Ihr solltet vielleicht auch eines bedenken... Katzen möchten immer da sein, wo auch Dosi ist oder zumindest die Möglichkeit haben. Beispiel: Lucky pennt halb komatös im Schlafzimmer (ihr wisst schon, dieser Zustand, wo die Katz selig schlummert und nichts, aber auch gar nichts mitbekommt, bis panische Dosi mit Schnappatmung sie anfängt zu rütteln, woraufhin die Katze dann mit verwirrtem Gesichtsausdruck aufblickt, weil, es war ja nichts?). Ich sitze im Wohnzimmer. Hm, könnte mal lüften. Also Türe zu damit das Maunz nicht doch der Versuchung der großen Freiheit erliegt und das offene Fenster entdeckt. Ich schwöre, jedes Mal, und wirklich genau jedes Mal, wenn ich die Tür zumache, fangen die pelzigen Öhrchen an zu zucken und das Tier wacht auf, um die zehn Minuten Lüftungszeit schmollend und mit empörtem Gesichtsausdruck auf der anderen Seite der Glastüre zu sitzen. Weil. Das. Geht. Ja. Nicht.
Sobald ich fertig bin mit lüften und die Tür wieder aufmache, guckt er mich an, wirft mir einen höchst empörten Blick zu, dreht sich um und trabt wieder ins Schlafzimmer, um sich dort aufs Bett zu werfen und weiterzuschlafen. Weil: Es geht ums Prinzip!
Finde ich das toll? Nö. Aber das Zusammenleben mit unseren Felltieren ist halt, wie in jeder WG eigentlich, Aushandlungssache. Und eure Katzen machen euch gerade sehr klar, dass sie mit der momentanen Situation aus irgendeinem Grund wirklich nicht zufrieden sind. Da sie leider nicht reden können, müsst ihr halt ausprobieren, was genau es ist, das sie so stört, indem ihr ein paar Sachen, die im Moment so sind, ändert und seht, wie sie darauf reagieren. Wenn ihr das herausgefunden habt, könnt ihr euch überlegen, wie ihr die Situation so ändern könnt, dass die pelzigen und die nicht-pelzigen Beteiligten damit klarkommen.
Ob dir das objektiv jetzt wie "viele Regeln" vorkommt oder nicht, ist eigentlich unwichtig. Denn: Jede Katze ist anders, genauso wie jeder Mensch anders ist, und sie alle kommen mit unterschiedlichen Dingen zurecht oder nicht zurecht. Merkt man doch auch hier im Thread - du findest es schlimm, wenn die Katzen auf der Arbeitsfläche in der Küche sitzen. Viele andere hier nicht. Du magst keine Katzen im Schlafzimmer und an der Couch kratzend haben - ich habe zwei Pelzterroristen im Schlafzimmer und Lucky hat seine Krallen auch schon genüsslich in die Couch geschlagen (nicht, dass er es dürfte, aber... :roll: Weißt ja, wie das ist!) Genauso gibt es manche Katzen, die sich glücklich irgendwo anders in der Wohnung einrollen, wenn sie nicht zu Dosi ins Schlafzimmer dürfen... und manche schieben dann Terror ohne Ende, weil sie es so schrecklich finden. Verstehst du, was ich meine?
Beispiel: Hier hüpft mir niemand auf die Arbeitsflächen - nicht, weil sie nicht wollen würden, sondern weil sie nicht können. Das finde ich sehr praktisch, und die beiden Kerls stört es nicht. Dafür können wir aber keinen der beiden aus dem Schlafzimmer aussperren, weil sonst das Gebrüll im wahrsten Sinne des Wortes sehr, sehr groß ist und wir alle viere absolut keinen Schlaf finden würden. Also dürfen die beiden ins Schlafzimmer und wir müssen damit leben, morgens angebrüllt oder an der Nase abgeschleckt zu werden, nicht zu vergessen die Gelegenheiten, zu denen wir in einem Mensch-Mensch-Katze-Sandwich aufwachen. Finde ich das manchmal unpraktisch? Ja, klar. Ist mir aber lieber, als zwei unglückliche Katzen zu haben (und es ist auch sehr niedlich manchmal

). Dasselbe mit der Klosituation... wir haben hier 2 XXXL-Klos und ein normales, alle drei nicht unbedingt an so praktischen Orten. Aber eines weniger finden sie beide doof, und einer fängt dann auch an zu pieseln, weil er es so schlimm findet. Also haben wir unsere drei Klos und wir haben uns damit arrangiert. Eines mehr fänden die beiden Jungs sicher noch besser, aber das wäre mir dann zu viel (außer zu den Gelegenheiten, wo wir Besuch haben - dann gibt es ein zusätzliches Klo im Schlafzimmer. Dass das nötig ist, hat Sirius uns auch in der feuchten Variante erklärt :roll: ).
Also: Probiert erst einmal aus, was es ist, das die beiden so stört. Dann könnt ihr herausfinden, was ihr ändern könnt/sollt/müsst, und eine Lösung suchen, die für euch alle funktioniert.