Ein kleines Update:
Das Fressen hat sich mittlerweile normalisiert. Wir hatten zwischenzeitlich das Problem der Unreinheit, aber das war unser Problem, weil wir vergessen haben die Toilette sauber zu machen. Er benutzt sie jetzt wieder, aber nicht mehr an dem alten Ort, da weigert er sich.
Ansonsten fordert er besonders morgens und seit einigen Tagen auch nachts unsere ganze Aufmerksamkeit. Er möchte spielen, fordert Leckerlies (wir haben begonnen zu klickern, das hat er ziemlich schnell verstanden) und will, dass wir uns mit ihm beschäftigen. An sich kein Problem, nur morgens schwierig, wenn man sich für die Arbeit fertig machen muss. Ich stehe schon passend auf, dass genug Zeit für ihn übrig bleibt, aber er hat da sein eigenen Rhythmus, der sich nicht mit meinem deckt. In einer solchen Situation hat er gestern in den Wäschekorb uriniert (vermutlich weil er Aufmerksamkeit wollte).
Seit einigen Tagen ist er nachts sehr aktiv, was vorher nicht war. ich weiß, dass Katzen nachtaktiv sind und er schläft auch überwiegend viel am Tag. Wir beschäftigen uns abends, wenn er aktiver wird mit ihm und versuchen ihn so gut es geht auszulasten, aber ganz so helfen tut es noch nicht (auch weil er nicht so extrem verspielt ist wie manch Jungkatze).
Was könnte man machen, damit zumindest nachts mehr Ruhe einkehrt? Wir würden uns noch mehr abends mit ihm beschäftigen, das ist keine Frage. Sollte man das Miauen nachts ignorieren? Bisher haben wir größtenteils reagiert, weil er uns mit dem Miauen aus dem Schlaf reißt. Befürchtung ist dann nur von uns mit dem Ignorieren, dass er wieder uriniert. Zum Lernen wäre das Ignorieren gut, mir ist der Wirkmechanismus dahinter klar.
Dann steht auch immer noch die Option eines Partners zur Debatte. Ich wollte dazu das Tierheim gleich noch anrufen und um deren Einschätzung bitten.
Huhu,
schön, mal wieder von euch und Arthur zu hören, und schön, dass sich das Futterproblem gut gelöst hat! Hattet ihr den Avatar letztes Mal auch schon? Wenn ja, ist mir gar nicht aufgefallen, was für ein schöner Kerl er ist... und Arthur passt zu ihm, er sieht ein bisschen aus wie ein König Arthur :mrgreen:
Die Unsauberkeitsgeschichte würde ich auch beim Tierarzt abklären lassen, nicht, dass er sich noch etwas eingefangen hat. Unabhängig davon wäre aber eine zweite/dritte Toilette eine gute Idee, die Mindestzahl der Toiletten ist immer 2, egal, wie viele Katzen es sind, da viele Katzen gerne ihre Geschäfte trennen. Außerdem ist dann nicht so schnell voll, was für vergessliche Dosis sehr praktisch ist
Für die vollgepieselten Stellen und Textilien kann ich nur Enzymreiniger empfehlen, das entfernt die Gerüche nicht nur für Menschen-, sondern auch für Katzennasen (und macht sich außerdem auch gut bei Kotzflecken und ähnlichen Nettigkeiten). Wenn auch nur ein feiner, für Menschen nicht wahrnehmbarer Geruch zurückbleibt, animiert das die Katzen gerne mal zum Drüberpieseln, weil es ja nach Klo riecht.
Ein vorsichtig ausgewählter kätzischer Partner ist für die allermeisten Katzen ein Gewinn - aber lasst euch Zeit mit der Auswahl, lasst euch nicht irgendetwas aufschwatzen, und lasst ihn vorher beim Tierarzt untersuchen. Wenn er nicht ganz gesund ist und doch z.B. eine Blasenentzündung hat, wäre der Stress jetzt ziemlich blöde. Die Faustregeln für die Partnerauswahl sind: Gleiches Alter, gleiches Geschlecht, gleiches Spielverhalten, gleicher Charakter. Aber das Tierheim wird euch da hoffentlich gut und kompetent beraten.
Bis sich da etwas ergibt, würde ich mich weiter fleißig mit ihm beschäftigen (das macht ihr ja schon super!), ihn aber alleine schon aus Selbstschutz in der Nacht ignorieren und mal sehen, wie er darauf reagiert. Ihr braucht euren Schlaf, und Arthur kennt euren Tagesrhythmus und eure Gewohnheiten noch nicht. Bei uns hat es ein halbes Jahr (und einen Zweitkater *g*) gebraucht, bis wir durchschlafen konnten, aber jetzt kennt unser Bärchen unsere Gewohnheiten, er weiß, dass er nichts außer ein indigniertes Grummeln bekommt, wenn er nachts zu brüllen anfängt, und wenn die Einsamkeit nachts doch zu groß wird, kommt sein Kumpel sofort angedüst, wenn er anfängt zu schreien. Aber morgens ist niemand schneller als er, an unseren Bewegungen und an unserem Atem zu merken, dass wir gerade aufwachen, und dann stellt er sich neben unser Bett und brüllt, bis er gestreichelt wird. Das darf er dann aber auch! Das wird schon - eure WG ist ja noch ziemlich neu, und da ist es ja klar, dass man sich am Anfang erst aneinander gewöhnen muss.
Liebe Grüße
Glasi