Das Problem ist, dass wir den Nachbarn eher so einschätzen, dass er sagt er würde etwas unternehmen, es dann aber nicht machen. Nur weil wir darum bitten, wird er seine Einstellung wohl nicht ändern.
Das geht nun seit vielen Jahren so - und ich glaube nicht, dass er wirklich das Tier zum Tierarzt bringt, um sie kastrieren zu lassen. Er wird uns sagen "ja, das mache ich" - aber ob er es dann macht müssen wir bezweifeln. Er möchte ja auch nicht, dass die Kitten ins Tierheim kommen, sondern hält es für vernünftiger, wenn sie sterben und ihnen das Tierheim erspart bleibt.
Das Verhältnis zu diesen Nachbarn war und ist schon immer kein Gutes. Es besteht quasi kein "Verhältnis" - die alte Dame wird nichtmal gegrüßt von den umliegenden Familien - der Sohn ist auch nicht dort wohnhaft - sondern immer nur sporadisch zu Besuch.
Die kleinen Kitten müssen morgen sowieso von der Tierrettung abgeholt werden - allein schon, weil wir ja gar nicht mobil sind. Dann kann man ja mit denen und den Besitzern zusammen vielleicht besprechen, wie es mit dem Muttertier weitergehen soll?
Ich finde das alles ganz schwer - mir fällt sowas grundsätzlich sehr schwer - und diese ganzen Entscheidungen wachsen mir ein bisschen über den Kopf. Den anderen Bewohnern hier ist es relativ egal, sie "finden es zwar auch nicht richtig" - aber es tut halt keiner etwas
Am Liebsten wäre es mir natürlich auch gewesen, wir könnten zusammen mit dem Sohn die Kleinen morgen ins Tierheim bringen, und dann das Muttertier beim Tierarzt diese Woche noch kastrieren lassen. Aber er reagiert auf meine Aussagen betreff der Kastrierung nicht wirklich - und ins Tierheim sollen die Kleinen auch nicht. Ich weiß also nicht, ob ich das "ich kümmere mich drum" ernstnehmen kann, gerade nach so vielen Jahren, die das schon läuft.