Hallo liebe Katzenfreunde
ich war länger nicht mehr aktiv hier, habe in der letzten Woche hier Hilfe bei den Katzenerkrankungen gesucht.
Jetzt möchte ich euch mal schildern was sich hier bei uns so getan hat und wie es zu dem ganzen Katzenjammer kam.
Ende 2013 haben wir 2 Kater aus dem Tierheim aufgenommen und unser Leben schien perfekt. Die Beiden hatten sich nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr lieb gewonnen und waren ein Herz und eine Seele. Kasi, der Freigeist, der immer mal wieder einige Tage unterwegs ist, ein kleiner Streuner der Zuhause sehr sanft ist und Zak, ein ruhiger Geselle, der mich Abends immer in den Schlaf geschnurrelt hat, mir immer Mäusegeschenke mitgebracht hat (liebevoll dahin drapiert wo Mama sie auch sicher findet). Beide haben gerauft, sich geputzt, geschmust und sind hier Seite an Seite die Strasse runter gelaufen. Es war so schön, bis ich Anfang August von einer Bekannten kontaktiert wurde. Eine getigerte Katze lag etwa 500m aus dem Dorf raus im Strassengraben. Das war unser lieber Zak der von einem Auto überfahren worden war. Besonders Kasi und ich haben sehr gelitten. Kasi hat noch Wochen danach auf Zaks Lieblingsplatz vor der Haustür auf ihn gewartet. Um Gesellschaft und Trost zu finden hat er sich mit dem Nachbarhund angefreundet.
Kasi ist ein sehr geselliger Kater der sehr gerne Gesellschaft hat und es auch liebt mit sämtlichen Hunden aus dem Dorf gassi zu gehen. Zuhause war er aber lustlos, er schien etwas deprimiert. Also beschlossen wir ihm Gesellschaft zu besorgen.
Ich habe rumgesucht und mir wurde eine Katzenmama aus einer Pflegefamilie empfohlen, sehr verschmust, anhänglich und sanft.
Maya zog bei uns ein. Auf Kasi reagierte sie ziemlich agressiv, ich hatte aber die Hoffnung dass die 2 sich zusammenraufen würden. Maya hatte eine Infektion im Ohr, dazu gesellten sich dann noch Hautprobleme, Probleme mit dem anderen Ohr, massiver Durchfall. Der Tierarzt diagnostizierte dann ein Tumor im Ohr, Katzenaids und eine Infektion im Bauchraum. Nach Rücksprache mit der Katzenschutzorganisation beschlossen wir Maya von ihrem Leid zu erlösen um ihr weitere Schmerzen und mehrfache Operationen mit sehr fraglichem Ausgang zu ersparen. Diese Entscheidung brach mir fast das Herz. Meine Kinder wissen immer noch nicht was aus Maya wurde, sie denken sie wurde in eine andere Familie vermittelt, so kurz mach Zaks Tod wollte ich ihnen nicht noch einen Tod zumuten.
Dann eines Morgens, ich ging mit den Kindern zum Bus, Kasi begleitete uns wie immer. Alles war gut, bis ich auf dem Rückweg Bremsen quitschen und einen Knall hörte. Dann sah ich Kasi über die Strasse humpeln und sich in den Büschen verstecken. Ich nahm ihn auf den Arm, er stand sichtbar unter Schock und hatte grosse Atemprobleme. Also habe ich ihn gepackt und bin so schnell ich konnte (im Berufsverkehr) mit ihm in die nächste Tierklinik gefahren. Dreiviertelstunde mit einer röchelnden Katze, es war ein Alptraum. In der Tierklinik wurden wir schon erwartet, es stand sehr schlecht um meinen Liebling. 2 Tage musste er in der Klinik bleiben. Er hatte eine massive Lungenkontusion, sonst war er gsd bis auf 2 kleine Schürfungen unverletzt. Seine Lungen haben sich wieder erholt heute ist er wieder ganz der Alte, nur mit Höllenrespekt vor Autos.
Aber Kasi sollte nicht alleine bleiben. Er hat überhaupt keine Probleme mit fremden Katzen, also habe ich nach einer möglichst jungen Katze gesucht die ihn ohne grosse Probleme annimmt. Ich wurde fündig: Valentino, ein kleiner sehr sanfter Kater, von etwa 5 Monaten, den seine Mutter jetzt nicht mehr bei sich haben wollte zog bei uns ein. Er ist auf Katzeninfektionen getestet und negativ. Alles klasse, er versteht sich sehr gut mit Kasi und umgekehrt auch. Kasi putzt ihn, weist ihn zurecht, lässt ihn öfters mal in seinem Körbchen schlafen. Alles toll, nur Tino hat massiven Durchfall. Er magert sehr stark ab, runter auf 1200g. Also habe ich ihm Schonkost gekocht, Kotproben gesammelt und am Montag war ich dann mit ihm beim Tierarzt. Verdacht auf Giardien. Medikamente habe ich keine in ihn reinbekommen, also wurden sie gespritzt. Durchfall wurde besser, der Kater hat gut zugenommen, lässt sich von mir nach dem Debakel mit den Medikamenten nicht sehr gerne anfassen. Gestern haben wir dann die Resultate der Kotprobe bekommen: Kokzidien (Isospora und die viel schlimmeren Kryptosporen). Die Isosporen konnten behandelt werden, gegen Kryptosporen gibt es keine Therapie, die müssen wir aussitzen. Seit 2 Tagen recherchiere ich nun, habe Panikattaken wegen der Viecher und der ganzen Hygiene.
Bitte drückt uns die Daumen, dass wir endlich wieder das Leben mit unseren Katzen geniessen können und wir die Viecher loswerden. Ich bin gerade etwas fertig mit den Nerven und bin so richtig pessimistisch.
So, das war jetzt unsere Geschichte, etwas lang geworden. Ich hoffe es ist nicht zu wirr geschrieben.