Ist es machbar - oder eher nicht?

Diskutiere Ist es machbar - oder eher nicht? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo liebe Katzen-Community, erst einmal vorab: Es tut mir doch sehr leid, wenn ich dieses Thema in die falsche Kategorie poste, ich war...
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Biku

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Hallo liebe Katzen-Community,

erst einmal vorab: Es tut mir doch sehr leid, wenn ich dieses Thema in die falsche Kategorie poste, ich war unschlüssig!

Aber zum eigentlichen Thema:
Ich bin Studentin, 19 Jahre alt und stehe vor dem Umzug in eine größere Wohnung. 37qm + 4qm Balkon. Ich spiele seit einem halben Jahr immer wieder mit dem Gedanken, eine Katzenhalterin zu werden und habe mich dementsprechend durch unzählige Themen gelesen, die eigentlich genau meine Gedanken widerspiegeln. Und es gab so viele unterschiedliche Meinungen. Derzeit wohne ich in einer Einzimmerwohnung mit knapp 28qm, ohne Balkon. Völlig undenkbar hier Katzenhaltung zu betreiben, das war mir natürlich klar.

Nun verändert sich die Situation. Und trotzdem bin ich mir unsicher, ob ich denn mit allerlei Mühe (viele Catwalks, mehrere Kratzbäume, vernetzter Balkon) einen Lebensraum schaffen kann, in dem 2 Katzen glücklich werden können. Ich habe sogar über Freigang nachgedacht und zwar aus folgendem Grund: Das Haus liegt innerhalb einer Grünfläche, welche von anderen Häusern "eingezäunt" wird. Allerdings besteht natürlich die Möglichkeit durch ein Bogentor auf die stärker befahrene Straße samt Tramverbindung zu gelangen. Nicht sicher, oder? Meine Wohnung liegt im ersten Stock.

Der finanzielle Aspekt wäre für mich definitiv kein Problem. Ich habe im letzten halben Jahr auch immer Geld zurückgelegt.
In vielen Foren wurde Leuten mit eher begrenzter Platzkapazität dazu geraten doch ältere Katzen zu nehmen. Hier kam mir aber immer wieder der Gedanke, dass diese doch unter Umständen doch größere Tierarztkosten hervorbringen könnten, da eben altersbedingte Wehwehchen häufiger werden. Damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass aus diesem Grund nur jüngere Katzen infrage kämen, keineswegs, aber ich möchte nicht als vollkommener Katzeneuling mich in diese Situation hineinstürzen. Ich hätte Angst, eher etwas falsch zu machen bzw. Leiden der älteren Katze nicht so gut wahrnehmen zu können. Deswegen schied die Idee einer Pflegekatze für mich auch aus, obwohl sie doch sehr attrativ ist.
Ich hatte mir eher Katzen aus dem Tierheim zwischen 3-5 Jahren vorgestellt, da diese charakterlich schon gefestigter seien als eben jüngere. Ich habe mich zwar schon eingelesen in Verhaltensweisen von Katzen, aber es ist ja doch immer wieder etwas anderes das Ganze in natura kennenzulernen, das weiß ich auch. ;-)

Zeittechnisch würde ich am Tag 3-4 Stunden in der Uni verbringen, das auch nicht zwangsweise am Stück.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass ich nächstes Jahr mit meinem Freund zusammenziehen könnte. Wobei das noch sehr unsicher ist, deswegen wollte ich mich nicht darauf verlassen. Zudem wäre er vermutlich gegen 2 Katzen, sollte ich mit der Anschaffung bis zum eventuellen Zusammenzug warten. Er meinte, ich hätte eben keine Erfahrung als Katzenhalterin. Es wären dann auch schließlich meine Tiere, er möchte da keine Verantwortung übernehmen, aber sich auch nicht gestört fühlen durch ihre Anwesenheit. Aber wenn ich sie dann eben schon hätte, dann wären sie eben auch da. Es sei schlichtweg einfach mein Bier.
Konnte ich nachvollziehen.

Ich bin einfach ein sehr großer Tierfan und Katzen haben mich schon immer fasziniert, deswegen sind sie eben schon jahrelang die Nummer 1. Ich hatte auch schon überlegt, stattdessen doch lieber ein Kleintier anzuschaffen, aber die Begeisterung ist nicht dieselbe. Und irgendwie widerstrebt es mir, mir einfach ein Tier zu holen, nur um eben eines zu haben. Nein, es sollte schon das sein, was ich mir wünsche. Oder eben leider doch gar keines.

Und deswegen die Frage an die Community: Wie beurteilt ihr meine Situation? Geht gar nicht? Natürlich wäre es im letzteren Fall eine Enttäuschung für mich, aber ich will doch auch nicht einem Tier im "schlimmsten" Fall 4 Jahre lang so eine Lebenssituation zumuten.

Wie auch immer die Meinungen ausfallen, ich bedanke mich bereits für alle Antworten! :)
 
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  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #2
Bei der Wohnungsgröße aller höchstens Katzen 10 Jahre oder älter sind. Für Jüngere ist die Wohnung zu klein.
Von Freigang würde ich dir wegen der Straße abraten.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass ich nächstes Jahr mit meinem Freund zusammenziehen könnte. Wobei das noch sehr unsicher ist, deswegen wollte ich mich nicht darauf verlassen. Zudem wäre er vermutlich gegen 2 Katzen, sollte ich mit der Anschaffung bis zum eventuellen Zusammenzug warten. Er meinte, ich hätte eben keine Erfahrung als Katzenhalterin. Es wären dann auch schließlich meine Tiere, er möchte da keine Verantwortung übernehmen, aber sich auch nicht gestört fühlen durch ihre Anwesenheit. Aber wenn ich sie dann eben schon hätte, dann wären sie eben auch da. Es sei schlichtweg einfach mein Bier.
Konnte ich nachvollziehen.
Bei der Einstellung deines Freundes würde ich dir allerdings komplett von Katzenhaltung abraten, solange du mit ihm zusammen bist. Denn da kann es nur Probleme geben, denn er wird bewusst oder unbewusst die Katzen alles spüren lassen was sie seiner Meinung nach falsch machen.
Denn wenn ihr zusammen zieht sind es nicht mehr deine Katzen sondern eure und dein Freund ist dann genauso in der Verantwortung.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #3
Ich finde es ganz toll, wenn dass du dir so viele Gedanken im Vorfeld machst und ja, Tiere sind eine große Verantwortung und wahre Tierliebe zeigt sich im Verzicht, es ist egoistisch, wenn man sich ein Tier anschafft, nur weil man es haben möchte, auch wenn man seine Bedürfnisse nicht erfüllen kann.

Bei Wohnungshaltung sollten es natürlich 2 Katzen sein, was aber auf 37 qm und auch noch 4 qm Balkon durchaus machbar ist. Vor allem wenn du bereit ist ihnen Catwalks, Kratzbäume und einen vernetzten Balkon anzubieten, wüsste ich jetzt vom Platz nichts was dagegen spricht.

Total super finde ich auch, dass du weil du noch keine Erfahrung in der Katzenhaltung hast, an Katzen im Alter von 3-5 Jahren denkst, dass ist sehr realistisch und vernünftig und auch noch aus dem Tierheim, ein dickes Lob hierfür.

Der einzige Knackpunkt, wie dein Freund zu den Katzen steht. Wenn er wirklich nicht dahintersteht, ihr zusammenziehen wollt, er keine Katzen will, würde es eure Beziehung natürlich sehr belasten. Wie würdest du dich entscheiden, wenn er die Katzen nicht akzeptiert? Auf keinen Fall kannst du dir Katzen aus dem Tierheim holen und die dann nach einem Jahr zurückbringen, weil der Freund sie nicht in der gemeinsamen Wohnung duldet. Auch wäre es nicht gut sie mitzunehmen, wenn er sich sogar nicht mag und eben nur duldet, das spüren die Tiere sofort, womöglich wäre Unsauberkeit die Folge und/oder ständiger Beziehungsstress aufgrund der Katzen.
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #4
Hallo Biku,

schön, dass Du den Fall hier schilderst und nachfragst!

das unterschreibe ich:

Bei der Einstellung deines Freundes würde ich dir allerdings komplett von Katzenhaltung abraten, solange du mit ihm zusammen bist. Denn da kann es nur Probleme geben, denn er wird bewusst oder unbewusst die Katzen alles spüren lassen was sie seiner Meinung nach falsch machen.

das auch:

wenn er sie sogar nicht mag und eben nur duldet, das spüren die Tiere sofort

Jetzt lohnt es sich genau hinzuschauen.

Der Egal-Typ wird wahrscheinlich sagen: "Ok, ich mag Dich und Du magst Deine Tiere. Also helfe ich Dir, wenn Du mal keine Zeit für sie hast." So ein Egal-Typ war ich auch. Und auch der Kater war ein Egal-Typ, denn meine sporadische Anwesenheit war ihm so wichtig wie ein Vogel, der in China vom Zaun fällt. Aber als ich einige Zeit mit ihm alleine verbrachte und in der dritten Nacht erlebte, wie er in dem großen Haus so zielsicher mein Bettchen fand, ist zwischen uns beiden ein Knötchen geplatzt.

Egal-Typen kann man bitten im Tierheim bei der Auswahl der Tiere mitzuentscheiden. Einen Versuch ist es wert. Es würde die Bindung stärken.

Der Passiv-Dagegen-Typ sieht vor der Anschaffung wenig Nutzen in der Katzenhaltung. Danach bemerkt er das Gemaunze in der Früh, die Gerüche aus dem Kaklo und Spuren von Streu auf der Tagesdecke. Manche geben ihre Tiere weg, weil sie den Kindern den Anblick einer ersparen wollen.

Der Passiv-Dagegen-Typ kann sogar Aktiv-Dafür sein. Diese Leute erzählen allen wie sehr sie Tiere lieben und dass sie schon immer Tiere um sich herum hatten. Aber weil das Tier, das über alles geliebt wird, sich selten in ihre Nähe verirrt, müssen sie es stets von der Sofalehne zerren und beim Streicheln festhalten. Diese Leute haben noch nie ein Buch über Tiere gelesen - sie sind ja mit ihnen aufgewachsen. Die Wohnung ist kein Stück umgemodelt. Aber sie lieben Tiere über alles.

Die letzten beiden Typen sind ein No-Go

Viel Glück!
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #5
super das du dir so viele Gedanken machst.

Ich würde dir momentan von einer Katzenhaltung abraten.

Wichtig bei Tierhaltung ist unbedingt, dass beide Partner dahinter stehen.

Alles andere gibt nur Stress.

Biete dich doch tatsächlich mal als Pflegestelle an.

Du kannst schauen, wie du damit zurechtkommst, wie dein Freund damit klar kommt, du wirst mit Rat und Tat unterstützt und vielleicht wirst du ja auch Pflegestellenversager;-):lol:
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #6
Super, dass du dir im Vorfeld so viele gute Gedanken machst! Hut ab!!
:)

Was mir arge Kopfzerbrechen bereitet ist die Haltung deines Freundes.

...aber sich auch nicht gestört fühlen durch ihre Anwesenheit...

Würde er sich gestört fühlen, wenn die Katzen z.B. in der Nacht über ihn drüberlaufen? Oder würde er sich durch den Gestank eines frischen Häufchens im Klo gestört fühlen? Würde er sich im Krankheitsfall deinerseits um die Miezen kümmern? Was, wenn Miez zu ihm auf den Schoß möchte? Was, wenn Miez die schöne Couch zerkratzt?

Ich würde dir einfach raten: hör auf deinen Bauch, der ist in den allermeisten Fällen der beste Entscheidungshelfer (wenn man ihn versteht...) ;-)
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #7
Ich hänge mich mal gleich an Simpat und Shina dran.
Aber erst mal willkommen hier!
:f050:

Aufgrund meines vorgerückten Alters erlaube ich mir mal, auf die Partnerfrage weiter einzugehen. Du bist schon jetzt in der unterlegenen Position. (Er:) Du hast keine Ahnung von Katzenhaltung; wenn es Schwierigkeiten gibt, darfst Du nicht mit seiner Unterstützung rechnen; Du wirst immer selber schuld sein, egal was passiert. Dadurch steckst Du in der Rechtfertigungsmühle. Du mußt alles richtig machen, er darf Dir nie was nachsagen (hier stinkt's, die Katze ist zu laut, sie hat auf den Teppich gekotzt und ich wäre fast reingetreten!...), und mit dem gemeinsamen Urlaub funktioniert es auch nicht.

So wie ich das sehe, fehlt es an "wahrer Liebe" zu Dir noch ein ganzes Stück. Frauen, die lieben, gehen es genau umgekehrt an, sie machen sich zu eigen, was der Liebste mag und denken im "wir". Dein Freund sieht es rein sachlich als potenzielle Last und Quelle für Ärger. Das ist es auch - realistisch!

Wenn Du ihn sehr magst, laß das mit der Katze sein und erspare Dir Demütigungen. Wenn Du Dich aber nach einer Katze sehnst, erfüllt der Mann nicht alle Deine emotionalen Wünsche, und da soll das Tier einspringen. Sei jetzt nicht gekränkt! Ich will das nicht behaupten, sondern nur Denkanstöße geben.

Es ist ganz ähnlich wie mit einem Kind. Du willst eins, Mann sagt: Dann ist es aber Deine Sache! Das funktioniert nicht. Kind oder Katze, es wird zwischen euch stehen und für Zündstoff sorgen - oder für Klarheit, indem Du sehr bald im Zusammenleben merkst, das ist kein Mann für Dich, und eine neue Bleibe für Katzen und Katzenmama suchst. Das kann man vorher alles nicht wissen und nicht planen. Deshalb diese Bedenken aus meiner Erfahrung gesehen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #8
Vielen Dank für die bisherigen Antworten!

Ich bin überrascht, dass mein Freund sich als das größere Problem herauskristallisiert hat. Ich habe deswegen auch noch einmal mit ihm gesprochen. Er wäre bereit die Tiere zu akzeptieren, gewisse Regeln würde er aber schon gerne festlegen, beispielsweise der Klassiker "Schlafzimmer ist katzenfreie Zone". Wäre ich mit einverstanden. Dennoch sollten wir uns intensiver darüber unterhalten, wenn es dann zu eiem Zusammenzug kommt und jetzt die Frage nach Katzen ganz präsent im Raum steht.
Es ist natürlich schwer, so etwas im Forum zu beurteilen, niemand kennt ihn hier ja persönlich. Aber ich weiß, dass er ein sehr, sehr tierlieber Mensch ist. Er selbst lebte als Kind auf einem sehr tierreichen Hof, hat jetzt auch immer noch regelmäig Kontakt zu den Pferden seines Vaters, kümmerte sich teilweise auch um die Katzen seiner Schwester. Ein Graus ist es ihm keineswegs, nur er ist einfach nicht der Katzenliebhaber hoch 3.

Dann vielleicht besser eine andere Frage: Was wäre eine gute Möglichkeit, um ihn an ein Leben mit Katzen heranzuführen bzw. es ihm genauer aufzuzeigen, damit er sich ein richtiges Bild machen kann?

Und: Wie sähe es mit einer Pflegekatze aus? Oder ich als Urlaubsbetreuung für Katzen? Wäre das vorstellbar?
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #9
Also ich würde auch sagen, mit einer katzengerecht gemachten Wohnung ohne Sperrbereiche, einem schönen Catwalk und einem gesicherten Balkon (hast du schon nachgefragt, ob das erlaubt ist?) könntest du ein schönes Zuhause für zwei ruhige Katzen in dem von dir angepeilten Alter bieten :)

Was den Freund angeht... du meinst also eher, es wäre die tierliebe Egal-Variante? Wo Katz einfach mit Traps-Traps-Traps-Maunz-Plumps sich auf seinem Schoß platziert und gestreichelt werden möchte, und er danach die Plüschpopos mehr verwöhnt als du, weil, sie gucken ja so niedlich und so? Und nach einmal Maunzen vor der Tür die Katzen dann ohnehin jede Nacht ins Schlafzimmer dürfen? Dann würde ich da auch kein Problem sehen :cool: Wenn er natürlich auf die Regeln besteht, könnte das möglicherweise etwas schwierig werden - Katzen und Regeln sind so eine Kombination, wo meistens die Katze gewinnt.

Ein paar Gedanken so am Rande wären noch: Wie macht ihr das mit den Katzen, wenn er bei dir übernachtet (du kannst ja dann auch schlecht länger oder mal ein Wochenende zu ihm, wenn die Plüschis erst da sind)? Du hast ja nur ein Zimmer, ihr habt die Katzen dann ja sowieso "im Schlafzimmer", wenn er hier übernachtet. Wär das okay für ihn? (Man bedenke dabei, dass so Dinge wie "Katze sitzt auf seinem Bauch und kotzt" oder "Kater beißt volle Kanne in seinen großen Zeh" durchaus passieren können). Was passiert, wenn Katz in dem Moment, wo sie deinen Freund sieht, beschließt "Das ist jetzt mein Mensch! Kein Widerspruch möglich!" - dann hat er eventuell eine Pattex-Katze im wahrsten Sinne des Wortes am Hals, sobald er nur den Fuß durch die Tür setzt, und die auch nicht auf den Körperkontakt verzichten möchte, wenn er dich mal in den Arm nehmen möchte (passiert hier regelmäßig. Sobald wir uns im Stehen in den Arm nehmen, haben wir Pflegi Lucky am Bein kleben, weil, geht ja nicht, dass wir ohne ihn kuscheln, nein, gar nicht!)

Auch bedenken: Die Wohnungssuche wird mit zwei Katzen nicht leichter :(

Wie sieht es mit "Rennstrecken" für das wilde Durch-die-Gegend-Fetzen aus? Wenn da keine längere freie Strecke da ist, würd ich über eine lange, hohe Kratzsäule wie nachdenken, damit sie eine "Rennstrecke" haben.

Urlaubsbetreuung für Katzen ist meistens im Zuhause der Katze, es sei denn, es ist über mehrere Monate. Der Umzug in ein neues Revier ist nämlich für die meisten Katzen ein ziemlicher Stress und das tut man ihnen besser nicht an, wenn es nicht unbedingt sein muss. Pflegestelle wäre natürlich schon etwas anderes, da hätte er das Katzen-Erlebnis ja live und in Farbe - und die meisten Vereine suchen händeringend nach Pflegestellen. Da wäre bei dir auch der Vorteil, dass du noch keine eigenen Katzen hast, und du deswegen zum Beispiel auch Pflegestelle für eine Einzelkatze werden könntest (die meisten Pflegestellen haben ja schon eigene Katzen, deswegen ist das immer ein wenig kompliziert, da einen Platz zu finden). Wenn du dann noch einen guten Tierschutzverein erwischst, der dir mit Rat und Tat zur Seite steht, einen passenden Pflegling für dich aussucht und vielleicht sogar eine Erstausstattung irgendwo rumliegen hat (du hast ja noch gar nichts für Katzen, wenn ich das richtig verstehe?) dann könnte das sehr gut gehen. Und vielleicht sparst du dir die Suche nach einem passenden Katzenpärchen dann auch :mrgreen:

Wo wohnst du denn? Hier im Forum sind ja einige gute Tierschutzvereine und Pflegestellen vertreten, vielleicht wäre da jemand in der Nähe, mit dem du dich mal unterhalten könntest?
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #10
Ich bin überrascht, dass mein Freund sich als das größere Problem herauskristallisiert hat. Ich habe deswegen auch noch einmal mit ihm gesprochen. Er wäre bereit die Tiere zu akzeptieren, gewisse Regeln würde er aber schon gerne festlegen, beispielsweise der Klassiker "Schlafzimmer ist katzenfreie Zone". Wäre ich mit einverstanden. Dennoch sollten wir uns intensiver darüber unterhalten, wenn es dann zu eiem Zusammenzug kommt und jetzt die Frage nach Katzen ganz präsent im Raum steht.

Das finde ich sehr gut! klar, können wir den Freund hier nicht beurteilen, das wollte ich auch nicht. Aber der Diskussionsbeitrag war nützlich, denn das Sprechen darüber ist ja erst mal das Wichtigste.
Schlafzimmer-Tabu funktioniert bei uns, aber es sind Vier. Einer Einzelkatze würde ich das nicht antun.

Finde ich auch richtig, daß Du eher länger darüber nachdenkst.

Alles andere hat Glasi ja schon gesagt.
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #11
Was wären das denn für Regeln auf die dein Freund besteht?
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #12
Das war doch: Nicht ins Schlafzimmer, oder?
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #13
Sicher ist eine größere Wohnung zum Vorteil, doch meine erste Wohnung die ich hatte, war auch 24 m² ohne Balkon. Dort lebten zwei Tiere.

Natürlich kann ich verstehen, dass dein Freund skeptisch ist und dir eine gewisse Unerfahrenheit bestätigt. Denn er will im Grunde ja keine selbst auferlegte Verantwortung für Tiere. Es muss auch darüber gesprochen werden, ob er dich unterstützt, sei es das Klo zu säubern, Dose aufmachen, Tiere bespassen und Verständnis für dich aufzubringen, wenn es dem Tier/Tieren mal nicht so gut geht. Darüber musst du dir im klaren sein! Du möchtest Tiere, er muss es akzeptieren.

Kommt ihr auf keinen Nenner, musst du es ganz allein entscheiden und es auch bewältigen. Solange wie es da schwammig ist, würde ich drauf verzichten eigene Tiere zu halten.

Vielleicht wäre ja eine Pflegestelle eine Option für dich. Fängst erst an mit einem pflegeleichten Tier und kannst dadurch viele Erfahrrungen sammeln.

lg
Verena

PS. wundert sich gerade, dass hier alle so Wohnungen haben ab 150m² aufwärts.
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #14
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #15
Was wären das denn für Regeln auf die dein Freund besteht?

Die Katzentoilette zu säubern wäre doch eher mein Privileg, aber er würde im Notfall dafür einspringen.
Konkreter wurde er nicht. Ich glaube, er hat auch noch keine konkrete Vorstelleung von einem dauerhaften Zusammenleben mit Katzen. Er meinte, er würde natürlich nicht die Katzen "von sich stoßen", sollten sie zu ihm kommen, aber er wird sich definitiv äußern, sollte ihm etwas missfallen.
So wie ich ihn kenne wird er sich anfangs unterkühlt geben, dann aber später wirklich auftauen und sich mehr beteiligen. So ist es bei ihm eigentlich meistens. Er ist eher der praktische Typ, er muss etwas sehen, etwas Handfestes haben, gedankliche Vorstellungen sind ihm zu vage.

Was mich schon einmal gefreut hat, war die Aussage, dass Katzen ohne absicherbaren Balkon oder Terrasse nicht in die Tüte kommen. Er ist der Ansicht, dass Katzen nicht auf diese Naturreize verzichten sollten. Bin ich voll seiner Meinung! :)


Und zu @Glasi:
Rennstrecke wäre gegeben, sowohl gerade aus ab dem Flur bis zur Balkontür oder aber auch Flur und dann im Bogen durchs ganze Wohnzimmer bis zur Küchenecke dürfte da schon herumgeflitzt werden.
Und ja, die Idee mit der Pflegekatze gefällt mir gut. Einrichtung für Katzen habe ich noch keine, dürfte aber einfach zu beschaffen sein, am schwarzen Brett meiner Uni werden u.a. relativ viele Kratzbäume angeboten (gut, was davon noch tauglich ist, muss noch überprüft werden). Ansonsten wäre ich bereit da selbst einiges zu invenstieren, im Optimalfall findet es ja später weitere Verwendung.
Ich komme aus Leipzig und ja, hier gibt es wirklich einige Tierheime in Leipzig und Umgebung.

Eine andere Idee wäre noch freiwillige Arbeit im Tierheim. Als erste Schritt für mehr "Katzenkontakt". :p Also bisher nur als Grobentwurf, habe mich noch nicht informiert. Allerdings habe ich Angst vor Hunden und bin mir unsicher, ob es nicht ein wenig albern wirkt, wenn ich ausschließlich bei den Katzen behilflich sein möchte?

Vielen Dank noch einmal für die vielen Antworten und eure Mühe! :)
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #16
Da ist doch Dein Männe gar kein übler Typ, das finde ich schön! Hauptsache, man spricht drüber und nimmt den anderen mit seinen Gedanken auch ernst. Und wenn er über Balkonsicherung spricht, ist er doch schon ganz auf Deiner Seite.
Deine anderen Ideen finde ich super!
Wäre es nicht möglich, daß Du im Tierheim sogar die Angst vor Hunden verlieren könntest?
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #17
Ich finde so auf die Ferne ist das natürlich überhaupt nicht einzuschätzen...
Ich meine, es gibt da so unterschiedliche Typen von Menschen. "Sind dann aber Deine Katzen" kann irgendwie alles bedeuten.

Bei UNS bedeutete es: "Ja, wenn hier zwei Katzen einziehen stört es mich nicht. Aber Klo und Futter sind Deine Angelegenheit. Da habe ich einfach keine Lust drauf. Und ja, ich weiß die Tiere machen auch mal was kaputt und Du wirst die Wohnung in einen Catwalk verwandeln. Alles ok, solange sie nicht im Bett schlafen und ich im Normalfall keine Arbeit mit ihnen habe."
Außerdem hatte mein Freund zugestimmt in den Zeiten, zu denen ich beruflich unterwegs sein muss der "Katzensitter" zu sein.

Das ist natürlich was anderes als: "Ja, ich hasse Katzen nicht und sie dürfen mit in die Wohnung, aber wehe ich finde hier ein Haar der Drecksfiecher."

Ich denke, man muss da genau herausfinden, was eher zutrifft.

Nebenbei bemerkt ist es bei uns mittlerweile so, dass mein Freund den Beutel des LitterLockers raus bringt, die Katzen häufig am Wochenende morgend füttert, da er früher auf steht als ich, beim Abfüllen des Barfs hilft und Mailo nicht mehr Mailo heißt, sondern jetzt SEIN Kater ist.
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #18
Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen.

Ich frage mich, ob dir folgendes bewusst ist: Du und dein Freund wohnen ja noch nicht zusammen. Ich weiß ja nicht, wie oft du und dein Freund sich sehen. Aber hast du auf dem Schirm, dass du deine Katzen jeden Morgen füttern müsstest? Ich meine nur wegen der Übernachtungen beieinander und so...

Wenn man - wie offenbar dein Freund - so gar keinen Bezug hat zu Katzen, kann alles recht schwierig werden. Ich mochte Katzen nie, bis ich in WG's zwangsläufig mit welchen zusammen leben musste. Ich hatte anfangs z.B. auch einfach einen Mordsrespekt vor ihnen. Sie ticken ja auch ganz anders als Hunde (mit denen ich aufgewachsen bin). Irgendwann liebte ich sie dann. :mrgreen:

Ich denke einfach, da kann einiges an Konfliktpotenzial zwischen dir und deinem Freund entstehen. Ich würde mit der Katzenanschaffung vermutlich eher warten bis ihr zusammen lebt...
 
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #19
Und deswegen die Frage an die Community: Wie beurteilt ihr meine Situation? Geht gar nicht? Natürlich wäre es im letzteren Fall eine Enttäuschung für mich, aber ich will doch auch nicht einem Tier im "schlimmsten" Fall 4 Jahre lang so eine Lebenssituation zumuten.

Wie auch immer die Meinungen ausfallen, ich bedanke mich bereits für alle Antworten! :)

Also machbar ist es sicherlich. Ich lebe mit zwei Jungkatzen in einer 30m² und 2-3 m² gesicherten Balkon und kann dir sagen eine Zeit lang geht es jedoch nicht für die Ewigkeit. Du bist noch jung also wird das sicher nicht deine letzte Wohnung sein. ;-)

Ich war ebenfalls Katzenanfängerin als ich meine zwei bekommen habe. Hatte vorher 0 Erfahrung was Katzen angeht (nur in Fachbücher eingelesen) und trotzdem habe ich es geschafft, obwohl sie damals Kitten waren.
Sicher ist es alles andere als optimal und für die Katzen nicht das Beste, das sollte dir klar sein.

Ich lese aus deinen Zeilen heraus, dass dir das Katzenwohl mehr am Herzen liegt, in dem Fall würde ich dir raten abzuwarten bis du was größeres hast, weil in einer kleinen Wohnung wirst du sie sicher nicht zu 100% glücklich machen können. Es ist ein Kompromiss und sowohl die Katzen als auch der Halter müssen sich in so einer Situtation anpassen und zurückstecken.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ist es machbar - oder eher nicht? Beitrag #20
P.S.: Problematisch ist es auch schon, dass dein Freund keine Katzen im Bett haben will. Holst du dir nun erstmal 2 Katzen in neue 37 qm große Wohnung, so müssen sie zwangsläufig mit ins Bett dürfen. Denn entweder ist diese Wohnung eine Einraumwohnung. Das lässt sich gar nicht verhindern. Oder die 37 qm sind eine Zweiraumwohnung. Dann wäre es für die Katzen nicht gut, wenn sie auf eh schon so kleinem Raum, nicht in alle Zimmer dürften.

Und sie später was das Bett angeht noch umgewöhnen zu wollen, wenn ihr mal zusammen zieht... Hm...Schwierig!
 
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