Unser Katerle ist nun kastriert worden, und als wir ihn abholten, war er noch völlig weggetreten in (tieferer) Narkose und lag bewegungslos mit großen leeren Augen in seiner Box. Ich durfte dann zusehen wie er das Gegenmittel bekam, und laut Tierarzt, würde er in 1-2 Minuten wieder wach sein.
Ich wartete und wartete, und dachte mir noch "Na ob das echt so schnell geht?", und wo er eine Sekunde davor noch wie bewusstlos da lag, hob er plötzlich aus dem Nichts heraus den Kopf, setzte sich auf, und war der Alte, wie wenn nichts gewesen wäre. Ich staunte nicht schlecht, so etwas habe ich auch erst das erste Mal gesehen!
Prinzipiell weiß ich von meiner Cousine (Tierärztin), wann antagonisiert wird und wann nicht, bzw. lässt man Tiere z.B. nach größeren Eingriffen gerne lange ausschlafen, da dann auch die Wunde mehr Ruhe bekommt. Der Nachteil einer Antagonisierung wäre - so sagte sie - auch, dass das Tier selbst sich sofort wieder fit fühlt und nicht "weiß" dass es eine Operation hinter sich hat und sich noch mehr schonen sollte.
Aber an und für sich, ist eine Antagonisierung anscheinend wesentlich schonender.
Lange Rede, kurzer Sinn: Da ich bzgl. der bevorstehenden Kastration in den letzten Tagen wohl ein paar hundert Erfahrungsberichte gelesen habe (jaja, was tut man nicht alles als Katzenmutti ;-)), fiel mir auf, dass die meisten Kater doch eher (bei Katzen ist es ja wieder eine andere Vorgehensweise, bzgl. Kastration), langsam aus der Narkose aufwachen und nicht schnell, d.h. antagonisiert.
Weiß jemand warum das so ist?
lg