Katze will nicht raus!?

Diskutiere Katze will nicht raus!? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Liebe Katzenfreunde, ich habe eine 2 Jahre alte BKH Kätzin, die seit ca. 1 Jahr bei mir wohnt. Bin total zufrieden mit ihr. Nur paar...
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #1
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Gast44290

Gast
Liebe Katzenfreunde,

ich habe eine 2 Jahre alte BKH Kätzin, die seit ca. 1 Jahr bei mir wohnt. Bin total zufrieden mit ihr. Nur paar Kleinigkeiten würde ich gern ändern. Der mir momentan wichtigste Punkt:

Die Katze will nicht raus!

Dazu muss ich kurz erklären, dass es für sie einige Schwierigkeiten gibt: Ich wohne im ersten Stock und kann ihr keine Katzenklappe bieten. In unmittelbarer Nachbarschaft gibt es 2 andere Katzen, die ihr Revier gegen sie verteidigen. Und sie kann sich nicht richtig durchsetzen. Am Anfang ist sie noch neugierig raus, aber nach ein paar schlechten Erfahrungen wollte sie nicht mehr raus. Sie kann ohne Katzenklappe, dann ja nicht mehr so ohne Weiteres zurück und in Sicherheit bringen. Danach hat sie sich dann gewehrt raus zu "müssen".

Ich bin allerdings tagsüber berufstätig und die Katze zuhause. Wenn ich dann heim komme, hat sie natürlich einen großen Anspruch was ich mit ihr bis tief in die Nacht alles spiele. Grundsätzlich mach ich das gerne, kann ich aber nicht immer leisten. Und so hab ich ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen. Das ist dann manchmal wirklich anstrengend. Meiner Meinung nach, sollte sie raus gehen und katzenwürdiges Leben leben, jagen und entdecken.

Mein ideales Ziel wäre:
Ich komme um ca. 17 Uhr nach Hause. Am Abend wird gespielt, gefüttert, gestreichelt, etc. Ab 22 Uhr geht sie dann raus und führt ihr eigenes Leben. Am Morgen um halb 7 steht sie vor der Türe und will in die Wohnung um zu schlafen und zu fressen.

In letzter Zeit haben wir einige Fortschritte gemacht. Revierkämpfe sind nicht mehr der völlige Weltuntergang, sondern wird halt durchgestanden. Sie geht gerne raus, solange die Türen in Treppenhaus usw offenbleiben und sie eine Rückzugsmöglichkeit hat. Da wird mein Vermieter aber spätestens wenns bald kalt wird was dagegen haben. Außerdem können die Türen ja nicht Nachts offen bleiben.

Meine Frage an Euch: Wie krieg ich sie dazu? Verlange ich zuviel von Ihr wenn ich sie einfach "raus werfe" oder bin ich zu vorsichtig? Habt ihr ein paar Ideen für mich, wie ich sie dazu kriege ihr Katzenleben auszuleben?

Viele Grüße
hafgan
 
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #2
Zwing sie nicht!

Sie gegen ihren Willen unter nichteinmal optimalen Bedingungen in den Freigang zu zwingen ist für Sie furchtbar.
Aber du hast natürlich recht damit, dass sie einfach zu lange alleine ist, während du außer Haus bist.
Erwäge lieber, eich eine passende Zweitkatze ins Haus zu holen.

Als Faustregel für die meisten gut funktionierenden Katzenkombis gilt:
Gleiches Alter, gleiches Geschlecht, gleiches Temperament
 
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #3
Ich würde sie auch nicht zum Rausgehen zwingen! Andrea hat recht, nimm eine 2. Katze dazu, dann sind deine Probleme gelöst!
 
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #4
Danke schon mal für Eure Antworten!l

Nein, ich möchte sie wirklich nicht zwingen. Aber momentan gibts echt auch Fortschritte. Sie ist gerade draussen und ich hab das Gefühl, dass sie EIGENTLICH gern raus würde. Was sie ja auch gern macht ... wenn die Türe offen bleibt.

Thema 2. Katze:
Das habe ich auch schon ins Auge gefasst. War kurz davor noch eine ins Haus zu holen ... Testweise habe ich sie dann während ich im Urlaub war einer Kollegin gegeben, die ebenfalls eine Katze hat. Wir wollten alle mal sehen, ob eine 2. Katze eine Alternative wäre. ==> Es war ein Desaster! Sie sagte, dass sie die Tage rückwärts gezählt hat, bis ich wieder da war! Seit dem bin ich da sehr vorsichtig. Will ja das Problem nicht vergrößern! Nee, ich hätte das für die Katze gemacht, ich selbst bräuchte keine 2. Katze. Aber wenns am Ende noch ein Problem für sie ist ... Das kommt für mich nicht mehr in Frage!
 
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #5
Katze "testweise" aus dem vertrauten Revier raus? Das ist keine Zusammenführung. So kann man das mit den meisten Katzen nicht machen, oder gar ihre Verträglichkeit austesten. Sorry, nein, so funktioniert das schon mal gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #6
Katze "testweise" aus dem Vertäuten Revier raus? Das ist keine Zusammenführung. So kann man das mit den meisten Katzen nicht machen, oder gar ihre Verträglichkeit austesten. Sorry, nein, so funktioniert das schon mal gar nicht.

Aber die Alternative einfach eine 2. anzuschaffen behagt mir auch nicht...
 
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #7
Was weißt du denn von dem Vorleben deiner Katze.
Wie alt war sie, als sie Mutter und Geschwister verlassen musste, war sie in ihrem ersten Jahr noch mit anderen Katzen zusammen, oder nicht?

Ich schrieb ja schon "passende" Zweitkatze.
Wir verstehen uns ja auch nicht mit jedem X-beliebigen Menschen. Ähnlichkeiten sollten schon vorhanden sein und du solltest zur Zusammenführung eine Gittertür einplanen.
 
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #8
Thema 2. Katze:
Das habe ich auch schon ins Auge gefasst. War kurz davor noch eine ins Haus zu holen ... Testweise habe ich sie dann während ich im Urlaub war einer Kollegin gegeben, die ebenfalls eine Katze hat. Wir wollten alle mal sehen, ob eine 2. Katze eine Alternative wäre. ==> Es war ein Desaster! Sie sagte, dass sie die Tage rückwärts gezählt hat, bis ich wieder da war! Seit dem bin ich da sehr vorsichtig. Will ja das Problem nicht vergrößern! Nee, ich hätte das für die Katze gemacht, ich selbst bräuchte keine 2. Katze. Aber wenns am Ende noch ein Problem für sie ist ... Das kommt für mich nicht mehr in Frage!

Entschuldigung, dass konnte nur schiefgehen. Ihr habt zwei schlecht sozialisierte Katzen (da beide einzeln gehalten) einfach zusammengesetzt, was habt ihr euch da nur erwartet? Deine Katze wurde einfach aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen, und in das Revier einer anderen Katze gesetzt, dass konnte nicht gut gehen, jedenfalls nicht auf die Schnelle. Da wäre es wirklich ein Wunder gewesen, wenn die sich auf Anhieb vertragen hätten. Nicht umsonst rät man bei Urlaubsbetreuungen dazu, die Tiere in der vertrauten Umgebung zu lassen und vor Ort zu betreuen, die meisten Katzen mögen Ortswechsel überhaupt nicht.

Man kann nicht einfach zwei Katzen zusammensetzen, nur um mal zu schauen, so einfach funktioniert dass nicht. Aber bei Wohnungshaltung und gerade bei jungen Katzen, sollte man sie keinesfalls alleine halten und ich würde auch keine Freigänger allein halten, die Sozialkontakte draußen werden meist überschätzt, da müssen schon sehr viele Faktoren zusammenkommen, damit es passt und ausreichender Sozialkontakt ist und bei deiner Katze klappt es ja eher nicht, wenn sie jetzt gar nicht mehr raus will. Katzen sind keine Einzelgänger, sie werden wenn dazu gemacht.

Wie sieht es mit der Sozialisierung deiner Katze aus, stammt sie aus einer seriösen Zucht und wurde als Kitten ausreichend sozialisiert, war sie 12-14 Wochen bei der Katzenmutter und den Geschwistern? Seid wann wird sie allein gehalten? Vielleicht hat sie auch deswegen draußen Probleme, weil sie sich nicht richtig zu verhalten weiß, als Kittten unzureichend sozialisiert wurde und die Katzensprache, den richtigen Umgang miteinander nicht richtig erlernt hat.

Ich würde schon zu einer Zweitkatze raten, aber aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen die sie draußen und bei dem Test mit der anderen Katze gemacht hat, auf jeden Fall zu einer langsamen Zusammenführung raten.

Bei der Auswahl der 2.Katze muss man einiges berücksichtigen. Ganz wichtig, je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sollte es die andere sein. Dann sollte man die 2.Katze möglichst passend aussuchen Geschlecht, Alter, Wesen, Charakter, Temperament all dass spielt eine Rolle. Bitte überlege es dir noch einmal und versuche es, mit 2 Jahren lassen sich Katzen meist noch recht gut vergesellschaften, wenn es auch Geduld erfordert und vor allem die richtige Wahl der Zweitkatze.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #9
Ich würde eine Katze, die partout nicht raus will, sogar Angst davor hat auch nicht dazu nötigen. Es ist schon bei Katzen, die absolut auf Freigang bestehen kaum auszuhalten mit der ständigen Sorge zu leben. Wenn man dann aber noch weiß, dass es gar nicht nötig war? Das käme für mich nicht in Frage.
Wenn Du ehrlich das Gefühl hättest, dass sie unbedingt raus will würde ich eine Katzenklappe einbauen lassen.

Und natürlich eine zweite, gut sozialisierte dazu ;-). Entweder wieder eine Rassekatze mit "Rückgabeoption". Oder noch besser eine der vielen Tierschutz-Katzen hier im Forum. Die gibt es meist mit super Beratung dazu. Und wenn es gar nicht geht kannst Du sie zurückgeben (natürlich schlimm für alle Beteiligten. Aber besser als 20 Jahre "Krieg").
 
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #10
Hallo,

das ist ja wirklich ein super Forum hier, da kriegt man allerhand Resonanz! Danke dafür!


Was weißt du denn von dem Vorleben deiner Katze.
Wie alt war sie, als sie Mutter und Geschwister verlassen musste, war sie in ihrem ersten Jahr noch mit anderen Katzen zusammen, oder nicht?
==> Nein, aus ihrem Vorleben weiss ich nichts. In der Familie kam es zu Nachwuchs und dann war die Arme quasi überflüssig. Sie ist sehr ruhig, außer sie hat ihre tollen 5 Minuten. Sehr stubenrein, und sucht immer den Kontakt zu mir. Habe nicht den Eindruck, dass sie den Kontakt zu anderen Katzen sucht! ;)

Entschuldigung, dass konnte nur schiefgehen. Ihr habt zwei schlecht sozialisierte Katzen (da beide einzeln gehalten) einfach zusammengesetzt, was habt ihr euch da nur erwartet? Deine Katze wurde einfach aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen, und in das Revier einer anderen Katze gesetzt, dass konnte nicht gut gehen, jedenfalls nicht auf die Schnelle. Da wäre es wirklich ein Wunder gewesen, wenn die sich auf Anhieb vertragen hätten. Nicht umsonst rät man bei Urlaubsbetreuungen dazu, die Tiere in der vertrauten Umgebung zu lassen und vor Ort zu betreuen, die meisten Katzen mögen Ortswechsel überhaupt nicht.
...
Ich würde schon zu einer Zweitkatze raten, aber aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen die sie draußen und bei dem Test mit der anderen Katze gemacht hat, auf jeden Fall zu einer langsamen Zusammenführung raten.

Bei der Auswahl der 2.Katze muss man einiges berücksichtigen. Ganz wichtig, je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sollte es die andere sein. Dann sollte man die 2.Katze möglichst passend aussuchen Geschlecht, Alter, Wesen, Charakter, Temperament all dass spielt eine Rolle. Bitte überlege es dir noch einmal und versuche es, mit 2 Jahren lassen sich Katzen meist noch recht gut vergesellschaften, wenn es auch Geduld erfordert und vor allem die richtige Wahl der Zweitkatze.
Ja, was haben wir erwartet: Wenn die 2 sich vertragen hätten und alles gut gelaufen wäre, dann hätte ich ihr sofort einen Spielgefährten angeschafft. Seit dem bin ich genau aus Deinen genannten Gründen sehr sehr vorsichtig. Ich würde ja auch bei einer 2. Katze, diese dann aus ihrer vertrauten Umgebung reisen. Dann wäre halt meine erste nur in ihrer gewohnten Umgebung. Also was wäre denn der konkrete Vorschlag? Sorry, dass ich das jetzt ein bisschen überspitzt formuliere: "Hole Dir eine Katze, bei der Du weisst, wie sie sozialisiert ist mit Rückgabeoption und hoffe für das Beste". Seid mir jetzt nicht böse, aber ICH will keine 2. Katze, da das einen riesegen Rattenschwanz Probleme mit sich bringt: 1. ich weiss nicht, ob die 2 sich vertragen. 2. ob die Wohnung groß genug ist, 3. ob der Vermieter zustimmen würde. 4. Wer nimmt denn jetzt 2 Katzen im Urlaub oder wenn ich krank bin... Keine Ahnung, was noch dazu kommt.

Ich bitte das zu akzeptieren: Eine 2. Katze würde ich nur angehen, wenn alles andere versagt hat. Wenn das Thema wird, dann frage ich hier nochmal nach, was da alles zu beachten ist.

Ich würde eine Katze, die partout nicht raus will, sogar Angst davor hat auch nicht dazu nötigen. Es ist schon bei Katzen, die absolut auf Freigang bestehen kaum auszuhalten mit der ständigen Sorge zu leben. Wenn man dann aber noch weiß, dass es gar nicht nötig war? Das käme für mich nicht in Frage.
Wenn Du ehrlich das Gefühl hättest, dass sie unbedingt raus will würde ich eine Katzenklappe einbauen lassen.

Und natürlich eine zweite, gut sozialisierte dazu ;-). Entweder wieder eine Rassekatze mit "Rückgabeoption". Oder noch besser eine der vielen Tierschutz-Katzen hier im Forum. Die gibt es meist mit super Beratung dazu. Und wenn es gar nicht geht kannst Du sie zurückgeben (natürlich schlimm für alle Beteiligten. Aber besser als 20 Jahre "Krieg").

Katzenklappe, wäre mir auch das liebste. Aber erstens bräuchte ich 2 Klappen: Wohnung und Treppenhaus und 2. Kann ich vom Vermieter jetzt nicht verlangen (könnte sogar sein, dass es Probleme mit dem Denkmalschutz gibt, aber das nur am Rande).

Ich finde, dass "wir 2" schon auf einem sehr guten Weg sind, den ich gerne weiter fördern will: Am Anfang wars für sie die Hölle, wenn ich sie raus gebraucht habe und sie in Konflikte mit anderen geriet. Deswegen war sie jetzt ein Jahr so gut wie nur in der Wohnung. Gegen jeden Versuch hat sie sich gewehrt. Saß aber den ganzen Tag und Nacht am Fenster und hat die Nachbarschaft beobachtet. Trotzdem wollte sie nie wirklich draußen sein. Seit dem ich den Versuch gestartet habe die Türen offen zu lassen geht sie nach und nach länger raus, kommt wieder und dann gleich wieder raus. Daran habe ich erkannt, dass sie es eigentlich will. Gestern z.B. war sie so gut wie den ganzen Tag draußen. Selbst als ich sie am Abend dann rein holen wollte, setzte sie sich an die Tür und miaute bis ich sie wieder raus gelassen hab.

Meine Frage hier bezieht sich darauf, ob ich es ihr noch weiter erleichtern kann und weiter zu motivieren, dass das auch funktioniert, wenn ich unter der Woche nicht ständig auf und zu machen kann oder Türen offen bleiben. Das mit den offenen Türen war auch erst nur Zufall und wird in Kürze keine Option mehr sein. Aber es geht doch jetzt in die richtige Richtung. Jetzt kämpft sie trotzdem draußen, kommt dann kurz rein und geht dann wieder raus. Ich finde das eine tolle Entwicklung in den letzten 2-3 Wochen!! Ich fange jetzt auch langsam an, dann doch mal kurz die Türen zu schließen, dass sie sich dran gewöhnt und merkt, dass die dann auch wieder aufgehen.

Es tut mir sehr leid, Keine Optionen sind Katzenklappen und zumindest kurzfristig eine 2. Katze. Ziel ist es, durch Erziehung und Motivation ihr ein Leben im Freien zusätzlich zu ermöglichen und dass sie es dann auch gerne macht.
 
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  • Katze will nicht raus!? Beitrag #11
Ich würde ja auch bei einer 2. Katze, diese dann aus ihrer vertrauten Umgebung reisen. Dann wäre halt meine erste nur in ihrer gewohnten Umgebung.
Kann man mit einer Zusammenführung nicht vergleichen, dass wäre ja nicht vorübergehend, einfach mal so zum testen, sondern sie soll ja ein neues Zuhause bei dir finden.

Also was wäre denn der konkrete Vorschlag? Sorry, dass ich das jetzt ein bisschen überspitzt formuliere: "Hole Dir eine Katze, bei der Du weisst, wie sie sozialisiert ist mit Rückgabeoption und hoffe für das Beste".
Mein Vorschlag wäre, wie schon gesagt, eine passende Zweitkatze, damit man auch entsprechende Chancen hat, damit es klappt. Dann aufgrund der Vorgeschichte, eine langsame Zusammenführung. Die neue Katze darf erstmal in einem getrennten Raum in Ruhe ankommen, dann wird eine Gittertür angebracht, die Katzen bleiben erstmal noch strikt getrennt. Katzenklos, Decken, Spielzeug usw. wird immer wieder ausgetauscht, damit die sich geruchlich näher kommen, du streichelst beide abwechselnd, dadurch wird auch Geruch übertragen. Dann schaffst du durch Spielen in der Nähe der Gittertür und mit Leckerlis positive Erlebnisse in Gegenwart der anderen und sobald beide Katzen am Gitter ganz entspannt bleiben, auch in Gegenwart der anderen, dann erst lässt man sie zusammen.

Von Rückgabeoptionen halte ich nicht allzu viel, sollte natürlich im Notfall möglich sein, aber normalerweise sollte es wie gesagt, bei einer noch so jungen Katze und mit genügend Geduld, langsamer Zusammenführung und mit einer wirklich gut sozialisierten, passenden Zweitkatze schon klappen.

Seid mir jetzt nicht böse, aber ICH will keine 2. Katze, da das einen riesegen Rattenschwanz Probleme mit sich bringt: 1. ich weiss nicht, ob die 2 sich vertragen.
Dafür gibt es natürlich keine Garantie, aber es ist nicht so schlimm, wie du es jetzt befürchtest, sondern überschaubar und auch steuerbar.

2. ob die Wohnung groß genug ist,
Man rechnet so grob im Schnitt ca. 15 qm und ein Raum, pro Katze. Also wenn es nicht ein Einzimmerappartment mit unter 30 qm ist, hat man durchaus genügend Raum für 2 Katzen, muss halt auch entsprechend katzengerecht eingerichtet sein.
3. ob der Vermieter zustimmen würde.
Den kann man fragen und wenn Katzenhaltung erlaubt ist, dürfen es in der Regel auch 2 Katzen sein.

4. Wer nimmt denn jetzt 2 Katzen im Urlaub oder wenn ich krank bin... Keine Ahnung, was noch dazu kommt.
Deine eine Katze muss doch auch betreut werden und soviel Mehraufwand ist es nicht, ob man jetzt eine oder zwei Katzen versorgt.


Ich bitte das zu akzeptieren: Eine 2. Katze würde ich nur angehen, wenn alles andere versagt hat.

Es wäre sehr schade für deine Katze, wenn du so entscheidest, egal ob sie in Zukunft regelmäßig rausgeht oder nicht, wenn nicht wäre es natürlich umso schlimmer, wenn sie einfach nur allein daheim sitzt während du in der Arbeit bist.

Leider wird auch der Sozialkontakt draußen meist überschätzt. Meist sind Kontakte draußen auf flüchtige Begegnungen oder Revierstreitigkeiten begrenzt und dann sind die auch oft zu unterschiedlichen Zeiten draußen unterwegs.

Um draußen eine Freundschaft aufzubauen müssen schon viele Kriterien zusammenkommen, damit da was daraus wird: Die Katzen sollten einigermaßen gut sozialisiert sein, möglichst im ähnlichen Alter, vom Wesen, Charakter und Temperament zueinander passen und regelmässig zur gleichen Zeit am gleichen Ort unterwegs sein, damit sie sich auch regelmässig dort treffen.

Kann man auch nicht mit den Sozialkontakten vergleichen, die streunernde Katzen miteinander aufbauen. Diese sind ja ständig, Tag und Nacht, draußen gemeinsam unterwegs und teilen sich ihr Revier oder haben Überschneidungen der Reviere und treffen sich regelmässig.


Katzen sind keine Einzelgänger, sie werden dazu gemacht. Sie sollten auf jeden Fall die Möglichkeit zu Sozialkontakt zu Artgenossen haben.

Einzelhaltung von jungen Katzen sollte man nicht machen und kann sich auch entsprechend auswirken, auch wenn man es vielen Katzen leider gar nicht so anmerkt.

Viele Katzen resignieren einfach und finden sich damit ab und leider merkt man es vielen Katzen überhaupt nicht an, dass ist ja das Fatale, daher glauben ja so viele dass ihre Katzen trotzdem glücklich sind. Die Tiere sind dann besonders munter, während man sich mit ihnen beschäftigt und sind ihrem Besitzer sehr zugetan, viele kommen gar nicht auf die Idee, dass der Katze etwas fehlen könnte, aber dass tut es, kein Mensch kann mit noch soviel Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit den Artgenossen ersetzen. Der Sozialkontakt zu einem Menschen ist ein anderer als zum Artgenossen.

Manche Katzen zeigen aber sehr wohl Verhaltensänderungen, -auffälligkeiten oder -störungen wie auch immer man es bezeichnen mag, diese äußern sich durch aggressives Verhalten, lautstarkes anhaltendes Schreien vor allem nachts, Tapetenkratzen, Zerstörungswut gegenüber Mobilar, Schwanzjagen, Unsauberkeit, Depressionen, Antriebslosigkeit, Fressunlust aber auch Fresssucht usw. aufgrund ihrer Einzelhaltung.
 
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  • Katze will nicht raus!? Beitrag #12
Ich wohne im ersten Stock und kann ihr keine Katzenklappe bieten.
Auch im 1. Stock kann man Katzenklappen einbauen - haben wir auch gemacht. Dann muss halt außen eine Katzentreppe drangebaut werden.

Sie kann ohne Katzenklappe, dann ja nicht mehr so ohne Weiteres zurück und in Sicherheit bringen.
Das ist einer der Hauptgründe für Katzenklappen - mal abgesehen von der Bequemlichkeit der Katzenhalter, die ja nicht rund um die Uhr den Tieröffner spielen können.

Mein ideales Ziel wäre:
Ich komme um ca. 17 Uhr nach Hause. Am Abend wird gespielt, gefüttert, gestreichelt, etc. Ab 22 Uhr geht sie dann raus und führt ihr eigenes Leben. Am Morgen um halb 7 steht sie vor der Türe und will in die Wohnung um zu schlafen und zu fressen.
Das kannst Du gleich mal vergessen, auch wenn viele Katzen durchaus feste Zeiten einhalten, sicher sein kannst Du da nie. Unsere halten sich nicht an feste Zeiten, haben wir ihnen aber auch nie beigebracht und durch die Katzenklappe können sie ja auch frei rein und raus wie sie wollen.

Sie geht gerne raus, solange die Türen in Treppenhaus usw offenbleiben und sie eine Rückzugsmöglichkeit hat. Da wird mein Vermieter aber spätestens wenns bald kalt wird was dagegen haben. Außerdem können die Türen ja nicht Nachts offen bleiben.
Da geht's nicht nur um Deinen Vermieter sondern auch um die anderen Mieter.
In den meisten Mietshäusern steht sogar in der Hausordnung und in den Mietverträgen ab wann die Haustüre abzuschliessen ist, dass sie sowieso geschlossen zu sein hat ist eigentlich klar - nicht nur weil viele Menschen ja (ob erlaubt oder nicht) auch Sachen im Treppenhaus stehen haben, da ist die Diebstahlsgefahr dann halt doch recht hoch.

Was sie ja auch gern macht ... wenn die Türe offen bleibt.
Dass die Haustüre offen bleibt kannst Du aber nicht verlangen, auch nicht außerhalb der Heizperiode, noch nicht einmal tagsüber.

Seid mir jetzt nicht böse, aber ICH will keine 2. Katze, da das einen riesegen Rattenschwanz Probleme mit sich bringt: 1. ich weiss nicht, ob die 2 sich vertragen. 2. ob die Wohnung groß genug ist, 3. ob der Vermieter zustimmen würde. 4. Wer nimmt denn jetzt 2 Katzen im Urlaub oder wenn ich krank bin... Keine Ahnung, was noch dazu kommt.
Dass DU keine zweite Katze willst steht im Vordergrund?
zu 1.): Das weiss man nie vorher. Aber über eine langsame Zusammenführung und gute Auswahl der Zweitkatze kann man da schon so einige Risiken im Vorfeld ausmerzen.
zu 2.): Wie groß ist denn Deine Wohnung und wie ist sie geschnitten? Auf jeden Fall sollte die Möglichkeit vorhanden sein dass sich die Katze auch mal zurückziehen kann, das sollte aber eigentlich schon bei einer Einzelkatze möglich sein.
zu 3.): Den Vermieter kann man und muss man natürlich vorher fragen. Es gibt jede Menge gute Argumente ihn zu überzeugen dass zwei Katzen für ihn auch nicht "schlimmer" sind als eine (mal ganz abgesehen davon dass Du so oder so für die Schäden aufkommen musst).
zu 4.): Die Katze wegen Urlaub oder Krankheit abzugeben ist ohnehin keine sonderlich gute Idee - Katzen bleiben lieber in ihrem angestammten Zuhause und werden dann besser vor Ort versorgt - und dann macht es keinen Unterschied ob eine oder mehr Katzen.

Ich bitte das zu akzeptieren: Eine 2. Katze würde ich nur angehen, wenn alles andere versagt hat.
Auch für Freigängerkatzen ist es wesentlich schöner einen Kumpel zuhause zu haben, spätestens im Winter wenn's draußen ungemütlich ist und auch die Nachbarskatzen lieber daheim auf der Heizungsliege dösen.
Dass es draußen mit der Katzenfreundschaft klappt ist nämlich nicht gesagt - merkst Du ja selbst mit den Nachbarskatzen die offensichtlich nicht an einer Freundschaft mit Deiner Katze interessiert sind.

Katzenklappe, wäre mir auch das liebste. Aber erstens bräuchte ich 2 Klappen: Wohnung und Treppenhaus und 2. Kann ich vom Vermieter jetzt nicht verlangen (könnte sogar sein, dass es Probleme mit dem Denkmalschutz gibt, aber das nur am Rande).
Siehe oben: Katzenklappe (mit Katzentreppe) geht auch im ersten Stock problemlos.
Vom Vermieter kannst Du da sowieso nichts verlangen - für Ein- und Ausbau der Katzenklappe(n) bist Du ganz alleine selbst verantwortlich. Der Vermieter muss das nur erlauben, aber die Kosten musst Du natürlich selbst tragen.

Saß aber den ganzen Tag und Nacht am Fenster und hat die Nachbarschaft beobachtet.
Tun das nicht alle Katzen? Auch Wohnungskatzen?

Das mit den offenen Türen war auch erst nur Zufall und wird in Kürze keine Option mehr sein.
Das ist so oder so keine Option wenn Du zur Miete wohnst, denn damit gefährdest Du die anderen Hausbewohner - von den Heizkosten ganz zu schweigen.
Selbst wenn Du im Eigentum wohnst ist das keine Option - ich würde hier (Eigentum) auch niemals die Haustüre offenstehen lassen wenn ich nicht direkt dabei bin.

Es tut mir sehr leid, Keine Optionen sind Katzenklappen ...
Überdenke bitte nochmal die Möglichkeit mit der Katzenklappe in der Wohnung und der Katzentreppe - bei uns funktioniert das super (OK, unsere neue muss die Klappe noch verstehen, aber das wird schon noch).

Ziel ist es, durch Erziehung und Motivation ihr ein Leben im Freien zusätzlich zu ermöglichen und dass sie es dann auch gerne macht.
Warum willst Du sie zwingen?
Wenn sie nicht raus möchte, dann lass sie halt drin bleiben. Nicht jede Katze möchte unbedingt raus...
 
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #13
Hehe, schön dass mir auch erklärt wird, wie ich mit anderen Mietern umgehen muss und wie das mit den Türen ist ... Ich habe aber keine anderen Mieter hier.

Ich versteh Euch schon, perfekt wäre es mit einer Katzenklappe und einem zusätzlichen Spielgefährten. Das ist ganz klar. Es ist hier aber wie im echten Leben: Es ist nicht ganz perfekt und ich kann das auf die Schnelle nicht ändern! Vielleicht in einiger Zeit. Aber bis dahin müssen wir erstmal so zurecht kommen. Also vertraut mal meinem Urteil, dass ich hier so schnell keine 2 Katzenklappen oder -treppen bekomme. Auch wenn mir das jetzt noch öfter empfohlen wird, das ändert jetzt nix daran. Gleiches gilt für eine 2. Katze.

Wenn zu meiner eigentlichen Frage nichts mehr kommt, dann bedanke ich mich bei allen Beteiligten herzlich!

hafgan
 
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #14
Hehe, schön dass mir auch erklärt wird, wie ich mit anderen Mietern umgehen muss und wie das mit den Türen ist ... Ich habe aber keine anderen Mieter hier.

Ich versteh Euch schon, perfekt wäre es mit einer Katzenklappe und einem zusätzlichen Spielgefährten. Das ist ganz klar. Es ist hier aber wie im echten Leben: Es ist nicht ganz perfekt und ich kann das auf die Schnelle nicht ändern! Vielleicht in einiger Zeit. Aber bis dahin müssen wir erstmal so zurecht kommen. Also vertraut mal meinem Urteil, dass ich hier so schnell keine 2 Katzenklappen oder -treppen bekomme. Auch wenn mir das jetzt noch öfter empfohlen wird, das ändert jetzt nix daran. Gleiches gilt für eine 2. Katze.

Wenn zu meiner eigentlichen Frage nichts mehr kommt, dann bedanke ich mich bei allen Beteiligten herzlich!

hafgan

Schade, dann sind es also nicht die Umstände, sondern du willst keine zweite Katze, ich finde dass reichlich egoistisch von dir, schade dass du dich nicht im Vorfeld besser über die Bedürfnisse einer Katze erkundigt hast und nicht gewillt bist, auf diese einzugehen.

Sobald Probleme kommen, ist alles andere schuld, aber nicht man selbst. Dabei könnte man diese leicht aus der Welt schaffen, wenn man nur wollte.

Ich hoffe, die Katze findet doch noch Gefallen am Freigang und geht zukünftig freiwillig raus, weil die Alternative wäre egal wie, sehr traurig, entweder sitzt sie weiterhin allein daheim oder sie wird gezwungen rauszugehen und hat draußen jede Menge Stress mit den anderen Katzen, beides nicht schön für die Katze.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #15
Ich hoffe, die Katze findet doch noch Gefallen am Freigang und geht zukünftig freiwillig raus, weil die Alternative wäre egal wie, sehr traurig, entweder sitzt sie weiterhin allein daheim oder sie wird gezwungen rauszugehen und hat draußen jede Menge Stress mit den anderen Katzen, beides nicht schön für die Katze.

Jetzt kommen wir langsam zu meiner Frage!

Schade dass ich jetzt schon in der Schublade "Egoist" einsortiert wurde.

Ich freu mich über weitere konstruktive Beiträge. Auch danke für die PN.

Schönen Sonntag.
 
  • Katze will nicht raus!? Beitrag #16
Ich habe aber keine anderen Mieter hier.
Na das ist doch super - dann kann sich auch niemand gestört fühlen oder wegen der Heizkosten meckern. Aber dann verstehe ich auch nicht warum das mit der Katzenklappe ein Problem sein sollte? Liegt's an den Kosten, oder warum soll das nicht gehen?
So dramatisch sind die Kosten nun auch nicht.

Vielleicht in einiger Zeit. Aber bis dahin müssen wir erstmal so zurecht kommen.
Sagt Dir der Name "Kaspar Hauser" etwas?
 
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