Das kann man ohnehin nur, wenn bereits 2 Katzen vorhanden sind. Hat mir nur 1, wird es fast unmöglich, weil gar keiner weis, wie diese Katze, bzw dieser Kater mit anderen umgeht. Raufverhalten kann man, wenn überhaupt, nur einschätzen, wenn man es sieht.
lg Juli
Ich mache mich einmal unbeliebt. Mein Findelkind Lucy ist als Einzelkatze aufgewachsen.
(Zuerst hatte sie grosse gesundheitliche Probleme, also habe ich mich zuerst darum gekümmert. Als sie Fit war hatten wir Schwierigkeiten ein Gegenstück zu finden, sie war also fast ein Jahr alt bis Lilly hier einzog.)
Trotzdem konnte ich Lucy zu 100% einschätzen. Ich wusste genau wie sie sich verhalten würde wenn ein "Eindringling" kommt. Ich habe mich einfach viel mit ihr beschäftigt, auch gerauft. Sie fand das toll. Lucy war einfach ein Sonnenschein, klar, sie konnte fauchen, danach wusste sie aber nicht weiter und hat dumm geschaut. Also habe ich eine Katze gebraucht die absolut gelassen auf Lucys Imponiergehabe reagiert und bestens sozialisiert ist, da Lucy das überhaupt nicht war.
Ich habe Lilly gefunden. Scheu, ängstlich, bestens sozialisiert und einfach nur lieb. Das Problem, dass die PS über 300km entfernt war, stellte sich als keines heraus.
Nach kurzer seperation und sehr viel neugierde von Lucy was sich hinter der Türe abspielt, wurde diese geöffnet.
Wie hat Lucy reagiert, kurz gefaucht, mal geknurrt, wieder gefaucht, dumm geschaut. Lilly saß nur da. Gut, ich bin gegangen und habe sie machen lassen. Nach kurzer Zeit war das Eis gebrochen und ich hatte hier zwei beste Freundinnen auf Lebenszeit. Es wurde, von Lucys Seite, nie wieder gefaucht. Lilly habe ich sowieso noch nie fauchen hören. Gekuschelt wurde natürlich auch gerne.
Leider wollte es das Schicksal anders und Lucy ist mit nur 2 Jahren gegangen. (Ich habe die größeren gesundheitlichen Probleme Eingangs erwähnt)
Also stand ich wieder bei 0. Ich wusste, das Lilly absolut unbeeindruckt bleibt wenn sie mal angespuckt wird. Mit dem Wissen sind wir (am Nachmittag von Lucys Todestag!) ins
Tierheim.
Da saß sie, ein kleiner Sonnenschein, erst seit dem Tag aus der Quarantäne entlassen, hat sich vom gezeter der Gruppe nicht beeindrucken lassen und ca ein Jahr alt. Perfekt.
Eine Woche später durfte Lea einziehen. Wir wollten sie auch kurz separieren aber Lilly fand den maunzenden Korb so interessant, wir haben es darauf ankommen lassen.
Was war? Nix. Zwei Katzen die sich angegurrt haben und gemeinsam das Haus erkundet haben. Kurze Zeit später haben sie auch schon gekuschelt.
Bis heute, 9 Monate später, kein gefaucht. Geht einem der andere auf den Keks geht man (Lilly) oder es gibt einen Pfotenhieb auf den Kopf (Lea).
Ich weiß, das ich in beiden Fällen absolutes Glück hatte. Es liegt auch zu 99% daran, das Lilly einfach zurücksteckt und es ihr nichts ausmacht die 2. Geige zu spielen.
Wieso sollte ich noch eine dritte Katze aufnehmen wenn die beiden perfekt harmonieren ;-)?