Beachten musst du nicht viel vor der Kastration, einzig sollte die Katze ab dem Abend zuvor nichts mehr zu fressen bekommen, das Wasser kann stehen bleiben. Sie sollte keine Rolligkeitssymptome zeigen, denn auch wenn man rollige KAtzen durchaus kastrieren KANN, ist das Risiko durch die verstärkte Durchblutung der Gebärmutter ungleich höher.
Wenn sie von der Kastration zurückkommt wird sie von der Narkose und der Wunde noch stark angeschlagen sein. "Betäubte" Katzen können weder ihre Kräfte noch Höhen einschätzen, deshalb muss unbedingt vermieden werden das sie wo hinaufklettert, z.B. aufs Sofa oder den Kratzbaum.
Ich habe unsere Frisch- Kastraten immer im geschlossenen Bad aufwachen lassen, dort sind die geringsten Klettermöglichkeiten, es ist ruhig, falls sie sich übergeben muss ist die Toilette gleich da.
Wenn du 100% sicher gehen willst, nimm das Katzenstreu aus dem Klo oder den Klos und ersetze es durch Küchenpapier... Wenn sie mit der Wunde in die Streu fällt, könnte sie sich entzünden- wir haben das aber nie gemacht und es ist auch nichts passiert.
Wenn du noch andere Katzen hast, ist es sinnvoll, die Kastratin mit einem von dir getragenen T- Shirt vorsichtig abzureiben und sie dann, wenn sie es zulässt, darauf zu legen. Ist es an dem Tag kalt kann auch eine leicht aufgedrehte Heizung sehr angenehm für sie sein, denn in Narkose kühlt man aus.
An diesem Tag sollte sie noch nichts zu fressen bekommen, wir haben unseren Narkosepatienten spät abends allerdings immer ein wenig gegeben, und sie haben es immer gut vertragen. Trinken darf und soll sie wenn sie wieder richtig wach ist, es ist möglich da sie sich vom Narkosemittel übergibt.
Wichtig ist natürlich, zu schauen, ob sie an die Wunde geht. Wenn sie am erwachen ist, wird sie die Wunde sicher putzen wollen und so ein wenig ist das auch OK. Wenn sie damit aber nicht aufhört oder anfängt an den Fäden zu ziehen, muss eine Halskrause her- so schrecklich das auch ist. Bei Akasha hatten wir das Glück, das sie sich nach dem "Erstputzen" für die wunde überhaupt nicht mehr interessiert hat.
Man sollte zumindest in den ersten paar Tagen verhindern das sie aus grossen Höhen springt, die Naht könnte aufreissen oder die Bauchdecke Schaden nehmen.
Von Katze zu Katze unterscheidet sich das Verhalten, manche sind am nächsten tag schon wieder fit wie ein Turnschuh, andere brauchen mehrere Tage.
Unsere Akasha hat sich 5 Tage lang nicht getraut, höher als 20 cm zu springen, sie zog sich überall hoch. Vielleicht hatte sie noch Schmerzen oder fühlte sich unsicher durch das "neue" Gefühl da unten. So ist es im Prinzip ja das beste für die Wunde, aber viele machen auch einfach gleich weiter als sei nie was gewesen.
Die Wundheilung dauert ca. 10 Tage bis 2 Wochen, für gewöhnlich werden dann die Fäden gezogen. Sind es selbstauflösende, muss das nicht gemacht werden, mein
Tierarzt zog sie aber trotzdem nach 10 Tagen, um allergische Reaktionen zu vermeiden.
Wie gesagt, einer Katze gehts am nächsten Tag schon wieder super, eine andere braucht vielleicht 1 oder 2 Wochen, um sich wieder völlig normal zu fühlen... Das ist individuell verschieden.
Und dann habt ihrs für immer hinter euch

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