Hallo ihr Lieben,
ich bin neu hier, weil ich mir einen Rat erhoffe, von Menschen, die sich ein wenig auskennen und vor allem Verständnis für sorgende Katzenmamis haben.
Kurz zu uns:
Mein Perser-Schatz Nelly, 13,5 Jahre, seit vielen Jahren herzkrank (HCM glaube ich, Herzmuskel ist verdickt und verändert sich stetig) bekommt seit Jahren ein Herzmittel und entwässert täglich, damit die Lunge nicht voll läuft. Ist bzw. war die letzten Jahre gut drauf, hat ordentlich ihre Tabletten genommen (mit der Gimpet Multipaste) und hatte Spaß am Leben.
Vor 2 1/2 Wochen hat sie sich an einem Grashalm verschluckt, der im Hals stecken blieb. Nach vielen Versuchen ihn irgendwie zum rutschen zu bewegen, bin ich mit ihr zum Tierarzt (was sie sehr hasst und sie sehr aufregt). Der musste eine Endoskopie machen, d.h. auch Narkose. Ich habe meine Bedenken wegen Herz etc. geäussert, aber man sagte mir, man hätte keine Chance, die Schleimhäute seien schon angeschwollen und das würde von alleine nicht rauskommen. Die Narkose hat sie im ersten Step gut verpackt, zu Hause war sie wackelig, aber munter. Am Abend und in der Nacht hat sie dann stark abgebaut, saß apathisch in der Ecke und nichts ging mehr. Bin dann wieder mit ihr zum Tierarzt, der Fieber feststellt und Schmerzen an der Blase. Die Blase war total voll. Da sie nicht alleine Wasser lassen wollte, bekam sie einen Katheder.
Sie hat dann ein paar Tage wenig bis nichts gefressen, klar der Hals tat ja auch weh.
Gerade als sie wieder Appetit bekam, nach ca. 5 Tagen, ging es plötzlich wieder bergab mit ihr. Sie fing an zu niesen und es ging ihr nicht gut. Wieder Tierarzt, der stellte Wasser in der Lunge fest, Lungenentzündung und Erkältung, Schnupfen. Danach jeden Tag Tierarzt, Antibiotikum, Entwässerung, Schmerzmittel, Aufbaumittel, Lebermittel, etwas Flüssignahrung, etc.
Die Lunge hat sich schnell erholt, der Schnupfen ist noch immer da, wird jedoch m.E. etwas besser.
Da sie nichts riecht, will sie natürlich auch nicht fressen. Sie scheint aber Hunger zu haben, kommt morgens, leckt ein paar Mal und geht dann wieder. Nachmittags das selbe Spiel. Zwischendurch nimmt sie Leckerchen und Paste, dann wieder nicht. Ihre Medikamente (Herz, Entwässerung, AB und was für den Schnupfen), gebe ich entweder mit der Paste oder per Spritze.
Ich mache mir jetzt Sorgen bezüglich der Leber. Der Tierarzt sprach an, dass wir aufpassen müssen, dass die Leber nicht verfettet und wenn sie weiter nicht frisst, müsste man eine Nasensonde zur Zwangsernährung legen. Blutwerte sind das letzte Mal vor 2 Wochen genommen worden, nach der OP. Da war alles ok, ausser der Herzwert.
Ich bin hin- und hergerissen und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Nelly hat große Angst beim Tierarzt und hat in den letzten 2 Wochen echt viel durchgemacht. Wenn es soweit kommt, soll man ihr in ihrem Alter noch das mit der Sonde antun? Macht das Herzchen das alles noch mit? Ich möchte doch, dass sie ein schönes Leben hat und ihre Zeit genießt. Was sie im Moment auch macht, soweit ich das beurteilen kann. Geniesst das Liegen in der Sonne und lässt sich ausgiebig kuscheln.
ich bin auch schon ganz mitgenommen, schlafe seit 2 Wochen kaum und sage um mich herum alles ab, was ich absagen kann, damit sie nicht so viel allein ist. Viele haben dafür so gar kein Verständnis.... bin ich so unnormal oder übersensibel?
Sorry, ist sehr lang geworden, liegt man meiner Frustration im Moment. :-(