Mein 15 Jahre alter Kater Odin leidet unter langsam steigenden Leberwerten, die Leberenzyme ALT und AST sind mittlerweile doppelt bzw. dreimal so hoch, wie sie maximal sein sollten, auch die Bauchspeicheldrüsenwerte sind erhöht. Dazu ist zu sagen, dass er lange Antiepileptika bekommen und auch ansonsten sehr viel an medikamentös zu behandelnden Krankheiten durchgemacht hat in seinem Leben. Es liegt keine Entzündung vor und auch per Röntgen- und Ultraschalluntersuchung ist nichts bestimmtes zu finden. Wir können wohl davon ausgehen, dass dies nun die "Rechnung" für all die Medikamente, die er in seinem Leben zu sich nehmen musste und muss, ist.
Er ist also wohl austherapiert bzw. ist nichts zu machen und unsere verbleibende, gemeinsame Zeit ist begrenzt. Der TK fiel auch nichts an brauchbaren, unterstützenden Maßnahmen ein, die für ihn geeignet wären, habe eben noch mal im Horzinek nachgelesen, dort steht das selbe.
Ich habe meine Katzen immer reich an hochwertigem Protein und sehr getreidearm ernährt, momentan mit Mittelklasse- bis hochwertigem
Nassfutter, Wildcat-
Trockenfutter und 1-2 Mal die Woche Rohfleisch. Es steht nun in Frage, ob das für Odin nicht genau das verkehrte ist, denn wie ich lese, ist eine verhältnismäßig proteinarme, dafür kohlenhydratreiche Ernährung zur Entlastung der Leber das Mittel der Wahl.
Dumm ist nur, dass Odin diverse Futtermittelunverträglichkeiten, besonders was Getreide angeht, hat. Natürlich könnte ich versuchen, ihn mit rohem Huhn und Reis zu ernähren, aber ich kann mir doch schwer vorstellen, dass das auf die Dauer ausgewogen wäre und außerdem würde er es höchstvermutlich nicht fressen, wenn der Reisanteil an die 70% ausmacht.
Hat vielleicht jemand ähnliche Probleme und Erfahrungen? Ich wäre für alles dankbar

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Ich schwanke zwischen einer Totalumstellung und "einfach weitermachen wie bisher". Er bekommt außerdem ein Schmerzmittel, dass über die Leber abgebaut wird (aus anderweitigen gesundheitlichen Gründen nimmt er es aber momentan nicht, trotzdem haben sich die Leberwerte verschlechtert). Da stellt sich schon die Frage, ob ein kürzeres Leben ohne Schmerzen und mit Futter, das er wirklich mag nicht die schönere Alternative für ihn ist im Gegensatz zu Futter, dass er vermutlich nicht mag und Schmerzen. Schwierig das alles.