu den 2 kleinen da diese sonst ertränkt worden wären und Tierheim kam für sie nicht in frage... ein zu großes Katzenherz eben.
 
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  • Hat mein Kater ein nicht verarbeitetes Trauma? Beitrag #5
Das sollte auch nicht vorwurfsvoll klingen mit den Veränderungen. So etwas wird nur einfach unterschiedlich verkraftet.

Mein einer Kater war in der Umzugsphase mehrmals die 600km hin und her gefahren und ihm war das egal, er blieb völlig gelassen, egal in welcher der beiden Wohnungen er war und auch unterwegs, aber meine jetzigen Katzen wären völlige Nervenbündel in solch einer Situation und bräuchten laaange zum Erholen.

Können die Katzen rein und raus wann sie möchten?
 
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  • Hat mein Kater ein nicht verarbeitetes Trauma? Beitrag #6
Also bis vor 3 Tagen konnten unsere Katzen, dank meiner aufwendigen umbauarbeiten ein und aus laufen wie sie wollten, doch jetzt gab es einen Vorfall im Haus. Bei uns im "Dorf" war eine Party (cuba libre party) dann stand morgends um 4 uhr früh ein betrunkener im hausgang und fragte nach einer schlafgelegenheit. ich war ja noch wach und verwies den stark alkoholisierten partygänger des hauses. Seitdem, scheißt sich unsere Nachbarin in die hose weil derjenige bei ihr geklopft hatte und sie besteht jetzt darauf dass die untere einganstür abgeschlossen wird. seitdem wir in diesen haus wohnen war es das erstemal und männer waren genug vor ort um diese situation zu lösen ;-) Rücksichtslos wie unsere Nachbarin ist( hält nicht viel von haustieren) sperrt sie seitdem die untere haustüre zu, somit ist der uneingeschränke zugang für die Katzen futsch.
Ich habe somit auch wieder den Durchgang verschlossen und gewöhne unsere Mietzen wieder an feste ein und ausgehzeiten, wie wir sie im Winter haben. nachts um 23 uhr gehe ich ein letztes mal raus und rufe alle zusammen. wer kommt der kommt, wer nicht kommt bleibt draussen. Puma ist in der regel immer nachts unterwegs und Tagsüber schläft er in der wohnung, also für ihn kein stress. unsere 2 kleinsten kommen aufs rufen mit rein und gehen erst morgens wieder raus. Rosé, naja die diva ist mal so und mal so. :D
Ich habe jetzt auch nichts Negativ aufgefasst oder sowas ;-) alles im Rosa bereich :D
Dadurch dass unsere wohnung nicht wirklich modern ist und es aus allen ecken und spalten zieht, haben wir ein haus in aussicht... okay wieder ein umzug und wieder stress für alle 4, aber dann wären wir alleinige bewohner des hauses und haben keine nachbarn die meinten: die katzen sind euer problem! wenn euch das nicht passt dann müsst ihr sie hergeben/ ins Tierheim geben.
Bitte, kommt nicht mit: rede doch mit der Nachbarin etc.... findet eine lösung. Mit der ist absolut nicht zu reden. Sie ist wie ein stures Kind, wenn sie was nicht hören will bockt sie rum und stellt auf taub ^^ und dieses verhalten mit 45+ jahren.
achja, heute hatte ich komischerweise eine richtig schönen moment mit puma. er ist vor gut 2 std heim gekommen, erstmal was fressen.. dann noch ein paar leckerlies und dann hoch gehoben und ordentlich den kopf gekrault. ich war alleine zuhause und er war absolut entspannt und nicht wie immer angespannt und aufmerksam ob er jetzt flüchten muss. desweiteren habe ich auch alle anderen katzen aus dem Wohnzimmer verbannt für 20 min, sprich Puma und ich alleine.
genau das werde ich vorerst mal weiter so versuchen und beobachten ob er sich lockert und wieder ruhiger wird. seinen lieblings schlafplatz (katzenkorb/transportbox mit decke habe ich auch an einen sehr ruhigen ort gestellt (schlafzimmer) und ihm den neuen platz gezeigt (mit leckerlies bestochen :D) hat er auch wahr genommen ob er es akzeptiert werde ich noch sehen.
 
  • Hat mein Kater ein nicht verarbeitetes Trauma? Beitrag #7
Guten Morgen,

ich wollte mal bzgl. des urinierens in die Badewanne fragen, ob ihr ihn mal beim Tierarzt habt checken lassen?

Meine Katze hatte das getan, als sie Kristalle in der Blase hatte. Und das hat sie trotz der Kristalle nicht regelmäßig gemacht.

Eine Urinuntersuchung brachte dann das Ergebnis.

Ich würde vielleicht mal Urin und Blut checken lassen um alle Krankheiten ausschließen zu können. Denn Krankheiten könnten auch für Stimmungsschwankungen verantwortlich sein.

Aber ich wollte nochmal betonen, dass ich es ganz toll finde was du dir für Gedanken machst. Dass du extra Versteckmöglichkeiten gebaut hast ist super...vielleicht wäre ja auch ein Catwalk noch eine Idee für euch?

Die 20 Minuten Zweisamkeit finde ich ebenfalls eine gute Idee. Ich denke, da der Kleine ja sehr jung zu dir kam und dann erstmal alleine aufwuchs, sind andere Katzen vielleicht erstmal "blöd" für ihn. Aber das wird sich sicherlich auch noch weiter bessern, gerade weil sie bei euch so schön raus dürfen.

Ansonsten, um eure Bindung zu stärken, könntest du auch mit ihm clickern, wenn ihr an sowas Spaß habt. :cool:

LG
 
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