Wohnungskatze die Freiheit geben ?

Diskutiere Wohnungskatze die Freiheit geben ? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Unser kastrierter Kurzhaarkater Elvis (3 Jahre alt) verhält sich in mancher Hinsicht anders wie sein Bruder Lu (aus dem gleichen Wurf). Während Lu...
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #1
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Akraktius

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Unser kastrierter Kurzhaarkater Elvis (3 Jahre alt) verhält sich in mancher Hinsicht anders wie sein Bruder
Lu (aus dem gleichen Wurf). Während Lu eine angepasste Wohnungskatze ist, registrieren meine Frau und ich bei Elvis einen grösseren Drang nach Freiheit (eine Nachbarin, die selbst Wohnungskatzen besitzt, nennt ihn deshalb auch eine Drangkatze). Einmal ist er schon ausgebüchst und einmal sprang er vom Balkon auf
ein Markisendach ohne Verletzungen. Neuerdings miaut er intensiv an der Wohnungstür, weil er ins Treppenhaus will. Ich glaube, er leidet unter seinem Dasein als Wohnungskatze. Er ist aber so aufgewachsen, wir bekamen ihn direkt aus dem Wurf nach der Entwöhnung. Wir wohnen im ersten Stock,
ein Auslauf ist nicht möglich und für eine unerfahrene Wohnungskatze zudem nicht ungefährlich (Strasse vor dem Haus). Kann man einer mehrjährigen Wohnungskatze überhaupt noch die Freiheit schenken ? Manchmal
geht meine Frau mit den Katzen an der Leine in den Garten. Das ist für Elvis nicht ausreichend. Was rät uns das erfahrene Forum in dieser Situation - wie sollen wir mit ihr umgehen ? Ist ein Ausgleich für Elvis möglich,wenn schon die Freiheit nicht winkt ?:roll:
 
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #2
Unser kastrierter Kurzhaarkater Elvis (3 Jahre alt) verhält sich in mancher Hinsicht anders wie sein Bruder
Lu (aus dem gleichen Wurf). Während Lu eine angepasste Wohnungskatze ist, registrieren meine Frau und ich bei Elvis einen grösseren Drang nach Freiheit (eine Nachbarin, die selbst Wohnungskatzen besitzt, nennt ihn deshalb auch eine Drangkatze). Einmal ist er schon ausgebüchst und einmal sprang er vom Balkon auf
ein Markisendach ohne Verletzungen. Neuerdings miaut er intensiv an der Wohnungstür, weil er ins Treppenhaus will. Ich glaube, er leidet unter seinem Dasein als Wohnungskatze. Er ist aber so aufgewachsen, wir bekamen ihn direkt aus dem Wurf nach der Entwöhnung. Wir wohnen im ersten Stock,
ein Auslauf ist nicht möglich und für eine unerfahrene Wohnungskatze zudem nicht ungefährlich (Strasse vor dem Haus). Kann man einer mehrjährigen Wohnungskatze überhaupt noch die Freiheit schenken ? Manchmal
geht meine Frau mit den Katzen an der Leine in den Garten. Das ist für Elvis nicht ausreichend. Was rät uns das erfahrene Forum in dieser Situation - wie sollen wir mit ihr umgehen ? Ist ein Ausgleich für Elvis möglich,wenn schon die Freiheit nicht winkt ?:roll:

Zu allererst Mal solltet ihr euren Balkon Katzensicher machen..... damit so was wie auf ein Dach springen nicht mehr passiert!

Ich würde ihn dann so oft wies geht auf den Balkon lassen und ich denke auch dass das mit der Leine eine gute Lösung ist....

Geistig auslasten kannst du ihn mit einem Fummelbrett und Clicker Training....

Was für eine Rasse sind die Zwei denn?
 
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #3
ich glaube, eine richtig gute und befriedigende Lösung gibt es gar nicht. Aber das Problem kenne ich. Was spricht denn dagegen, Elvis auch täglich zusätzlich einen Spaziergang im Treppenhaus zu ermöglichen? Meine beiden gehen täglich im Treppenhaus spazieren. Manchmal kommen sie nach ein paar Minuten wieder zurück und manchmal dauerts halt auch eine Stunde. Aber es ist eine hochwillkommene Abwechslung für die Katzen. Sie stehen auch vor der Türe und jammern. Aber Freigänger können Sie aus den gleichen Gründen (Straße etc.) nicht werden. Ich habe ihnen zusätzlich ein Außengehege im Garten bauen lassen und einen Catwalk im Wohnzimmer unter der Decke montiert, zusätzlich haben sie in der Wohnung verteilt vier Kratzbäume mit Klettermöglichkeit. Sie brauchen eben auch die Möglichkeit zu jagen, springen, laufen, klettern und dafür müssen wir sorgen. Balkon Katzen sicher und dort ein kleines Wohlfühlparadies draus zu machen ist schon mal ein Anfang und die Idee mit dem Spazieren gehen an der Leine finde ich auch nicht schlecht. Wiese zum schnupperen? Sträucher u.ä.? Allerdings müsst ihr das dann auch regelmäßig machen. Aber deiner Katze Freigang zu geben, obwohl sich die äußeren Umstände nicht geändert haben????? Ihr findet bestimmt auch Beschäftigung für euch und eure Katzen. Rausgehen möchten ja fast alle Katzen liebend gerne und es liegt an uns, Alternativen zu schaffen. Andere Umgebung wie Treppenhaus, Balkon und Spaziergang draußen ist da ein guter Ansatz und wie ich finde, ein Ausgleich den ihr sucht.
 
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #4
Das mit dem Treppenhaus ist ja gar keine so schlechte Idee, aber hier z.B. würde dass gar nicht gehen, wir sind 6 Parteien im Haus und die Haustüre geht ständig auf und zu, da würde doch mal eine der Katzen entwischen...
 
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #5
Hallo BellasMama,

danke für den Hinweis mit dem Clickertraining. Zur Frage: Wir haben die Kätzchen damals privat bei einer
Bekannten erworben. Den Begriff "Gemeine Hauskatze" gibt es ja nicht. Wenn ich mir die Kurzhaarrassen auf
Wikipedia ansehe, sehen sie den "Snowshoes" wohl am ähnlichsten.
 
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #6
Nochmals Hallo,
auch ein Hallo an Bellas Mama,
ja, stimmt natürlich mit dem Entwischen. Aber ich sehe es tatsächlich unter dem Gesichtspunkt "Zeit mit meinen Katzen verbringen". Ich lebe auch in einem 9 Personen Haus, im Erdgeschoss. Wenn ich einen Hund hätte, müsste ich mit dem auch mehrmals am Tag raus und so bleibe ich einfach unten im Treppenhaus stehen und schaue, dass wenn jemand kommt, meine Katzen nicht in der Nähe sind, d.h. irgendwo oben rumstreunen. Wenn sie unten sind, nehme ich sie einfach kurz auf den Arm (besser gesagt klemme sie drunter). Klappt alles ganz gut, man muss sich halt die Zeit nehmen (und natürlich auch haben). Macht aber irgendwie Spaß. Meine Katzen kommen von Zeit zu Zeit gucken, ob ich noch da bin, rennen dann wieder hoch, kommen zurück, schauen übers Gelände und rufen schon mal. Wenn ich reingehe kommen sie allerdings sofort, hören sie immer.
Wäre also auch eine Alternative fürs "an der Leine spazieren gehen" bei schlechtem Wetter.
Viel Spaß
 
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #7
Hallo BellasMama,

danke für den Hinweis mit dem Clickertraining. Zur Frage: Wir haben die Kätzchen damals privat bei einer
Bekannten erworben. Den Begriff "Gemeine Hauskatze" gibt es ja nicht. Wenn ich mir die Kurzhaarrassen auf
Wikipedia ansehe, sehen sie den "Snowshoes" wohl am ähnlichsten.

Also hast du zwei hübsche Wald und Wiesen Kater? ;-) Ist der Balkon nun abgesichert?

Nochmals Hallo,
auch ein Hallo an Bellas Mama,
ja, stimmt natürlich mit dem Entwischen. Aber ich sehe es tatsächlich unter dem Gesichtspunkt "Zeit mit meinen Katzen verbringen". Ich lebe auch in einem 9 Personen Haus, im Erdgeschoss. Wenn ich einen Hund hätte, müsste ich mit dem auch mehrmals am Tag raus und so bleibe ich einfach unten im Treppenhaus stehen und schaue, dass wenn jemand kommt, meine Katzen nicht in der Nähe sind, d.h. irgendwo oben rumstreunen. Wenn sie unten sind, nehme ich sie einfach kurz auf den Arm (besser gesagt klemme sie drunter). Klappt alles ganz gut, man muss sich halt die Zeit nehmen (und natürlich auch haben). Macht aber irgendwie Spaß. Meine Katzen kommen von Zeit zu Zeit gucken, ob ich noch da bin, rennen dann wieder hoch, kommen zurück, schauen übers Gelände und rufen schon mal. Wenn ich reingehe kommen sie allerdings sofort, hören sie immer.
Wäre also auch eine Alternative fürs "an der Leine spazieren gehen" bei schlechtem Wetter.
Viel Spaß

Also mir wäre das Ganze trotzdem mehr als zu gefährlich, aber dass muss jeder für sich selber entscheiden...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #8
Das Problem hatten wir hier auch... Wir holten Minka als Partnerin dazu. Nach einem dreivierteljahr stand Mikesch wieder vor der Wohnungstür.

Gott sei dank wohnen wir im Erdgeschoss und haben einen schönen grünen Innenhof, sodass wir ihnen nun gesicherten Freigang anbieten können (wenn ein Nachbar nicht gerade die kellertüren auflässt).
Seit einem Jahr sind unsere jetzt glückliche Freigänger. Aber ohne den Innenhof hätten wir auch ein Problem gehabt. Mikesch kam mit 7 Jahren zu uns, er war immer Wohnungskater und lebte eigentlich immer alleine in einer zugemüllten Wohnung. Dass der so nach Freigang verlangt, hätte ich nicht erwartet. Das Rausgehen mit Leine hat es nur schlimmer gemacht. Kaum waren wir wieder drin, wurde noch mehr genervt... :(
 
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #9
Wir überlegen derzeit das Gleiche.
Wir haben unsere püppi für den Julius geholt. Der hatte eine Winterdepression und püppi hat ihm wieder Leben gegeben. Allerdings ist er ein Freigänger und ist jetzt wieder viel draussen. Aber sie ist eine wohnungskatze und noch kein Jahr alt. Sie kennt es draussen nicht. Und sie ist so extrem verspielt, dass sie auf keinerlei Gefahr achtet. Sie will unbedingt raus und schreit immer rum. Den Balkon haben wir schon gesichert und schön gemacht und drei kratzbäume hat sie auch. In den Keller und ins Treppenhaus kann sie auch mal mit. Aber trotzdem will sie raus und mache eine Menge Theater.
Aber ich habe wirklich bedenken, dass das gut geht. Die ist noch so verrückt. Von der Umgebung her geht es halbwegs. Unser vorheriger Kater war auch draussen. Aber die katzendame, die wir dazu hatten, die wurde vom Auto überfahren.
Wie soll man einer unerfahrenen teene- Katze beibringen, das Autos gefährlich sind?
Mein Freund sagt immer, dass sie es sehr gut hat bei uns und das alles besser als Tierheim ist. Aber mir tut es schon sehr leid.

Schwierige Sache!

Tigertulpe
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #10
Hallo,
mich hat das Thema mit rauslassen oder nicht auch lange umgetrieben. Letztendlich hat die Katze sich durchgesetzt, nehme an das ist irgendwie auch Typsache und hängt davon ab wieviel Energie die Katze hat. Wir haben glücklicherweise einen schönen Hinterhof; ich hoffe mein Kleiner verlässt ihn nicht ... wenn er nicht wiederkommen würde ... schauder....


Du kannst meine Erfahrungen gerne nachlesen unter:

Grüsse von der Tarzankatze
 
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #11
Wir überlegen derzeit das Gleiche.
Wir haben unsere püppi für den Julius geholt. Der hatte eine Winterdepression und püppi hat ihm wieder Leben gegeben. Allerdings ist er ein Freigänger und ist jetzt wieder viel draussen. Aber sie ist eine wohnungskatze und noch kein Jahr alt. Sie kennt es draussen nicht. Und sie ist so extrem verspielt, dass sie auf keinerlei Gefahr achtet. Sie will unbedingt raus und schreit immer rum. Den Balkon haben wir schon gesichert und schön gemacht und drei kratzbäume hat sie auch. In den Keller und ins Treppenhaus kann sie auch mal mit. Aber trotzdem will sie raus und mache eine Menge Theater.
Aber ich habe wirklich bedenken, dass das gut geht. Die ist noch so verrückt. Von der Umgebung her geht es halbwegs. Unser vorheriger Kater war auch draussen. Aber die katzendame, die wir dazu hatten, die wurde vom Auto überfahren.
Wie soll man einer unerfahrenen teene- Katze beibringen, das Autos gefährlich sind?
Mein Freund sagt immer, dass sie es sehr gut hat bei uns und das alles besser als Tierheim ist. Aber mir tut es schon sehr leid.

Schwierige Sache!

Tigertulpe
Ich könnte mir Vorstellen das Püppi ganz einfach schrecklich unterfordert und Einsam ist, jetzt wo Julius wieder viel draussen ist. Sie braucht mehr Beschäftigung und wenn sie nicht raus soll eine weitere Wohnungskatze (gleiches Alter, gleiches Geschlecht, gleicher Charakter).
 
  • Wohnungskatze die Freiheit geben ? Beitrag #12
Das Rausgehen mit Leine hat es nur schlimmer gemacht. Kaum waren wir wieder drin, wurde noch mehr genervt... :(

Die Erfahrung haben wir mit unserem Sternenkáter auch gemacht und unser Tierarzt hat uns damals davonabgeraten ihn zu oft und zu regelmäßig mit runter zu nehmen .

Ich rate euch da auch mehr dazu die Wohnung katzengerechter zu machen , das Treppenhaus in einem Mehrfamilienhaus wäre mir auch zu gefährlich , da fehlten mir die Nerven .
Ich habe auch 2 Wohnngskater und dementsprechend sieht es hier aus .
Vernetzter Balkon , hohe Kratzbäume und die die Möglichkeit über die Schränke zu kettern .
Burgen aus alten Pappkisten , Kiste mit Toirollen , 1 mit Seidenpapier und großen Nüssen , Kastanien und jede Menge Spielzeug .

Ich würde ihnen , angepasst an eure Arbeitszeiten feste Spielzeiten mit euch anbieten das sie etwas haben mit Regelmäßigkeit .

Ich könnte mir Vorstellen das Püppi ganz einfach schrecklich unterfordert und Einsam ist, jetzt wo Julius wieder viel draussen ist. Sie braucht mehr Beschäftigung und wenn sie nicht raus soll eine weitere Wohnungskatze (gleiches Alter, gleiches Geschlecht, gleicher Charakter).

Da kann ich nur zustimmen und das ist der Grund warum wir zu unseren Wohnungskatzen keine Freigänger dazu nehmen würden , oder eben auch andersrum .
 
Thema:

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