Hallo liebe Foris,
ich bin neu hier und komme natürlich, wie so viele, gleich mit einem Problem. Lese schon lange still mit und wollte euch nun mal meine Geschichte erzählen, vllt habt ihr ja Tips und Anregungen und eine außenstehende neutrale Meinung hilft ja manchmal
Anfang des Jahres bin ich ausgezogen und es war natürlich klar: nicht ohne Katzen zu leben!!
Da meine 2 Lieblinge bei meinen Eltern blieben, die sich natürlich auch nicht trennen wollten und wir sie auch in ihrem gewohnten Umfeld lassen wollten, mit Gartenfreigang und ihrem gewohnten Tagesablauf, zog ich nun eben alleine aus.

wir warteten eine Weile, denn es war nicht klar ob das damalige ömchen dort die Trennung einfach so wegstecken würde, sie war schon 13 Jahre und seit meiner Kindheit bei mir. Aber mit Mama an ihrer Seite und regelmäßigen Besuchen meinerseits klappte das sehr gut. Leider ist sie vor kurzem über die Regenbogenbrücke gegangen, sie hatte Krebs ;(
aber wie das so ist, zog bald ein neues Mädchen ein, da die andere ganz unglücklich war alleine und verkümmerte.
Soweit zur Vorgeschichte.
Ich informierte mich jedenfalls 2 Monate nach meinem Auszug schon einmal hier und in Tierheimen und bei Züchtern, weil mir die fellnasen einfach fehlten und ich nicht mehr ohne sein wollte. Die Voraussetzungen waren auch alle gegeben, ich habe eine 2 Zimmer Wohnung mit Balkon, finanziell passt es auch und ich kann für Tierarzt und futterkosten natürlich sorgen. in der Urlaubszeit habe ich natürlich die Eltern und nette Freunde die sich kümmern könnten und im allerhöchsten Notfall eine Dame mit einer netten kleinen Pension mit Einzelbetreuung ohne Gruppenhaltung. ich dachte also nun gut, mal sehen welche beiden denn zu mir passen, denn das Einzelhaltung nur in der Wohnung bei 8 Stunden Anwesenheit nicht so gut ist, das lernte ich vorher ja schon. ich suchte gezielt nach erwachsenen Tieren (da ich es nicht übers Herz gebracht hätte 2 kitten tagsüber auch nur 3 Stunden sllein zu lassen): gesucht- gefunden! unser schon bekannter züchter hatte gerade auch erwachsene liebhabertiere und ich dachte perfekt! also los und hingefahren, vllt passt es ja. zur Auswahl standen ein moppelchen-Mädchen, knapp 7, sehr sozial, was wegen dem ständigen futterzugang zwecks der jungkatzen einen Platz mit geregelter Fütterung suchte und natürlich als liebhabertier und ehemalige zuchtmama nur mit einer 2 abzugeben wäre. da er noch 2 jüngere so um die 1-2 Jahre hatte, wäre er auch bereit gewesen ihr eine Freundin mitzugeben. ich dachte mir das wäre ja passend. und dass die kleine bei normaler Futtermenge ihr Idealgewicht wieder erreichte, daran hatte ich keinen Zweifel.
dann aber kam er mir schweren Herzens noch mit Option 2. sein ehemaliger Zuchtkater, Bruder des moppelchens, ebenfalls kastriert. dieser kam auf einmal in der kleinen katzengruppe wohl nicht mehr klar, trotz Kastration und zog also zu der Schwester des Züchters die nur 2 Katzen hatte. aber auch dort gab es nach geraumer zeit wieder große Probleme, er war einfach zu dominant und mit keiner Katze mehr verträglich. alle Versuche scheiterten wohl. ihn könnte ich auch haben gegen eine kleine Spende für die notkatzenhilfe, allerdings nur als einzeltier. wir fuhren hin und ich sah den Armen tropf, der ja nur räumlich getrennt in seiner Etage ganz allein gehalten werden konnte. für ihn und die anderen Miezen, trotz genug Platz natürlich Stress, wenn man nicht mehr überall hin darf und dabei sein kann. er war der dringendere fall im Vergleich zum moppelchen und ich entschied mich - der ist ohne Frage meiner!
nach einer Woche Vorbereitungszeit, in der ich mich freute ohne Ende und dem katzenzubehör-Shopping verfiel und alles vorbereitete, zog mein kleiner Koloss dann ein. 9 Kilo Idealgewicht, ein Riesen-
bkh lilac Kater. <3 ihr werdet es nicht glauben, aber das Bübchen wie ich ihn gerne nenne, war nach 1 Stunde hier daheim als wäre er es sein Ganzes leben! er erkundete alles, kam schmusen und fraß alles als hätte ich das persönlich gekocht.

die 2. Nacht lag er nachts schon bei mir und wir wurden unzertrennlich. er ist so unkompliziert dass ich innerhalb einer Woche langsam das Futter umstellen konnte, er bekam vorher trocken und nass, ich wollte überwiegend hochwertiges nassfutter und Trockenfutter nur als leckerli im fummelbrett oder so. (falls euch die Marken interessieren: grau, macs, feringa, catz ff, Real nature, orijen) bei seiner Größe frisst er natürlich an die 350-400g plus leckerli und nimmt nicht zu.
ja das Paradies war perfekt, doch auch wenn er augenscheinlich zufrieden ist und ich mich viel beschäftige hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht zu Hause war, weil er eben allein auf mich warten musste.
nach 2 Monaten musste er notfallmäßig zu meinen Eltern ziehen, da meine Freundin die ihn 'Sitten' sollte erkrankte und ich 4 Tage weg musste.

dort hätte er sein eigenes Zimmer gehabt und da er absolut mehr Hund als Katze ist, war weder Autofahren noch umziehen ein Problem, Gott sei dank ist er immer tiefenentspannt und es kam natürlich anders als geplant, nix mit eigenem Zimmer, nein die Wohnung meiner Eltern war jetzt seins! er griff die anderen Katzen nicht an wie wir befürchteten, außer gefauche und geknurre war nichts! die Tage liefen friedlicher als gedacht, was mich natürlich hoffen lies, dass er vllt dich kein einzelkater ist und nur mit der vorherigen Situation und der Charakteren der dortigen Katzen überfordert.
ich redete mit dem Züchter und wollte es mit dem moppelchen versuchen, da wir dachten vom Charakter passt es vllt sehr gut. sie sind ja wurfgesvhwister beide 7, sie ist Chefin der katzengruppe und sehr selbstbewusst was bei seiner Dominanz gut passt wenn sie nicht ängstlich ist, nur Menschen gegenüber ist sie anfangs schüchtern.
gesagt und schwups zog sie ein. die erste Woche saß sie natürlich überwiegend unter der Couch und kam nur nachts raus um zur Toilette zu gehen und nach 3 Tagen fraß sie dann nachts auch wieder ein wenig. sie hatte das Wohnzimmer und Küche, er bad und Schlafzimmer, nachts und wenn ich nicht da war blieb die Tür erstmal geschlossen. er durfte aber mit ins Wohnzimmer wenn ich da war, und so konnten sie sich schonmal vorsichtig riechen und sehen. am 4. Abend kam sie obwohl wir beide noch im Wohnzimmer waren raus, hat getrunken und uns beobachtet, er ging natürlich hin und fauchte. einen Tag später das selbe, da schnupperten sie dann vorsichtig Nase an Nase und fauchten natürlich noch, aber kein Kampf. so näherten wir uns alle an, ich durfte sie manchmal schon vorsichtig berühren und bürsten, er fauchte nur noch an und zu genau wie sie, aber war auch interessiert.
nach 2 Wochen war ich dann überzeugt dass es klappt, da schleckte er sie das erste mal am Kopf und sie köpfelte ihn. es wurde auch gemeinsam in der Küche gegessen und die federangel gejagt, Toiletten werden beide von beiden genutzt. tja das war im Juli/August. seit ca 3 Wochen aber jagt er sie und hat sie schon so böse angegriffen dass sie sich eingemacht hat. ich war beim Tierarzt, habe feliway und zylkene probiert, ebenso eine neue Zusammenführung, keine Änderung. ich spiele noch mehr, clickern etc. ausgelastet müsste er sein, er interessiert sich nicht mehr für sie, sie guckt nur ängstlich und sonst ignoriert sie ihn ebenfalls. und sonst gibt es regelmäßig kloppereien, bei denen sie herzergreifend schreit.
sie macht nur noch einen Bogen um ihn. anfangs war es so, dass er sie auch mal angesprungen hat, aber sofort aufgehört hat wenn sie gefaucht oder geschlagen hat, habe das also als normales katerverhalten und 'ich bin der Chef hier' bei ihm abgetan. da hatte sie auch keine Angst vor ihm und ich dachte er will vllt nur raufen. sonst war danach auch alles wieder normal, aber jetzt hat sie richtig Angst und wenn er ihr zu Nahe kommt rennt sie weg oder schlägt sofort nach ihm. ich weiß nicht mehr weiter, bin mit meinem Latein am Ende
bin jetzt soweit, dass sie zu meinen Eltern und den beiden lieben Mädchen zieht. was meint ihr dazu?
so der Roman ist beendet, bitte verzeiht.
über Antworten würde ich mich freuen.
lg
bkh-Mama mit ihren noch 2 fellnasen
