Anschreien und Wasserspritze sind nicht wirklich geeignet um zu bewirken, daß sie nix mehr zerstört, sondern nur dazu geeignet ihr Angst einzujagen.
Stell dir vor du hast Teeniekind bei dir zu Hause - allein, ohne Freund - dem ist langweilig, soooo laaaaangweilig.... ey... hast du nicht gehört laaaaangweeeeiliiiig! ;-)
Was wird son gelangweiltes Kind tun? Natürlich: Plödsinn! Würde schimpfen helfen? Würde androhen von Strafen was helfen? Nee - was wirklich hilft ist: auslasten! Spiel, Spaß, Spannung und - nee, keine Schokolade, sondern Leckerlies :mrgreen:
Katzen sind intelligente Tiere (naja - zumindest die meisten :mrgreen

und haben draußen in der Natur ein großes Revier, in dem sie jeden Tag "Abenteuer" erleben. Hält man sich so einen Stubentiger nun im Haus, dann muß man diese Abenteuer drinnen simulieren und dafür sorgen, daß Mietz körperlich wie kopfmäßig ausgelastet ist. Dazu gehört - wie hier schon genannte wurde - ein Katzenkumpel zum gemeinsamen flitzen, rennen, balgen, Kräfte messen - damit ist schonmal ein großes Feld erledigt. Aber damit sie Mietzen dann nicht zu zweit Unfug anstellen muß man trotzdem aktiv werden durch Spielerunden mit Spielangeln und dergleichen, durch intelligente Kopfspiele wie Fummelbretter aus denen sie ihre Leckerlies herausfummeln müßen oder durch klickern und auch immer wieder Abwechslung bieten - mal von draußen Blätter, Tannenzapfen, Äste oder ähnliches mitbringen, mal nen Karton mit zerknülltem Zeitungpapier befüllen und darin Leckerlies verstecken usw. - einfach Sachen die anregend und aufregend sind. So bewirkt man, daß die Mietzen ausgelastet sind und somit weniger Plödsinn machen.
Zum Thema Erziehung gilt die Regel: Fehlverhalten ignorieren und erwünschtes Verhalten durch Belohnung verstärken. Katzen sind nicht doof und wenn sie merken, daß das kratzen am Kratzbaum belohnt wird, daß an der Tapete aber nicht, dann werden sie lieber am Kratzbaum kratzen um die Belohnung kassieren zu können ;-) Wenn man dann zusätzlich noch über das klickern Signalwörter wie "Gut" und "Nein" mit der Katze erarbeitet hat, hat man eine gute Chance ihr auch mitteilen zu können, was sie darf und was nicht (was nicht heißt, daß sie sich auch immer dran hält - aber die Chancen stehen nicht schlecht...

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Thats my five Cent :razz: