Hallo zusammen,
wir haben uns vor drei Wochen zwei Kater aus zwei Tierheimen geholt. Der eine ist 1 1/2 bis 2 Jahre alt und ist von Anfang an extrem zutraulich und kam auch im Tierheim direkt auf uns zu. Dort wollte man ihn nur alleine Vermitteln, weil er angeblich ein totaler Stinkstiefel ist. Ich war aber schon 2 Tage zu vor da und hatte Gelegenheit in seine Gruppe zu gehen. Und dort haben die anderen ihn angefaucht und er war völlig unbeeindruckt. Deshalb haben wir den zweiten aus einem anderem Tierheim geholt. Nach 3 Tagen waren die beiden ein tolles Team. Hat mich mein Gefühl nicht getrübt.
Nun aber zu meinem kleinen Sorgenkind. Keks 5 1/2 Monate alt kastriert, hatte einen nicht ganz so tollen Start ins Leben. Er landete als Kitten im Tierheim, wurde dann vermittelt und wie Kater so sind markieren sie nun mal, wenn sie geschlechtsreif werden. Also haben die Besitzer ihn wieder zurück gebracht. (Kann mich immer noch darüber aufregen, so etwas weiß man doch, wenn man sich nen Kater holt. Und Tierarzt und Kastration scheinen wohl Fremdwörter für die gewesen zu sein.) Naja, unser Glück! Das Problem ist, dass er durch das alles er sehr schreckhaft ist, vor allem Händen gegenüber (Staubsauger usw. gar kein Problem) habe das Gefühl er hat jedes mal eine kassiert sobald er makiert hat. Er versteckt sich nicht, ist nicht scheu im üblichen Sinne. Nur Hände machen ihm Angst und festhalten und hochnehmen kann er gar nicht leiden. Er wurde vor einer Woche krank, somit mussten wir ihn natürlich noch mehr stressen. Denn nun musste er das alles über sich ergehen lassen! Und vier Tage später mussten wir ihn fangen um den Spot on zu setzen, weil er voller Würmer war. Nun hat er sein Vertrauen erst recht verloren. Lässt sich nur noch selten streicheln, wenn wir Leckerlies in der Hand haben z.b.. Und rennt davon wenn ihm jemand zu Nahe kommt. Wenn alles still ist legt er sich auch in unsere Nähe, er kletter auch über uns rüber und läuft neugierig hinterher und er bettelt den ganzen Tag nach Futter.
Die beiden sollen Freigänger werden, so wurden sie auch vermittelt. Bei dem Großen mache ich mir keine Sorgen. Aber den Kleinen bekomme ich ja so wie es jetzt ist, kaum wieder ins Haus. Deshalb muss er wohl länger drin bleiben. Kann ich irgendwie zuarbeiten, dass sein Vertrauen schneller wächst? Und ist es ok, wenn erstmal nur der Große raus geht? Oder sollte ich sie einfach beide so lange drinnen lassen? Nur fordert der Große seinen Freigang natürlich, hat er bei seiner alten Familie wohl auch gehabt.
Meine Güte ein halber Roman, aber ist immer besser man kennt alle Umstände, um zu beurteilen. Danke!