Wir haben auch so einen Kandidaten hier. Pflegling Lucky findet mich grundsätzlich erstmal plöt. FOLL PLÖT! :roll: Mit meinem Verlobten hat sich allerdings hier die absolut dicke Männerfreundschaft ergeben, mit Köpfeln, so richtig Stirn an Stirn, und Gesicht abschlecken und Schmusen und Wuscheln und "Ich schlafe am liebsten auf deiner Seite des Bettes, am besten auf dir! Und tretel erst einmal fünfzehn Minuten auf deinem Bauch herum, um dir zu zeigen, wie lieb ich dich hab!"
Dass er mich nicht mag, liegt auch daran, dass ich diejenige bin, die ihn alle paar Tage schnappt, um seine Augen sauberzumachen, ihn bürstet, und regelmäßig an ihm herumfummelt, um das Weiß seiner Augen zu kontrollieren (Perser mit bekannten Gallenproblemen). Daran lässt sich ja nun leider nicht viel ändern, was muss, das muss, und mit dem Klickertraining sind wir erst in den Ansätzen.
Was allerdings geholfen hat, sind folgende Dinge: Lucky ist offensichtlich eher der Typ, der, wenn er nicht aktiv nach Aufmerksamkeit sucht, in Ruhe gelassen werden möchte, und ihm gefällt es so gar nicht, wenn ich ihm jedes Mal, wenn ich an ihm vorbeigehe, das Köpfchen streichel oder ihn aufwecke und anfasse. Da wird er auch schon mal ungehalten und faucht oder hebt die Pfote. Also lasse ich ihn in Ruhe. Wenn er allerdings ankommt und Aufmerksamkeit möchte, bekommt er die natürlich auch, und Spielstunde findet er sowieso immer klasse (als Federwedelhalter bin ich offensichtlich gut genug :roll
Der andere Aspekt ist tatsächlich, man glaubt es kaum, die Art, wie ich streichle. Herr Glasi streichelt Lucky, wie er einen 30-Kilo-Labrador streicheln würde, also heftig kraulen und Ohren schlackern, bis die ganze Katze wackelt und das Bett noch dazu. Ich habe Lucky gestreichelt wie das kleine, zarte Minikaterchen, das er ist. Leider ist er eher der Schneller-Härter-Fester-Ja!-Typ. Seit ich das geändert habe (und es kostet jedes Mal wieder Überwindung), bin ich tatsächlich nicht mehr ganz so doof.