Hallo ihr,
ich bräuchte einen Rat von euch! Ich bin seit drei Jahren eine stolze Katzenmama von einem Kater (Nero). Nero habe ich vor drei Jahren zusammen mit seinem Bruder aufgezogen. Sein Bruder wurde vor knapp zwei Jahren überfahren und seitdem war Nero alleine.
Da ich aber in letzter Zeit oft beruflich unterwegs war und ich das Gefühl hatte, dass Nero sich sehr langweilt und ich ihm beim spielen und raufen nicht ausreiche, habe ich lange überlegt, mir eine zweite Katze/Kater anzuschaffen. Nun hat es sich so ergeben, dass ich ein vier Monate altes Katzenbaby von meinem Bruder übernommen habe. Gestern ist das neue Kätzchen eingezogen. Im Vorfeld habe ich mich über die Zusammenführung informiert, damit es möglichst stressfrei abläuft. Ich habe das neue Kätzchen mit allem Schnick-Schnack in ein separates Zimmer "gesperrt" und habe Nero meine volle Aufmerksamkeit geschenkt. Am Anfang hat er nicht bemerkt, dass noch jemand in der Wohnung ist. Abends hat das Kätzchen so geschrien, dass er hellhörig wurde. Wir haben zunächst einen Spalt der Tür geöffnet, so dass sie sich nur sehen konnten. Die beiden haben sich ein bisschen angeknurrt und gebrummt. Nero hat dann den Rückzug angetreten und hat sich in einem Nebenzimmer versteckt. Die Tür haben wir wieder verschlossen, so dass die Situation entschärft wurde. Später haben wir das ganze nochmal wiederholt. Es gab wieder knurren und etwas gefauche (diesmal nur von Neros Seite). Die kleine war ziemlich aufgeweckt und wollte alles erkunden. Nero war sehr zurückhaltend und hat alles beobachtet. Schliesslich ging er dann irgendwann nach draussen (er ist Freigänger).
Nun ist es so, dass er heute Mittag sehr lange in der Wohnung war und unter dem Tisch lag, teils geschlafen und teils beobachtet hat. Seit dem frühen Abend ist er aber vermehrt draussen und möchte nicht richtig rein kommen. Am Abend war er zum fressen da, hat das Kätzchen gehört und ist sofort wieder nach draussen, und das bei starken regen.
Muss ich mir Gedanken machen, dass er sich "verstoßen" fühlt? Bisher war er der kleine Prinz zu Hause und ich möchte nicht, dass ich ihn durch die neue Katze verscheuche. Ich hoffe, ihr könnt verstehen was ich meine. Ich übertrage oft das menschliche Denken auf die Tiere und unterstelle ihnen somit ein menschliches Gefühlsleben...
Im Moment bin ich sehr aufgewühlt und hoffe, dass ihr mir Tipps geben könnt.
Vielen Dank, Janin