Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015

Diskutiere Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich habe mich hier erst ganz neu angemeldet, weil ich gerade total verzweifelt und traurig bin :(. Ich bin total fertig und möchte euch einfach...
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Minzplaetzchen

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Ich habe mich hier erst ganz neu angemeldet, weil ich gerade total verzweifelt und traurig bin :(. Ich bin total fertig und möchte euch einfach mal ein wenig erzählen, was passiert ist :(

Ich musste gestern nach 11 Jahren meine geliebte Katze Lucy einschläfern lassen. 11 Jahre lang war sie immer an meiner Seite, sie war so eine liebe, gechillte Katze, und wir hatten so eine enge Beziehung. Insgesamt 3x ist sie mit mir umgezogen, damals in meiner WG in Studienzeiten kam sie 2004 als 5 Monate altes Mäuschen zu uns, nach dem Tod meines Vater ist sie 2006 erst kurz mit mir zu meiner Mutter gezogen und ein halbes Jahr später in eine neue WG. Seit 2010 haben wir "allein" gewohnt sozusagen, in einer 2-Zimmer-Wohnung mit Balkon, den Lucy über alles geliebt hat. Sie hat jedoch nie versucht abzuhauen, sondern hat sich lieber stundenlang im Liegestuhl gesonnt - ein Sicherheitsnetz war nie nötig.

Wir hatten sogar eine Zeit lang (so 2008/2009) eine zweite Katze, Fränzi, ein kleiner schwarzer Teufel, die jedoch Leukose hatte (was wir nicht wussten) und nach 2 Jahren gestorben ist. Fränzi hat Lucy sehr gebraucht, Lucy hat Fränzi mehr geduldet, war aber immer ein wenig auf sie eifersüchtig und hatte es lieber, mich als ihren Menschen für sich alleine zu haben. Das war der Grund, warum wir nach Fränzis Tod nicht noch einmal eine zweite Katze dazu geholt haben.

Lucy hatte schon von jungen Jahren an einen Herzfehler, sie hatte immer ein "Herzgeräusch" beim Abhören, das Herz war nicht besonders stark, der Herzmuskel verdickt und sie musste seit Jahren schon Tabletten nehmen. Angemerkt hat man ihr die Erkrankung nie, aber ich hatte mich schon immer darauf vorbereitet, dass Lucy vielleicht nicht sooooo alt wird (die Katze meines Onkels ist 18 Jahre alt geworden zum Beispiel) - jetzt merke ich, man kann sich NIE vorbereiten :(

Vor 1-2 Wochen ist mir aufgefallen, dass sie plötzlich weniger frisst und auch öfters erbrochen hat. Sie hatte jedoch schon immer mal Phasen gehabt, wo sie zu hastig gegessen und anschließend ihr Futter wieder erbrochen hat, daher habe ich mir noch keine allzu großen Sorgen gemacht. Doch dann fiel mir auf, dass sie wirklich bedeutend weniger gefressen hat. Zuerst habe ich immer meinen Freund zur Schecke gemacht, ob er ihr zwischendurch zu Fressen gegeben hätte (sie hatte immer ein wenig Gewichtsprobleme und ich habe schon auf regelmäßige und auf sie abgestimmte Portionen geachtet), doch das hat er verneint. Und als mir klar war, dass sie wirklich zu wenig frisst, bin ich mit ihr sofort zum Tierarzt (das war letzten Dienstag). Erst dachte ich, sie hätte vielleicht eine Entzündung im Maul. Doch der Tierarzt hat sie abgetastet und sagte "da ist was im Bauch" und ich meinte erst noch "oje Lucy was hast du gefressen?". Er hat sie dann geröngt und dann hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Er meinte, da ist etwas großes im Bauch, was da nicht hingeghört und er tippt auf einen Tumor :(. Er hat dann noch einen Ultraschall gemacht, konnte aber auch nicht sehen, woher dieser Tumor genau kommt. Lucy lag da auf dem Tisch auf dem Rücken, hat alles über sich ergehen lassen und mich mit großen Augen angeschaut :eek:. Sie hat sich sowieso NIE gewehrt beim Tierarzt, sie war immer lieb :(, sie hat zwar das Autofahren gehasst, aber sie ist nie bösartig geworden :(.
Der Tierarzt meinte dann, man müsse sie schnellstmöglich operieren, doch wenn man sehen würde, dass es Krebs sei und der Tumor sich nicht operieren lässt, dann würde man sie garnicht mehr aufwachen lassen :( :( :(. Ich war so perplex, ich wusste garnicht was ich sagen sollte und habe angefangen zu weinen.
Der OP Termin wurde dann für gestern ausgemacht. Ich hatte also noch 3 Tage Zeit, mich von Lucy zu verabschieden, denn in meinem Inneren wusste ich schon, dass es so kommen würde.

Die 3 Tage waren furchtbar, und auf einmal merkte ich auch, dass es Lucy zusehends schlechter ging. Sie hat früher stundenlang gekuschelt auf der Couch, kam immer sofort an und blieb bei mir liegen, auch abends ins Bett, nun legte sie sich plötzlich nur noch auf den Boden und blieb immer nur kurz bei mir. Ich habe ihr alles zu Fressen angeboten, was ging, Trocken- und Nassfutter, Leckerlis in rauhen Mengen, alles was es gab, und sie hat auch immer wieder ein bisschen gefressen.
Ich hab ihr ganz oft gesagt dass sie die beste Katze ist, die es auf der Welt gibt, dass ich sie sehr lieb habe und dass sie mir so sehr fehlen wird, und hab mich zu ihr auf den Boden gelegt und ihr den Bauch gekrault (was sie sich gern gefallen hat lassen), und ich habe ganz viel geweint und kaum geschlafen. Ich hab versucht, ihr die letzten Tage so schön wie möglich zu machen, und hab versucht sie zu verwöhnen, auch wenn ich gesehen habe dass sie anscheinend Schmerzen hat (der Tierarzt hatte ihr aber auch ein Schmerzmittel gegeben), das war natürlich für mich auch furchtbar.

Gestern kam es dann so, wie es kommen musste. Der Tierarzt meinte vor der OP noch einmal, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es bösartig ist und schon gestreut hat, sehr hoch ist und ich habe zugestimmt, sie in diesem Fall zu erlösen. Als sie die Narkose bekommen hat, habe ich sie auf dem Arm gehalten und sie hat mich wieder mit großen Augen angeschaut :(. Ich meinte dann noch zu ihr "Lucy das wird so langweilig ohne Dich werden :(" und hab sie gestreichelt und auf den Kopf geküsst. Kurz bevor sie eingeschlafen ist, hat sie auf einmal noch ganz viel Wasser erbrochen, auch auf meinem Arm, direkt auf den Boden :(
Ja, und dann kam der Tierazt nach etwa 20 Minuten runter zu uns ins Wartezimmer und hat sich mit uns hingesetzt und meinte, es wäre so gewesen wie vermutet. Der Darm war im Grunde schon komplett zu, der Tumor war total verwachsen mit umliegendem Gewebe. Und er meinte, dass diese Tumore rasend schnell wachsen und vor ein paar Wochen wahrscheinlich noch garnichts da war. Und er sagte, er hätte sie bereits erlöst :(. Tja, und ich dachte, sie würde irgendwann mal an ihrem Herzproblem sterben :(.

Er hat sie uns dann in eine schöne rosa gestreifte Kiste mit Decke gepackt und wir haben sie dann von Frankfurt nach Idstein gefahren, wo mein Onkel lebt, und sie dort begraben, wo auch Fränzi und die 2 Katzen von meinem Onkel begraben liegen, auf einer kleinen Anhöhe hinter seiner Werkstatt. Kurz bevor ich die Kiste reingelegt habe, musste ich nochmal schauen, ob sie auch wirklich tot ist :( :( :(. Und dann habe ich ein paar Blumen und 2 Porzellanherzen im Blumenladen gekauft und ihr aufs Grab gelegt.

Ach mensch es war alles so traurig, vor 2 Wochen war noch alles gut und plötzlich ist sie weg :(. Es war so schlimm nach Hause zu kommen und da waren all ihre Sachen und Lucy ist nicht da. Es ist so still und leer ohne sie. Keiner, der mich an der Tür begrüßt, keiner, der morgens zu mir ins Bett kriecht wenn ich rufe (sie ist sowieso immer gekommen wenn ich gerufen habe, oder hat zumindest geantwortet, wenn sie mal keine Lust hatte aufzustehen), keiner der mit mir auf der Couch kuschelt, der meckert wenn ich Wäsche aufhänge (sie hat dann immer so komisch gekeckert - keine Ahnung was sie daran nicht mochte), keiner der mich morgens mit Kohldampf weckt :(. Keiner, der sich auf den Schuhen von meinen Freund oder auf denen von Besuchern schrubbt (sie hat immer alle Schuhe komplett zugehaart). Lucy hat mich einfach durch so viele Sachen begleitet, der Tod meines besten Freundes, der meines Vaters, sie war einfach immer da, und ich hab mich nie allein gefühlt, auch wenn ich es war. Sie war immer ein großer Trost und sie war so wichtig für mich. Und jetzt ist sie plötzlich weg :( und es tut so weh. Ich warte die ganze Zeit darauf, dass sie um die Ecke kommt :(, aber es bleibt leer und ruhig. Bin wirklich total verzweifelt :(.

Liebe Lucy, du warst die beste Katze und du fehlst mir so sehr :(
Das schwarz-weiss Foto ist von Mittwoch :(

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  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #2
Es ist schwer so ein liebe Freundin wie deine Lucy zu verlieren. Aber elf Jahre mit Herzfehler ist toll, das hast du klasse gemacht. Ich wünsche dir jetzt ganz viel Kraft.
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #3
Es tut mir unendlich leid, dass Du Deinen Schatz verloren hast. Davor habe ich auch unheimlich viel Angst.
Aber Du hast sie erlösen lassen, hast ihr viel Leid erspart und Schmerzen. Sie hat es gespürt wie sehr Du sie liebst. Sie wird von der Regenbogenbrücke aus über Dich wachen. Und dort geht es ihr gut und sie hat keine Schmerzen mehr.
Ich hoffe sehr, dass Du in Deinem Umfeld Menschen hast die Dich stützen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit.
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #4
Dankeschön. Es tut einfach so sehr weh, und es ging alles so schnell plötzlich :cry::cry::cry: habe das Gefühl ich konnte mich garnicht richtig von ihr verabschieden
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #5
Ich habe meine Katze auch an Herzfehler gepaart mit Tumor verloren. Das verlief ab Diagnosestellung noch ca. 3 Wochen, dann musste ich sie einschläfern lassen. Sie war gerade 4. Ich weiß, was Du durchmachst, die ersten Tage sind die unerträglichsten.
Du hast mein ganzes Mitgefühl.:-:)-:)-(
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #6
Doch das hast Du getan. In den 3 Tagen bestimmt unzählige Male. Und dann als sie in Narkose gelegt wurde noch einmal. Aber man meint dann, es war immer noch nicht genug, ich verstehe Dich da sehr gut.
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #7
Ich weiss, nur sind 3 Tage im Vergleich zu 11 Jahren einfach viel zu kurz :cry:. Ja ich habe mich von ihr verabschiedet, es hat mir nur so wehgetan dass sie sich nochmal so doll erbrochen hat direkt bevor sie eingeschlafen ist, so arg hat sie das noch nie gemacht :cry:. Ich weiss ja, dass ich mich im Grunde selbst betrauere, denn Lucy geht es jetzt gut, und wenn ich etwas getan hätte, um ihr Leben (unnötig) zu verlängern, dann wäre das rein egoistisch von mir gewesen :cry:. Ich weiss das alles, aber es tut so weh, es ist als wenn meine Wohnung ihre Seele verloren hätte, ich war einfach so sehr an sie gewöhnt und sie hat mir immer treu zur Seite gestanden :sad:
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #8
Ich weiß Minzplaetzchen, ich weiß. Wenn ich drüber nachdenke wie es wäre wenn meine Krabbe (10 Jahre) gehen müsste, werde ich verrückt. Ich kann es mir ungefähr vorstellen, welch furchtbarer Schmerz da ist. Man meint, es darf einfach nicht wahr sein. Der Verstand sagt einem, dass es die einzige vernünftige Entscheidung war ihn/sie zu erlösen wenn bloß das Herz nicht so unaushaltbar weh täte.
Egal was man sich vor Augen hält, nichts kann einen trösten *ich drück Dich mal ganz fest* :cry:.
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #9
Das ist ganz lieb von Dir :sad:. Mein Freund versucht mich auch die ganze Zeit zu trösten (er hat erst seit einem dreiviertel Jahr mit Lucy gewohnt, ist aber auch traurig), aber ich breche die ganze Zeit wieder in Tränen aus. Meine Mutter sagte mir heute ich solle ein bisschen rausgehen und mich ablenken, aber dann denke ich auch immer an die leere Wohnung zuhause :sad:. Irgendwie habe ich das Bedürfnis ihre Sachen wegzuräumen, wie Kratzbaum etc., aber dann denke ich, ich tu ja so als wäre sie nie dagewesen :cry:, was natürlich nicht stimmt. Ich weiss garnicht was ich machen soll.
Ich dachte auch immer ich wäre "irgendwie" vorbereitet, wegen ihrem Herzfehler, aber das war wohl ein Trugschluss :(
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #10
Das musst Du natürlich entscheiden. Stellst Du die Sachen weg, sind die Stellen so leer und verlassen und Du wirst erinnert, dass da mal was stand. Lässt Du es stehen und siehst es, wird man auch erinnert :cry:

Kennst Du das Testament einer Katze? Vllt hilft es Dir ein wenig.

"Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was
sie haben denen zu hinterlassen, die sie lieben. Ich würde auch solch´ ein
Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches
Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches
Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde
Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien
Ende helfen wird, gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag´ bitte nicht: Nie wieder werde ich ein Tier
haben, der Verlust tut viel zu weh! Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze
aus und gib´ ihr meinen Platz. Das ist mein Erbe. Die Liebe, die ich zurück
lasse, ist alles, was ich geben kann."

Es ist noch zu früh, ich weiß, aber vllt bist Du auch nach einer gewissen Zeit in der Lage dieses Testament zu leben, dem Testament Deiner Lucy ;-)
 
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  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #11
Das ist ein sehr schönes Testament... Doch im Moment ist an eine andere Katze nicht zu denken, und ich glaube, das wird auch sehr lange dauern, bis ich darüber nachdenken kann :sad:, sonst hätte ich das Gefühl, ich versuche Lucy einfach auszutauschen, und das wird nicht funktionieren. Lucy war einzigartig, die beste Katze von allen, wie soll da eine andere mithalten :cry:...
Vielleicht läuft mir eines Tages ja eine zu, die mir Lucy dann schickt sozusagen. Dann werde ich sie auch aufnehmen. Aber bis ich kein "Zeichen" bekomme, wird es keine zweite Katze geben :cry:.
Ich habe ihre Sachen jetzt doch weggeräumt, auf den Speicher, aber ihren Kratzbaum werde ich entsorgen, soooo schön war er eh nicht mehr :sad:. Und ich möchte auch nicht, dass ihn eine andere Katze benutzt... Alles andere, wie Bettchen, Korb, Spielzeug, Näpfe habe ich auf den Speicher getan, vielleicht erfreut sich eines Tages doch noch einmal jemand anderes daran...
Ach ich bin so traurig dass es mir das Herz rausreisst :cry::cry::cry:
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #12
Ach Mensch :d038: es tut mir so leid.
Natürlich kannst Du nicht jetzt eine andere Katze aufnehmen. Komme erstmal zur Ruhe. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem Du lächeln kannst bei einem Foto von ihr. Und ein Lebewesen ist erst dann vergessen, wenn es nicht mehr in unseren Herzen ist. Und das wird nie geschehen.
Ich wünsche Dir, dass es bald ein kleines bisschen besser wird mit Deinem Schmerz. Er wird nie ganz vergehen, aber er wird kleiner.
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #13
Das ist ein sehr schönes Testament... Doch im Moment ist an eine andere Katze nicht zu denken, und ich glaube, das wird auch sehr lange dauern, bis ich darüber nachdenken kann :sad:, sonst hätte ich das Gefühl, ich versuche Lucy einfach auszutauschen, und das wird nicht funktionieren. Lucy war einzigartig, die beste Katze von allen, wie soll da eine andere mithalten :cry:...
Vielleicht läuft mir eines Tages ja eine zu, die mir Lucy dann schickt sozusagen. Dann werde ich sie auch aufnehmen. Aber bis ich kein "Zeichen" bekomme, wird es keine zweite Katze geben :cry:.
Ich habe ihre Sachen jetzt doch weggeräumt, auf den Speicher, aber ihren Kratzbaum werde ich entsorgen, soooo schön war er eh nicht mehr :sad:. Und ich möchte auch nicht, dass ihn eine andere Katze benutzt... Alles andere, wie Bettchen, Korb, Spielzeug, Näpfe habe ich auf den Speicher getan, vielleicht erfreut sich eines Tages doch noch einmal jemand anderes daran...
Ach ich bin so traurig dass es mir das Herz rausreisst :cry::cry::cry:

Trauer erst mal, alles zu seiner Zeit auch der Gedanke an neue Tiere. Es ist auch noch zu frisch. Es ist gut, dass du die Sachen auf den Speicher gestellt hast... du hast in der Wohnung auch genug Plätze die dich erinnern.

Bei mir hatte es über ein halbes Jahr gedauert und ich habe geglaubt es gibt nach meinem Herzenskater Winston kein anderes Tier was mich berührt.

Hier kannst du trauern und du musst dich für keinen Gedanken hier schämen, denn einen tierischen Verlust haben hier schon einige erlebt.

lg
Verena
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #14
Vielen Dank für eure Worte... Gestern war ich mit meinen Freund noch im Kino, um mich ein bisschen abzulenken, aber als ich heim kam, war alles wieder ganz schlimm :sad:. Es tut einfach so weh, sie nicht um uns herum zu haben. Ich weiss, dass mich erstmal so schnell nichts trösten kann, aber ich bin sehr froh, hier meine Trauer niederschreiben zu können, wenn mir danach ist :f025:
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #15
Das kannst Du selbstverständlich immer tun Minzplaetzchen. Und es wird bestimmt auch meistens jemand da sein, der Dir zuhört.
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #16
Was mich nur so fertig macht, ich habe morgens, als ich zum Tierarzt mit Lucy gefahren bin, überhaupt nicht daran gedacht, etwas von ihren Sachen mitzunehmen, ihre Maus mit der sie immer gespielt hat, oder eine Decke. Ich war so durcheinander und alles blieb zuhause. Und als Lucy dann gegangen war, sind wir nicht noch einmal nach Hause gefahren, sondern zu meinem Onkel, wo wir sie beerdigt haben, denn wir haben keinen Garten leider :sad:. Und daher liegt sie jetzt in einer Kiste, die nicht ihre war, eingehüllt in eine Decke, die sie auch nicht kannte. Und hat nichts persönliches bei sich. Das macht mich irgendwie so sehr traurig und ich habe so ein schlechtes Gewissen :cry::cry::cry:. Und es ist auch eine halbe Stunde Autofahrt von hier, wo wir sie begraben haben und es tut mir alles so weh. Ich fahre die nächsten Tage nochmal hin und lege ihr ihre kleine Maus aufs Grab und auch neue Blumen. Jetzt frage ich mich wie ich so blöd sein konnte, ihr garnichts mitzugeben, vor allem wenn ich hier lese was andere ihren Katzen alles mit auf die letzte Reise gegeben haben und Lucy hat garnichts von mir :sad:. Ich weiss, es ist nur ihre Hülle, aber trotzdem. Ich fühle mich ganz schrecklich :cry:
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #17
Fühl dich ganz doll gedrückt meine Liebe,

ich habe grade deinen Beitrag unter meinem gesehen und dann deine Geschichte gelesen und es kam mir oft vor als wäre es unsere gewesen. Ich fühle mit dir, ich weiß genau was du fühlst. So wie du weißt was ich grade fühle.
Es tut mir unendlich leid, das du so schnell Abschied nehmen musstest. Und das das alles so gekommen ist für Lucy. :,( Aber du hast ihr das schönste Leben geschenkt was sie sich nur wünschen konnte, das ist im Moment kein Trost, ich weiß es ja selbst, aber ich versuche es mir auch ständig vor Augen zu führen, daß es meinem Camillo jetzt gut geht und das er hier das schönste Leben hatte was man sich als Katze wünschen kann.
Trotzdem tut es einfach nur weh, ich weiß genau was du empfindest.
Ich habe noch nicht alles gelesen hier im Strang, aber habe kurz aufgeschnappt wie du sagtest es ist als hätte meine Wohnung ihre Seele verloren.
Genau so empfinde ich es auch. Es ist schrecklich, diese Stille. Diese Stille die mit Musik oder Fernsehen nicht zu übertönen ist, die gewohnten Geräusche fehlen so sehr.
Ich habe noch nichts weggeräumt, alles liegt noch genau so wie er es verlassen hat, ich werde das nach meinem GEfühl handhaben, ich weiß nicht wann ich das kann.

Fühl dich ganz doll in den Arm genommen liebes Minzplätzchen, unsere beiden Herzis springen jetzt zusammen durch den Himmel.

Alles Liebe und viel Kraft
Kim
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #18
Hallo liebe Kim,

vielen Dank für Deine Nachricht! Irgendwie tut es in dem ganzen Schmerz gut, zu wissen, dass ich nicht "alleine" bin, auch wenn der Anlass so traurig ist :sad:. Ja, davon bin ich auch überzeugt, dass Lucy und Camillo jetzt gemeinsam durch die Gegend hüpfen! Ich habe immer scherzhaft zu ihr gesagt: "Lucy, du brauchst mal einen Mann in deinem Leben".
Mir hat es auch sehr wehgetan, die Sachen von Lucy wegzuräumen. Aber noch schmerzhafter war es, alles so verlassen herumstehen zu sehen :sad:. Was ich immer noch automatisch mache: Die Kleiderschranktür ein wenig auflassen, so dass sie jederzeit rein- und rauskann. Dort war nämlich ihr Lieblingsplätzchen (obwohl ich die ganzen Haare im Schrank immer ein wenig verflucht habe...), und vielleicht will sie ja immer noch gern da rein, auch wenn es total blöd klingt...
Der schlimmste Moment ist für mich immer noch, nach Hause zu kommen und keiner ist da, der mich begrüßt. Und auch morgens beim Aufstehen, da kam sie nämlich immer sofort zu mir oder auch ins Bett, wenn es ihr nicht schnell genug ging. Und das fehlt jetzt einfach so :cry:. Ich finde es fast schon ein wenig erschreckend, welch innige Beziehung man zu einem Tier aufbauen kann... Und wie weh es dann tut, wenn das Tier geht. Ich hab zu meiner Mama gesagt "es fühlt sich an als wäre mein Kind gestorben" - ich glaube da hat sie einen kleinen Schreck bekommen :sad:. Aber so hat es sich in diesem Moment angefühlt!!
Darf ich fragen, wie alt du bist und woher du kommst? Ich bin 35 und lebe in Frankfurt am Main.

Ich sende Dir viele liebe Grüße und auch einen dicken Drücker!
Corinna
 
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #19
Das habe ich auch schon gedacht und auch gesagt, dass es mir fast unheimlich ist, wie sehr ich meine Krabbe liebe. Er ist nunmal meine ganz große Liebe. Und Dein Satz, dass es sich anfühlt, als wäre Dein Kind gestorben, kann ich so gut nachvollziehen. Genauso empfinde ich auch. Als hätte ich (m)ein Kind an meiner Seite, das ich unvorstellbar liebe.
Ich kann es auch sehr gut verstehen, dass es Dich quält, dass Du Deinem Schatz nichts Vertrautes mitgegeben hast. Aber Du hast sie begraben können, und auch wenn es etwas weiter entfernt ist, so kannst Du hin zu ihr und, was Du ja auch schon gemacht hast, ihr etwas von ihren geliebten Dingen zum Grab bringen. Deshalb mache Dich nicht so kaputt mit diesem Gedanken.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Meine geliebte Lucy :(, 04/2004 - 06/2015 Beitrag #20
Liebe Corinna,

danke, daß du es ausgesprochen hast, ich habe es auch gedacht, aber mich nicht getraut es zu sagen. Aber ich fühle mich auch trotz all dem Schmerz irgendwie erleichtert (ist vielleicht das falsche Wort) zu wissen, daß da jemand ist, der im gleichen Moment genau das selbe empfindet wie ich und der mich zu 100% versteht. Und das ich mich so gut in eure Geschichte einfühlen kann und froh bin zu wissen, daß andere Menschen ihre Tiere genau so sehr lieben wie ich.
Ich habe gestern, nach dem wir mit seinem kleinen leblosen Körper wieder nach Hause gekommen sind und ich ihn hier auf seine Decke gelegt habe im Wohnzimmer und diese ganze unreale Blase in der ich mich jetzt befinde sich plötzlich auftat, da wo ich realisiert habe er liegt jetzt hier und atmet nicht mehr, er wird nicht mehr aufstehen, auch wenn er aussieht als würde er bloß schlafen.. da hab ich auch zu meiner Mama gesagt es fühlt sich an als hätte ich mein Kind verloren ..
Dieser Schmerz ist einfach nur schrecklich. :cry:
Ich sehe ihn überall liegen oder herlaufen. Jeder quadratmillimeter meiner Wohnung erinnert mich an ihn.
Es ist definitiv was wahres dran, seine Sachen hier so verlassen liegen zu sehen ist auch irgendwie sehr schlimm. :cry:
Ich habe Angst, wenn ich es jetzt alles wegräume, daß ich ja trotzdem weiß wie es vorher war und das mir das auch nicht hilft, sondern ich mich nur noch schlechter fühle, weil ich es weggeräumt habe. Und es dann wieder hinzustellen, das geht ja auch irgndwie nicht.
Vorhin habe ich sein Futter alles zusammen in eine Box gepackt und unten in den Schrank gestellt, dabei habe ich einen Weinkrampf gehabt.
Ich kann nicht glauben, daß ich ihn nie wieder sehe, jedenfalls so lange ich atme. :cry::cry::cry:
Man macht automatisch noch die Dinge, die man jeden Tag gemacht hat, ich bin heute Morgen aufgestanden und habe nach dem Bett machen wieder einmal auf mein Kissen geklopft, weil er dann immer von seiner Seite des Bettes aufgestanden ist und sich, während ich mich angezogen habe in die Mitte vom Kissen gelegt hat. Das Klopfen war sein Kommando "fertig, kannst kommen" und er kam. Und heute kam niemand.
Auch als ich nach Hause kam von meiner Mom vorhin, beim Tür aufschließen habe ich automatisch ganz langsam aufgemacht und runter geguckt, weil er da immer schon stand wenn ich kam, er hat mich immer vorher ankommen gehört oder gesehen. Jetzt begrüßt mich niemand mehr mit diesem süßen kleinen Mauzen, ich weiß genau wie du dich fühlst.
Es tut so sehr weh ich weiß, und ich bete auch für dich, daß es bald besser wird und der Schmerz erträglich wird.
Bitte mach dir keine Sorgen, daß du Lucy nichts mitgegeben hast und das sie in einer Decke liegt, die sie nicht kennt. Ich weiß, es ist leicht gesagt, aber du hast nichts falsch gemacht. Bring ihr ein Lieblingsspielzeug mit zu ihrem Grab und leg es ihr dazu, dann hat sie es bei sich und du hast ein besseres Gefühl. Ich habe auch noch vorhin eine kleine Kuschelmaus mit der er immer gerne geschmust hat unter das Bäumchen gelegt. Und noch ein Blümchen aus meiner Vase und habe es oben in sein Grab gesteckt, jedenfalls so lange bis ich was schönes gekauft hab das ich drauf pflanzen kann.
Das mit der Decke ist ganz sicher nicht schlimm, ich bin mir sicher im Himmel kuschelt sie sich in diese Decke und hat sie längst zu ihrer eigenen gemacht.
Ich weiß, es hilft alles nicht .. es gibt keine Worte und nichts was man wirklich tun kann, nichts kann einen wirklich trösten in diesem Moment. :cry:

Fühl dich gedrückt! Wir schaffen das! Das würden Lucy und Camillo auch wollen. Hat deine Lucy auch immer ganz fürsorglich geschaut und ist so nah gekommen wie nur möglich, wenn du mal geweint hast?
Bestimmt schauen sie jetzt beide vom Himmel runter und schicken uns all die Liebe die sie uns körperlich nun nicht mehr geben können.

Alles Liebe !!! ♥
Ich bin übrigens 32 und wohne in der Nähe von Oldenburg in der Nähe von Bremen. :)
 
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