@ShinaOthello
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Hab ich doch geschrieben.:-? Wer Fleisch füttert wo er genau weiß, dass das Tier aus guter Haltung kommt und wie es geschlachtet wurde, der ist wohl nicht heuchlerisch. Auch habe ich mich wehement dafür ausgesprochen Leiden so gut es eben geht zu vermeiden. Also die Maus tot zu verfüttern, weil die Maus bei menschlicher Tötung wohl schmerzfreier und schneller stirb.
Aber ein Großteil der Katzenhalter kauft Barf eben aus dem Internet oder verfüttert Dose, wo man die Haltungsbedingungen, die Transportbedingungen und die Schlachtbedingungen nicht kennt, kaum nachvollziehen kann und sich rein auf die Aussage des Händler/des Konzern verlassen muss oder erst gar nicht hinerfragt, woher überhaupt das Fleisch kommt. Und es mehren sich die Stimmen, dass dort viel Schmu gemacht wird, Bio nicht Bio ist oder wenn, die Tiere doch gelitten haben und manchmal mehr, als Tiere aus einem großem Mastbetrieb...
Es ging mir darum, dass wir die Maus, die wir irgendwo lebend kaufen und wo wir dann zumindest dort auf jeden Fall sehen, ob sie gesund (zumindest nicht sichtbar krank oder verletzt) ist und gut gehalten wurde, nicht mehr füttern können, bei einem Stück Fleisch, was auch einmal ein Schwein, Rind, Huhn war aber nicht mit der Wimper zucken. Obwohl die Wahrscheinlichkeit bei dem Fleisch in Mac's oder Barf-Fleisch aus dem Internet eben viel größer ist, dass das Tier Leiden musste,humpelnd vom Hänger geprügelt wurde oder ihm beim Einfangen der Flügel gebrochen wurde....
Wir können es, weil wir es nicht sehen und nicht sehen wollen. Weil unsere Gesellschaft so etwas nicht mehr sehen will. Dabei ist das eigentlich wichtig und der beste Schutz für die Tiere, dass wir damit natürlich umgehen und nicht die Augen verschließen. Eine gute Freundin von mir wurde auf einem Bauernhof groß. 4 Rinder, 6 Schweine...
Da hatte man noch eine etwas andere Einstellung und es war völlig normal, dass die Tiere eben irgendwann sterben, weil man sie essen will. Aber da wurde uns Kinder eben auch schon vor BSE eingebleut, dass selbst die Schweine bloß kein Fleisch düfen. (Bioabfall und z.B gerade Essenreste wurden noch einmal extra getrennt) Da passte man besser auf, dass das Tier einen kurzen Weg zum Metzger hat oder sogar so human wie möglich auf dem Hof geschlachtet wird. Schließlich sieht man die Tiere jeden Tag, man stellt durchs versorgen einen Bezug zu ihnen her...
Heute kann und will das keiner mehr. Nicht die Käufer in der Metzgerei oder Supermarkt, nicht die Konzernchefs, nicht der Transporteur oder Schlachter, nicht der Mäster...Überall ist das Tier nur kurz. Keiner weiß welchen Charakter das Tier hat, wie es gelebt hat und keiner will für das Tier einstehen ... Weshalb auch. Der Konzernchef sieht nicht was er mit seinem Preisdruck anrichtet oder zumindest kann er sehr gut die Augen verschließen. Der Mäster weiß nicht, dass das Schwein als Ferkel krank war, bei der Geburt fast gestorben wäre, besonders ängstlich oder schlau ist...
Oft liegt diese Spezialisierung daran, dass sie wirtschaflicher ist. Aber gerade bei Fleisch spielt diese anerzogene heuchlerische Moral eine große Rolle. Sogar der Metzger sagt heute immer öfter: "Tiere die ich selber großgezogen hätte könnte ich nicht töten oder dabei sein."
Ich esse selber Tiere oder habe Haustiere die Fleisch essen, aber ich blende den Prozess dahinter einfach aus.....