Katze lässt sich kaum anfassen

Diskutiere Katze lässt sich kaum anfassen im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo liebe Katzenfreunde. Ich habe ein Problem mit meiner Katze. Erstmal möchte dazu sagen, dass ich noch zwei Kater habe die auch schon vor ihr...
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #1
Mandy297

Mandy297

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Hallo liebe Katzenfreunde.

Ich habe ein Problem mit meiner Katze. Erstmal möchte dazu sagen, dass ich noch zwei Kater habe die auch schon vor ihr da waren. Sie habe ich im Februar aus dem Tierheim geholt. Die Kurzform ist, dass sie sich fast nur verkrochen hat, vor uns immer noch abhaut, sich zwar schon streicheln lassen hat, aber dann ist sie wieder weg. Sie kam auch schon 2-3 mal zu mir auf's Sofa, aber dann läuft sie panisch davon. Sie hat nun schon zwei mal in unseren Wintergarten geschietert weil sie nicht an uns vorbei wollte. Mir ist das ehrlich gesagt alles zuviel. Ich kenne das alles überhaupt nicht. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt sie zurück zu bringen oder ihr ein neues Zuhause zu suchen. Vielleicht sind wir Ihr auch zu "lebhaft". Wir sind drei Personen , mein Lebensgefährte und mein elf jähriger Sohn. Sie mag einen meiner Kater gern, der ist auch so alt wie sie. Aber mir ist das alles zu viel, zumal wir bald Besuch bekommen für ne Woche und es dann erst recht stressiger wird hier. Ich kann ihr ja auch das Katzenklo nicht an den Hintern schnallen. Sie tut mir auch einfach irgendwo leid, denn sie kann ja nichtmal in Ruhe fressen..
 
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  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #2
Scheue Katzen brauchen oft sehr lange, bis sie in ihrem Zuhause ankommen. Und nicht immer werden das Katzen, die sich streicheln lassen.

Aber zum Katzenklo sollte sie schon gehen können. Deshalb ist eine der wichtigsten Massnahmen bei scheuen Katzen, das man ein Klo und am besten auch Futter und Wasser in die Nähe ihres bevorzugten Verstecks stellt.

Ansonsten, wie verhaltet ihr euch gegenüber der Katze? Am besten ist es, sie im normalen Leben weitgehend zu ignorieren. Also nicht versuchen, sie irgendwo rauszulocken oder anzufassen, weil sie sich zufällig zeigt.

Was ihr machen könnt, setzt euch in ihrer Nähe auf den Boden und lest ihr was vor. Vollkommen egal, was. Es geht darum, das sie euch dann in Ruhe studieren kann und lernt, das ihr nicht gefährlich seid. Und das lesen lenkt die Aufmerksamkeit von der Katze weg, das ist wichtig.
Wenn ihr fertig seid, legt ein Leckerli in der Nähe hin, das sie sich später holen kann. Mit der Zeit legt das eher hin. Wenn sie es in euerer Gegenwart holt und frißt, seid ihr schon einen großen Schritt weiter.

In scheue Katzen darf man keinerlei Erwartungen reinlegen. Man muß einfach akzeptieren, das sie so sind. Vielleicht hilft dir der Gedanke, das es der Katze bestimmt auch nicht gut geht, wenn sie sich nicht sicher fühlt und sich nicht an euch vorbeigehen traut. Dann fällt es dir vielleicht leichter, dich in sie reinzuversetzen und ihr halt ein Klo in den Wintergarten zu stellen (z.B.).

Die Katze hat bestimmt irgendwelche schlechten Erfahrungen gemacht. Ihr Leben wird vorher auch nicht sonderlich einfach gewesen sein. Das hat sie sich nicht ausgesucht. Jetzt ist sie bei euch gelandet, und ihr könnte die große Chance für sie sein. Für so eine Katze ist das Zurückgeben noch fataler als für eine zutrauliche Katze. Zum einen, weil sie wohl nicht allzu viele Chancen hat, so schnell wieder vermittelt zu werden - wenn überhaupt. Zum anderen aber auch, weil sie wieder von vorne anfangen muß. Und das wird ihr jedes Mal schwerer fallen, ihr Misstrauen gegenüber Menschen immer stärker werden.

Sie mag deinen Kater. Das ist schon ein guter Anfang.

Wenn ihr Besuch bekommt, benehmt euch zu normal wie möglich. Falls es möglich ist, wäre es nicht schlecht, wenn ihr der Katze ein ruhiges Zimmer zur Verfügung stellen könntet. Mit Klo, Wasser, Futter.

Und dann sagt ihr dem Besuch, das der doch bitte die Katze einfach in Ruhe lassen und ignorieren soll.

Ich habe viele ehemalige Scheuchen in der Gruppe. Alle haben sich irgendwann anfassen lassen. Beim Charlie hat es 3 Jahre gebraucht, dann war das Eis gebrochen.
 
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #3
Dem kann ich mich nur anschließen.

Wir haben letzte Woche auch einen Neuzugang geholt. Die Kleine hat sich sofort versteckt und nicht wieder rausgetraut. Ich habe dann angefangen, ihr Geschichten vorzulesen. Irgendwann ist sie dann rausgekommen und hat aus der Ferne zugehört. Es geht ja darum, dass sie sich an die Stimme gewöhnt. Jeden Tag hat sie mehr an Scheu verloren und ist immer näher gekommen. Jetzt läßt sie sich auch kraulen und streicheln. Sie ist zwar immer noch ein wenig schreckhaft, aber sie flüchtet jetzt nicht mehr sofort in ihr Versteck und traut sich auch schon nah an uns vorbei. Ich lese trotzdem weiter jeden Abend Geschichten vor. Katzen mögen das ;-)
Wenn wir uns ihr nähern oder uns ihrem Versteck nähern, tun wir so, als wäre sie nicht da. Das gibt ihr Sicherheit und sie merkt, dass sie sich nicht verstecken muss. Klos haben wir an allen Ecken und Enden aufgestellt, damit sie ohne Probleme drauf kommt.

Habt noch ein wenig Geduld mit der Kleinen. Manche Katzen brauchen ihre Zeit.
 
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #4
Das kannst du nur selbst entscheiden, ob Dir "das alles zu viel" ist. Wie die anderen schon geschrieben haben kann das lange dauern, bis sie Vertrauen fasst.
Weitervermitteln darfst Du sie nicht. Wenn dann zurück ins Tierheim.
Wie kam es, dass Euch ausgerechnet diese Katze in so unglückliche Verhältnisse mitgegeben wurde?

Eine Angstkatze zu zwei Katern? Das wär schon bei einer selbstbewußten Katze eher ungeeignet gewesen.
 
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #5
Erstmal danke für die Antworten. Also sie hat sich schon streicheln lassen und dabei auch geschnurrt. Aber dann verkriecht sie sich wieder. Ihr Leben besteht ja aus schlafen, verstecken, in Duckstellung fressen usw. Also nur Stress. Ich habe kein Zimmer was ich nur ihr zur Verfügung stellen kann. Sie hockt im Wintergarten weil dort weniger Bewegung ist. Aber wenn unser Besuch kommt wird dort auch gesessen. Da hat sie auch keine Ruhe. Also wenn ich geahnt hätte wie das läuft hätte ich sie nicht genommen. Also das meine Kater ein Problem sein sollten verstehe ich nicht .Denn gerade die mag sie ja.
 
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #6
Wenn sie sich schon anfassen und streicheln hat lassen, dann sind das eigentlich schon ziemlich große Fortschritte und sie hat wirklich großes Vertrauen zu euch gefasst. Dass alte Verhaltensweisen durchbrechen und sie dann wieder Angst vor der eigenen Courage hat, ist eigentlich normal.

Hm, was ist eventuell mit dem Schlafzimmer? Wir haben hier auch einen panischen Angstkater, ganz ähnlich wie deine Maus, und sein liebstes Rückzugsgebiet ist der Platz unterm Bett. Im Schlafzimmer ist es tagsüber schön ruhig, ich muss höchstens mal rein, wenn ich Wäsche wegbringen möchte oder die Rollläden auf- oder zumachen, er weiß, wenn er unterm Bett sitzt, kommen wir nicht an ihn dran, egal, was wir machen, und selbst wenn ich mich mittags mal ein Stündchen hinlegen möchte, fühlt er sich nicht allzu gestört von mir. Und wenn wir beide abends ins Bett gehen, kann er sich ganz in Ruhe im Rest der Wohnung bewegen und muss keine Angst haben, dass große, gefährliche, trampelnde Zweibeiner vorbeikommen.

Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass er seine Angst nicht mehr verlieren wird, aber er traut sich an bestimmten Gelegenheiten und bestimmten Plätzen zu schmusen, und wir versuchen, auf seine Bedürfnisse zu achten und uns vorsichtig durch die Wohnung zu bewegen, wenn er auch unterwegs ist.

Als wir hier für eine Woche Besuch von meinem Vater hatten, haben wir ein zusätzliches Klo neben seinen Platz im Schlafzimmer gestellt und das Futter auch im Schlafzimmer gegeben, das hat sehr gut funktioniert, und wenn wir alle geschlafen haben oder unterwegs waren, hat er dann seine Wohnung Stück für Stück zurückerobert.

Du siehst also: Es kann funktionieren. Aber das funktioniert nur, wenn alle menschlichen Beteiligten das auch wollen, und zwar in dem Wissen, dass sie vielleicht niemals eine richtige Schmusekatze werden wird, und vielleicht immer scheu und schreckhaft bleiben wird. Ansonsten ist es frustrierend für dich (und ich glaube, im Moment bist du sehr frustriert und ein bisschen verzweifelt) und das überträgt sich auch auf die Katze.

Überleg es dir noch ein paar Tage/Wochen lang. Probier aus, wie du das Leben für dein Mäuschen einfacher machen kannst, sei es mit zusätzlichen Klos und Futterstellen, oder dem Versuch, darauf zu achten, wie ihr euch bewegt, wenn sie unterwegs ist. Dann überlegt euch, ob ihr den Ist-Status so okay findet, dass ihr die nächsten 15 bis 20 Jahre damit leben könnt, und ob der Ist-Status auch für die Katze so okay ist, dass sie die nächsten 15 bis 20 Jahre damit leben kann (und dabei auch bedenken, dass sie auch im Tierheim Angst haben muss und regelmäßig von den Pflegern und Besuchern erschreckt wird - Leuten, die sie nicht kennt).
 
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #7
Hallo,

Also wenn ich geahnt hätte wie das läuft hätte ich sie nicht genommen.
Und das ist leider wieder so typisch. Eine Katze wird gekauft und muss funktionieren. Wenn sie das nicht binnen kürzester Zeit tut ist es anstrengend und sobald es anstrengend wird, stört sie und es wird bereut, sie genommen zu haben.

Wenn ich sowas höre, werde ich wütend. Man holt sich Katzen nicht zum schmusen. Es sind keine Kinder, die man erziehen könnte. Hier müssen die Menschen sich vielleicht auch mal dem neuen Kätzchen zuliebe eine Zeit lang zusammennehmen und dem Kätzchen Zeit geben, in Ruhe alles kennenzulernen. Da muss der Sohnemann dann auch mal ins Gebet genommen werden.

Stell dir mal vor, du kommst in eine Elefantenherde. Alle "trampeln" um dich rum, du verstehst die Sprache, Mimik und Gestik nicht, weißt nicht, wieso du auf einmal da bist. Würdest du dich da gleich beschmusen und streicheln lassen? Ist doch logisch, das sie Angst hat.

Meine Luna ist seit November 2014 bei uns. Sie ist immer noch sehr scheu und lässt sich nur von mir streicheln. Wenn mein Freund an ihr vorbeiläuft oder sie streicheln will, haut sie direkt ab. Durch ein abendliches Ritual ist das schon etwas besser geworden, aber die Fortschritte sind Minischritte und manchmal denkt man sogar, man macht einen Schritt rückwärts. Er legt ihr immer seine getragenen Sachen aufs Bett wenn er morgens zur Arbeit geht. Wenn wir abends heimkommen, liegt sie immer auf den Sachen und wir glauben, dass das hilft. Schmusen kommt sie nur in der Nacht.
Aber das macht uns nichts, denn sie zu beobachten ist einfach das Größte. Wenn sie mit Ihrer Freundin Sunny spielt oder im Waschbecken nach Wasser schnappt und versucht durchs Waschbecken zu graben. Wenn sie sich putzt und dabei immer umkippt, weil sie sich zu sehr verbiegt. Wenn sie am Fenster sitzt und die Leute draußen beobachtet. Wenn sie an einer Blume riecht, niesen muss und sich dann erschreckt. Wenn sie schläft und einen wilden Traum hat. Usw usw.

Sieh deine Katze nicht als etwas, das funktionieren soll/muss, sondern als Teil einer Familie. Deinen Sohn würdest du ja auch nicht weggeben, wenn er mal anstrengend wird. Wenn du die Katze nicht als solchen Teil deiner Familie sehen kannst, dann gib sie lieber wieder ab.:roll:

Viele Grüße
 
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #8
Du schriebst im Eingangspost, dass sie sich mit einem Kater gut versteht. Wie ist denn das Verhalten mit dem anderen Kater? Meine Bemerkung hatte sich genau darauf bezogen. Und eben darauf, dass Kater oft sehr wild raufen und nicht so "sensibel" sind wie Katzen. Das muss bei Euch aber natürlich nicht so sein.

Ich denke wirklich, Ihr habt nur zwei Möglichkeiten: Du gestehst Dir ein, dass Du mit einer solchen Katze/Situation überfordert bist und gibst sie möglichst schnell zurück, bevor es für die Katze noch schlimmer wird wieder im Tierheim zu landen.

Oder aber Du kannst akzeptieren, dass sie "anders" ist und versuchst sie einfach zu lassen. Ja, sie hat Megastress. Und das ist manchmal schwer zu ertragen (meine Kleine war sehr lange auch so, teilweise noch weit schlimmer. Und sie wird immer eine Angstkatze bleiben). Aber sie hat eine Chance verdient. Und wenn sie sich sogar schon anfassen lässt denke ich, das würde werden.
Wenn sie "Anfälle" hat einfach ignorieren. Nicht hinschauen, nicht "beruhigend" auf sie einreden. Einfach nur leise und vorsichtig ganz normal den Alltag weiterleben. Das würde ihr die besten Chancen geben, ihre Ängste Stück für Stück zu überwinden.
 
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #9
Ich bin auch der Meinung das du nicht aufgeben solltest. Wenn sie sich schon streicheln lässt und dabei schnurrt ist das doch wirklich gut.
Du musst aber auch die Geduld haben und darfst nicht zu viel von ihr verlangen. Mein Scheuchen spürt sehr schnell wenn ich genervt bin oder was von ihm will, dann ist er gleich weg.
Ich muss zugeben das ich auch schon einige male überlegt habe meinen Kater wegzugeben, aber niemals zurück ins Tierheim. Er ist jetzt vier Jahre bei mir und ist immer noch sehr scheu. Es geht mir überhaupt nicht darum das er mir irgendwie auf die nerven geht oder zu wenig schmusen will, ich habe nur oft daran gezweifelt ob er wirklich glücklich ist und manchmal frage ich mich noch heute ob es ihm an einem anderen Ort nicht besser gehen würde.
Ich würde dich deswegen auch nicht Verurteilen wenn du ihr jetzt einen Super Platz finden würdest, wo sie ihre Ruhe hat und einen Mensch der nicht zu viel von ihr verlangt.
Aber ins Tierheim zurückgeben würde ich sie niemals.
Wie verhält sich dein Sohn ihr gegenüber?
Wichtig ist das ihr sie einfach in Ruhe lässt und sie nicht bedrängt oder ständig versucht zu streicheln.
Irgendwo hier im Forum habe ich mal gelesen das man das Selbstvertrauen einer Katze stärken kann indem man sie beim Namen nennt und die Katze kriegt dann ein Leckerli. Klingt jetzt doof aber damit soll die Katze merken das sie eigene Persönlichkeit ist.
Ich hab vor ein paar Monaten damit angefangen und meinem Kater hat das echt viel geholfen. Seitdem kommt er eigentlich jeden Abend zu mir auf den Sofa und bleibt auch mal liegen wenn ich mich bewege. Das hat er vorher nie getan.
Ich lobe ihn jetzt auch immer beim schmusen und sag ihm was für ein feiner Junge er doch ist. Das mache ich auch wenn ich durch die Wohnung gehe und er nicht davon rennt.
Wenn du kannst und den willen dazu hast, würde ich ihr noch mal eine Chance geben.
Ich kann dir nur sagen das es wirklich wunderschön ist wenn die Katze einem anfängt zu vertrauen.
 
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #10
Hallo Mandy,

ich finde es sehr schade, wenn scheue Katzen aus dem Tierheim geholt werden und man dann hinterher merkt, dass das wohl nicht das ist, was man erwartet hat. Da schließe ich mich leider der Vorrednerin an, die meinte dass Katzen eben nicht ein Spielzeug sind, das funktionieren muss.

Nungut. Ich kann dir nur aus unserer Situation heraus erzählen.
Wir haben seit Januar eine Scheumiez aus dem Tierheim. Bewusst gewählt, weil sie kaum eine Chance auf Vermittlung hatte. Sie hat 8 Tage unter der Couch gelebt - raus kam sie nur nachts wenn wir geschlafen haben oder eben wenn wir tagsüber beide weg waren.
Ich habe mich jeden Tag zu ihr gesetzt und habe ihr ganz ruhig vorgelesen, damit sie sich an mich und meine Stimme gewöhnt. Dabei einfach nebenher Leckerlis unters Sofa geworfen, damit sie lernt mich mit etwas Positivem zu verbinden.

Nach und nach haben wir beide uns vorgetastet bis ich mit ihr spielen konnte. Ich vor dem Sofa, sie noch drunter. In minikleinen Schritten haben wir uns weitergetastet bis sie auch den 2. Raum erkundet hat, ich dort mit ihr mit einer Angel spielen konnte. Und das war sehr anstrengend am Anfang. Bei jedem Mucks war sie auf und davon und wieder unter der Couch. Aber ich habe nicht aufgegeben und ihr einfach die Zeit gegeben, die sie braucht.
Heute, 5 Monate später ist die Süße viel mutiger. Alle Räume sind nun ihr Zuhause, sie bleibt liegen wenn man durch die Wohnung geht, der Balkon samt bösen Umweltgeräuschen ist ihr Lieblingsplatz (sogar bei Gewitter!).
Streicheln klappt auch nur solala manchmal. Sie bekommt oft noch Angst vor ihrer eigenen Courage. D.h. sie beschmust meine Hand und im nächsten Moment beisst sie rein oder schlägt danach, obwohl ich nichts gemacht habe. Das tut nicht weh - sie beisst ganz zaghaft und mittlerweile schlägt sie ohne Krallen. Und es kommt immer seltener vor.
Bei uns hat zwecks Streicheln dieser Tipp von Finny geholfen: Einfach Hand hinhalten und NICHT bewegen, wenn sie schmusen will. Sie streicht dann selbst dran rum, so lange und viel sie will. SIE bestimmt, nicht du. So haben wir das Schlagen sehr sehr minimiert, weil ich sie nicht mit Bewegungen überrumple, zu denen sie noch nicht bereit ist.

Ob du komplett überfordert bist, das kannst nur du entscheiden. Es wäre für die Maus eben nur schöner gewesen, wenn euch das vorher bewusst gewesen wäre. :???:
Ich kann nur sagen, dran bleiben lohnt sich - ich freue mich jedes Mal auf's Neue wenn meine fast unvermittelbare scheue Layla zum Schmusen ankommt, mich köpfelt, mir um die Füße streicht, mich morgens wecken kommt.. da hat sich jede Sekunde Arbeit mit ihr gelohnt!
Ja, es ist absolut nicht leicht mit Scheumiezen, aber man ist so stolz, wenn sie einem dann doch ihr Vertrauen schenken!

Zwecks Besuch finde ich den Vorschlag von Glasi super: Wie wäre es mit dem Schlafzimmer als Ruhepol für sie in der Zeit? Da ist es ruhig, du kannst Klo und Futter reinstellen und sie kann sich unter dem Bett verkriechen?

Ich wünsche euch ganz viel Geduld mit der Süßen!
 
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #11
natürlich keine schöne Situation. Da kommt schnell der Gedanke, ein Tier wieder abzugeben. Doch das ist immer das Letzte was man als Tierbesitzer machen sollte. Positiv finde ich, dass du dich entschieden hast.. sie wegzugeben und nicht den Kater, der sich nicht mit ihr versteht.

Also wenn ich an meine Olle so denke wie die sich verhalten hat... streicheln, Zärtlichkeit wurde mit bösen Tatzen-Hieben bestraft. Das hat gut ein Jahr gedauert nun grummelt sie nur wenn es ihr zu viel wird.

Die Möglichkeit ihr einen Rückzugsort, mit allen notwendigen Beiwerk zu gewähren, ist eine gute Option ihr die Situation zu erleichtern.

Gute Beispiele wurden dir ja schon aufgezeigt.

lg
Verena
 
  • Katze lässt sich kaum anfassen Beitrag #12
Ich wette, die Mitarbeiter des Tierheims haben dir nicht gesagt, dass es eine sehr scheue Katze ist oder?
Vielleicht haben sie es auch gar nicht gewusst.
Oft verhalten sich Tiere im Tierheim anders als dann bei einem zu Haus.

Ich kann verstehen, dass es jetzt für dich eine ziemliche Herausforderung ist, neben dem üblichen Familienproblemen auch noch eine "Scheukatze" zu wuppen.
Recht oft habe ich hier von Forinen gelesen, die aufgrund irgendwelche Probleme mit ihren Katzen diese wieder abgeben wollten. Aber schließlich glücklich waren, es nicht getan zu haben und die schwierige Phase durchgestanden zu haben.

Vielleicht siehst du es als dein Projekt an, dass sie sich bei euch wohl fühlt.
Clickern würde sicher helfen und ein Feliway-Stecker würde ich auch benutzen.
 
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