Zusammenführung gescheitert?

Diskutiere Zusammenführung gescheitert? im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo ihr Alle ;) Ich habe mich mal für eine Freundin registriert, die nicht so Internet affin ist. Ich war heuet wieder mal zu Besuch und wir...
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cocorosian

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Hallo ihr Alle ;)

Ich habe mich mal für eine Freundin registriert, die nicht so Internet affin ist. Ich war heuet wieder mal zu Besuch und wir wissen beide nicht recht, wie es weitergehen soll mit den beiden Katzen.

Seit 6 Wochen hat sie einen ca. 3 Jahre alten Kater aus dem Tierheim, der sich recht schnell eingelebt hat, aber nicht ganz zufrieden schien und im Tierheim wurde gesagt, er sei mit anderen verträglich. Man wusste aber sonst nichts, da er ausgesetzt wurde. Vor 3 Wochen hat sie dann aus demselben Tierheim eine Gefährtin für ihn geholt. Er war nicht sehr begeistert und zog sich auf den Schrank zurück, wo er länger nicht runterkam und auch erstmal aufs Fressen verzichtete.

Mittlerweile kommt er häufiger wieder runter, aber er faucht sie eigentlich immer an, wenn er sie sieht, sie essen nicht nebeneinander und er faucht sie unters Bett, mittlerweile geht sie aber schon von ganz alleine unters Bett, wenn er kommt. Vorher hat er nachts immer mit im Bett geschlafen, da liegt sie jetzt aber meistens. Er beschnuppert sie manchmal, aber richtig annähern tun sie sich nicht. Da er sie immer angefaucht hat und auch mal die Tatze flog, faucht sie ihn jetzt meistens zuerst an (aus Angst vermutlich), wenn er in ihre Nähe kommt oder Anstalten macht zu ihr aufs Bett zu springen, was ihn dann einschüchtert.

Beide Katzen wurden als eher schüchtern beschrieben, es wirkt auch so als hätten beide eher Angst, aber er ist schon auch wütend, hat man das Gefühl. Anfangs hat er auch häufiger aggressiv auf meine Freundin reagiert, was jetzt wieder nachgelassen hat. Hinzuzufügen ist, dass sie nur eine 1 Zimmerwohnung bewohnt, aber mit Balkon und Catwalk etc., das Tierheim schien das auch nicht problematisch zu finden.

Es sind jetzt etwas über 3 Wochen, natürlich zu früh für endgültige Aussagen, es geht aber gar nicht vorwärts, weder lässt das Anfauchen nach, noch interessieren sie sich im positiven füreinander wie beschnuppern, das ist echt die Ausnahme. Sie wurde außerdem schn auf den Platz unterm Bett konditioniert und dass sie sich nur frei bewegt, wenn er oben irgendwo ist.

Was meint ihr Katzenkenner dazu, sollte man es so lassen noch eine Weile, es blutet ja niemand, aber zufireden sieht auch anders aus :-|

Danke und viele Grüße :)
 
  • Zusammenführung gescheitert? Beitrag #2
Hallo,

ich würde sagen eine 1 Zimmerwohnung für 2 Katzen die sich nicht kennen ist SEHR eng. Sie haben ja keine chance sich mal aus dem Weg zu gehen. Sie sehen sich ja praktisch die ganze Zeit.
Generell kann es aber auch bis zu einem Jahr dauern bis die beiden richtig warm miteinander werden. Von daher sind 3 wochen gelinde gesagt recht wenig.
Ich hab letzte woche erst den zweiten nach hause geholt und beide vertragen sich mal so mal so.
Am anfang war ausser fauchen und bloß nicht zu nah kommen drin. Mitlerweile haben sie schon auf einem stuhl geschlafen teilweise mim kopf auf dem brüderchen. Was mich echt erstaunt hat denn gerade wo ich hier schreibe fauchen und kloppen sie sich wieder.

Ich würde an der stelle deiner freundin nochmal etwas abwarten. Wenns nich besser wird sollen Feliway helfen. Das hilft den katzen beim entspannen durch geruch. Damit faellt es ihnen vielleicht einfacher sich gegenseitig zu akzeptieren.

So das bett ruft morgen is arbeiten angesagt :D
 
  • Zusammenführung gescheitert? Beitrag #3
Danke für deine Antwort!

Den feliway Stecker hat sie schon und auch felifriends.

Man hat das Gefühl, dass er sich nicht für sie interessiert und immer, wenn er sie sieht, erschrocken ist bzw. sauer, dass sie da ist.
 
  • Zusammenführung gescheitert? Beitrag #4
Erstmal herzlich Willkommen im Forum ;-)
Sind beide den kastriert?
Leider ist die Kombi Kater/Katze meist nicht so optimal. Es kann funktionieren aber besser wäre ein zweiter Kater im selben Alter und mit etwas gleichem Charakter gewesen.
Drei Wochen sind für eine Zusammenführung noch nicht so lange und sie scheinen sich ja immerhin nicht zu kloppen.
Ich vermute aber mal das es sie nie die besten Freunde werden wenn sie sich jetzt schon so extrem aus dem Weg gehen. Bei meinen hat es auch immer gedauert bis sie richtig aufeinander zu gingen aber so aus dem Weg gegangen sind sie sich nie.
Vor allem bei einer so kleinen Wohnung finde ich das echt problematisch. Keiner der beiden kann sich wirklich frei bewegen, sie können sich nie aus dem Weg gehen und da tun mir die beiden irgendwie ziemlich Leid.
Gibt es gar keine Möglichkeit die Katzen in der Wohnung zu trennen, Flur oder Küche? Dann könnte sie noch einmal mit einer langsamen Vergesellschaftung beginnen. Vielleicht würde es auch nützen mal versuchen mit beiden zusammen zu spielen.
Vertrauen die Katzen den deiner Freundin? Weil du sagst das sie schüchtern sind.
Wenn es sich nicht ändert würde ich persönlich die Katze wieder abgeben und einen, vom Charakter, passenden Kater suchen. Auf so einem kleinen Raum wäre es nur Quälerei, beide wären ständig gestresst und ich stelle es mir nicht gerade toll vor mein leben in einem Raum zu verbringen mit einer Person die ich nicht mag.
Ich finde aber auch allgemein eine 1 Zimmer Wohnung ziemlich grenzwertig für einen 3 jährigen Kater.
 
  • Zusammenführung gescheitert? Beitrag #5
Schade, dass sich deine Freundin nicht besser vorab informiert hat und die Beratung vom Tierheim, anscheinend auch nicht so optimal war.

Es wäre natürlich viel besser gewesen, sie hätte die beiden Katzen gleichzeitig einziehen lassen und ich hätte dann auch möglichst zwei aus dem Tierheim genommen, die sich schon kennen und verstehen und vorsichtshalber auch eher zu gleichgeschlechtlich tendiert.

Deine Freundin sollte sich möglichst viel mit ihnen beschäftigen, zusammen spielen, Leckerlis verteilen, streicheln, möglichst viele positive Erlebnisse in Gegenwart der anderen Katze schaffen, aber nichts forcieren also nicht probieren die jetzt sehr nah zusammen zu bringen, die Katzen bestimmen den Abstand den sie wollen und brauchen.

Abwechselnd streicheln hilft auch den Geruch zu übertragen.

Ist der Balkon schon vernetzt und kann von den Katzen genutzt werden?

Wie sieht es sonst mit katzengerechter Einrichtung aus, wieviel Kratzbäume, Klettermöglichkeiten, Schlafplätze, Rückzugsmöglichkeiten usw gibt es. Eine Ein-Zimmer-Wohnung, ist leider immer etwas ungünstig und nicht optimal für Katzen, da muss man sich schon viel Mühe geben. Katzen streifen lieber durch ihr Revier und es ist äußerst langweilig, wenn man immer auf einen Blick das gesamte Revier im Blick hat und es fehlt dann leider auch die Möglichkeit, dass sich die Tiere richtig aus den Weg und aus dem Blickfeld gehen können.

Aber solange es zu keinen ernsthaften Auseinandersetzungen kommt, würde ich es auf jeden Fall noch weiter probieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zusammenführung gescheitert? Beitrag #6
Also, wenn sie es wirklich schaffen will, diese zwei zu vergesellschaften, dann wird sie es auch schaffen. Allerdings hat sie sich da nicht die allerleichtesten Voraussetzungen geschaffen.
Was sie braucht, ist Geduld, Ruhe und den Wunsch es zu schaffen. In Eile, oder übers Knie gebrochen wird das hier nicht funktionieren.
Dass der Kater die Katze weitgehend ignoriert ist nicht schlecht, sondern ein sehr gutes Zeichen. Es zeigt, dass er sie nicht bedrängt. Ob die Beiden sich mal so richtig lieben werden, das kann zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich noch niemand sagen.
Ich würde es mal so formulieren: wenn sie nicht furchtbar miteinander kämpfen und es auch kein Klomobbing gibt, dann gibt es Hoffnung, aber die braucht Zeit und Geduld.

Rückzugsmöglichkeiten sind jetzt sehr wichtig.
Ich empfehle mal etwas in Taskalis Thread zu schmökern, sie arbeitet vorwiegend mit Scheumiezen und mit als schwierig verschriehenen Katzen:


Viel Glück!
 
  • Zusammenführung gescheitert? Beitrag #7
Erstmal ganz lieben Dank für eure Einschätzungen! Wir haben uns ja viel durch andere Threads gelesen, aber es ist dann nochmal was anderes, wenn viele katzenerfahrene Leute etwas zu dem individuellen Fall sagen.

Also: Ja, beide sind kastriert und die neue Katze hat in ihrem alten Zuhause auch mit einem Kater zusammen gelebt. Allerdings kam sie schon einmal aus einer kurzen Vermittlung zurück ins Tierheim, weil der dort im Haushalt vorhandene Kater sie wohl sehr stark gemobbt hat (sie durfte nicht auf die Toilette und fressen etc.). Sie hat sich jetzt auch gedacht, dass es da vielleicht ein ganz gutes Zeichen ist, dass er sie zwar wegfaucht, wenn er fressen will etc., aber sie ja nicht ständig belauert. Es ist für ihn dann auch okay, wenn sie auf einer anderen Ebene ist (z.B. Liegefläche im Regal, auf dem Bett), dann läuft er durch die Wohnung.
Er scheint nicht der größte Schmusekater zu sein, streicheln lässt er sich im Liegen nicht so gerne, aber er kam halt immer zu ihr aufs Bett und auch auf ihren Schoß, wenn sie nach Hause kam und ließ sich dann auch öfters unter Schnurren an Kopf und Hals kraulen, hat also schon ihre Nähe gesucht. Das Problem ist jetzt, dass nun meistens die neue Katze nachts bei ihr im Bett schläft und er sich dann nur ganz selten traut, auch aufs Bett zu springen und dann auch sehr unentspannt ist, also ziemlich schnell knurrt, wenn man ihn anfasst. Nachdem er dann ein paarmal auch nach ihr ausgeholt hat, ohne sie aber zu treffen, fängt sie jetzt auch öfter zuerst zu fauchen/knurren an, was vorher gar nicht der Fall war, sodass er sich immer weniger aufs Bett traut. Es scheint von ihrer Seite aber eher eine Warnung zu sein, sie nicht anzugreifen, selbst ausgeholt hat sie noch nie, weiß wohl auch, dass sie körperlich unterlegen ist ;).
Natürlich ist das ziemlich schlecht gelaufen: Sie hatte Bedenken, auf dem ja doch relativ begrenzten Raum zwei Katzen aufzunehmen und konnte ich dann erst später dazu durchringen, weil sie ja doch auch öfter außer Haus ist. Klar, ein Paar wäre natürlich erheblich einfacher gewesen.
Sie hat sich schon relativ viel informiert, aber dann fälschlicherweise angenommen, zwei Kater wären schlecht, was ja aber wohl eher für unkastrierte gilt. Ja, und ehrlich gesagt sie dann auch gehofft, dass das Tierheim seine Tiere auch ganz gut einschätzen kann und ihr da etwas Fundiertes raten kann.
Die Tiere wurden halt beide als relativ ruhig und im Tierheim eher schüchtern beschrieben, bei ihr sind sie dann aber eigentlich auch beide sehr schnell aufgetaut und haben sich wenn überhaupt nur wenige Stunden versteckt. Sie ließ sich bereits am Anfang genüsslich überall streicheln, sogar am Bauch, und schnurrte sehr laut. Jetzt sucht sie auch von alleine schon sehr viel Körperkontakt.

Durch die Catwalks und Regale/Schränke ist das Zimmer jetzt auch zu einem großen Teil in einer zweiten Ebene nutzbar, auf die sich der Kater ja jetzt auch viel zurückzieht. Außerdem gibt es einen großen Kratzbaum mit Höhle und mehrere Kratzbretter die auch beide nutzen (übrigens auch meistens die gleiche Toilette, obwohl zwei zur Verfügung stehen). Der Balkon ist vernetzt, dafür interessiert sie sich aber bei der Kälte gar nicht, nur er geht beim Lüften manchmal raus.
Zusammen spielen hat bis jetzt schwer geklappt, da vor allem er in sich in ihrer direkten Gegenwart gar nicht auf das "Spielobjekt" konzentriert.
Grade aufgrund des begrenzten Platzangebots sind wir unsicher, wie lange man den Zustand so lassen kann, weil das ja echt eine sehr schwierige Situation für beide ist. Weil dieses Nichtbeachten mit Angst/Vermeidung und zeitweise Aggression gegenüber dem anderen ja wahrscheinlich ziemlich lange anhalten kann. Es scheint halt irgendwie kaum mehr eine Annäherung zu geben. Sie hofft aber auch, dass es bald mit einer größeren Wohnung klappt.
Aber schön erstmal, dass ihr uns grundsätzlich noch ein wenig Hoffnung macht!

So, sorry für den sehr langen Text, aber ich wollte ja auch alles möglichst richtig wiedergeben :).

Danke euch schon mal!
 
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