Welpenschutz bei Katzen?

Diskutiere Welpenschutz bei Katzen? im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, ich habe eine 4jährige kastrierte Kätzin, die seit ca. 5 Monaten bei mir lebt. Sie ist, seit sie ca. 9 Wochen alt war, mit einem etwa 3...
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #1
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kellyschnute

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Hallo,

ich habe eine 4jährige kastrierte Kätzin, die seit ca. 5 Monaten bei mir lebt. Sie ist, seit sie ca. 9 Wochen alt war, mit einem etwa 3 bis 4 Jahre älteren Kater aufgewachsen (reine Wohnugnshaltung). Nachdem sie mit ihm im Anschluss an einen Tierarzt-Besuch (er war allein dort) überhaupt nicht mehr mit ihm zurechtkam, haben wir sie aus einem Privathaushalt übernommen.

Sie hat sich hier recht gut eingelebt, macht aber zunehmend den Eindruck, immer schreckhafter, unruhiger, unausgeglichen zu sein. Sie reagiert panisch-aggressiv auf Kater, die auf der Terrasse vorbeilaufen und markiert gelegentlich eine bestimmte Stelle in dem Raum, von dem aus sie die Terrasse im Blick hat und/oder ihr Klo von außen, zT vergräbt sie auch ihren Kot nicht.

Ich wollte daher gern versuchen, ihr wieder einen Katzenpartner zur Seite zu geben.

Aufgrund der Vorgeschichte vermute ich, dass ein oder mehrere erwachsene Tiere eher keine gute Wahl sein werden, und überlege deshalb, es mit einem Kitten zu probieren.

Nun meine Frage: Habt ihr die Erfahrung gemacht, dass es bei Katzen eine Art Welpenschutz gibt, und wenn ja, bis zu welchem Alter der kleinen Kätzchen? Wäre 6 Monate bereits zu alt?

Vielen Dank
Anja
 
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #3
Danke, Saurier. Ich hatte auch schon ein wenig im Forum herumgesucht und unterschiedliche Meinungen gelesen.

Es kann also etwas einfacher funktionieren, muss aber nicht.

Ich bin trotzdem froh über eigene Erfahrungsberichte; mir ist aber bewusst, wieviele Faktoren da hineinspielen.
 
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #4
Hi,

ich wäre dann aber eher für zwei Kitten. Eines alleine wird deine Dame ganz schön nerven.
 
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #5
Hatte ich auch schon gelesen. Daher die Überlegung mit einem 6 Monate alten Tier; da ist der "Nervfaktor" eventuell nicht mehr ganz so ausgeprägt, aber das Tierchen ist noch jung genug, dass es nicht als potenzielle Bedrohung angesehen wird, zumal sie ja noch keine Jahre bei uns ist.
 
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #6
Nun ja, Kitten nennt man Katzen in der Regel bis zum ersten Jahr... und mit einem halben Jahr drehen die Miezen so richtig auf, das dürfte schon nicht so ganz einfach werden.

Da es Welpenschutz, wie gesagt, nicht gibt, ist das Alter auch egal, wenn die Altkatze die neue als Bedrohung sieht, ist egal, wie alt sie ist.

Wie wurde die Altkatze denn sozialisiert? Weißt du etwas darüber?
 
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #7
Ich gehe mal davon aus, dass Deine Katze gesundheitlich gecheckt ist.
Ich würde aus der Beschreibung des Verhaltens Deiner Katze schließen, dass sie sehr unsicher ist. Deshalb markiert (wie?) sie drinnen ihr Revier, wenn sie draußen andere Katzen sieht, auch um sich selbst quasi zu versichern, dass das IHR Revier ist. Dass sie ihren Kot nicht verscharrt, tja, bei mir wird auch längst nicht immer Kot verscharrt. Ist einfach so.
Der Abgabegrund bei den Vorbesitzern war ja, dass sie mit dem Kater nach einem Tierarzt-Besuch (des Katers) nicht mehr zurecht kam. Wenn eine Katze beim Tierarzt war, riecht und/oder verhält sie sich anders. Sensible kätzische Mitbewohner können (müssen natürlich nicht) dadurch extrem irritiert sein. Und diese Irritation kann sich in seltenen Fällen „festsetzen“ – ähnlich wie umgeleitete Aggression und ihre Folgen. Das kann bis hin zu der Notwendigkeit einer neuen Zusammenführung gehen.

Deine Katze ist dann aber abgegeben worden (meine ich jetzt nicht böse) – und das aus einer Situation heraus, in der sie Artgenossen nicht ganz so toll fand. Die Erfahrung, dass das mit dem ursprünglichen Kater-Mitbewohner wieder „gut“ wird, hat sie ja nicht gemacht.

Ich würde in zwei Schritten vorgehen:
Erst einmal mit Feliway & Co, vielleicht auch Zylkene und entsprechendem Verhalten eurerseits (Sicherheit geben) etwas Ruhe und Wohlfühlatmosphäre einkehren lassen. Wenn sie andere Tiere auf der Terrasse sieht, vielleicht eine Alternative zu Unruhe/Angst anbieten? Spiel vielleicht.

Im zweiten Schritt würde ich dann einen Kumpel/eine Kumpeline suchen. Geschlecht finde ich hier gar nicht so wichtig. Von einem Kitten würde ich total abraten. Kitten verunsichern unsichere Katze häufig, weil sie so wuselig, schnell und in gewisser Weise auch „aufdringlich“ sein können. Ich würde nach einem souveränen, sehr sozialen Kater oder einer Katze suchen – eher älter als jünger im Vergleich zu Deiner Katze und mit sehr ausgeprägter und vor allem ausgleichender Artgenossenerfahrung. Für diese Suche würde ich mir Zeit lassen.
 
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #8
Hatte ich auch schon gelesen. Daher die Überlegung mit einem 6 Monate alten Tier; da ist der "Nervfaktor" eventuell nicht mehr ganz so ausgeprägt, aber das Tierchen ist noch jung genug, dass es nicht als potenzielle Bedrohung angesehen wird, zumal sie ja noch keine Jahre bei uns ist.

Nur mal als Beispiel:

Also unsere zwei sind jetzt ein gutes Jahr alt und die toben ganz schön fies. Loui springt aus einem Meter höhe direkt auf Fuzzi drauf und macht ihn regelrecht platt. Fuzzi rennt mit anlauf und gesenktem Kopf auf Loui zu und rammt ihn gegen die Wand. Und das sind nur kleine Ausschnitte. Hier gehts jeden Abend zu als wäre eine Horde Elefanten im Haus unterwegs.
 
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #9
@ZweiWucks: Verblüffend treffend beschrieben - genau so schätzen auch wir die Situation ein. Die meisten waren immer der Auffassung, dass es bei ihr Aggression ist und haben uns etwas gegen Aggressionsabbau empfohlen.

Feliway als Zerstäuber und Sprühflaschesowie seit einiger Zeit Bachblüten sind im Einsatz. Auch wir haben das Gefühl, dass es bei ihr starke Unsicherheit bzw. Angst, gepaart mit ständig steigender Schreckhaftigkeit, ist. Genau aus diesem Grunde wollen wir ihr mehr Sebstsicherheit und Ruhe geben.

Wir stehen nun vor den Alternativen, entweder zwei BKH-Geschwister (3 Jahre alt, du weißt Bescheid ;-) ) oder eben ein etwas älteres Kitten als Kumpel zur Seite zu stellen.

Beide Alternativen wären aus einem Tierheim. Die BKH scheinen ja generell etwas ruhiger und ausgeglichener zu sein, aber da sie eben so extrem auf Kater reagiert, haben wir Bedenken, dass das im Chaos endet. Die BKH werden nur gemeinsam abgegeben und sind im Tierheim wegen einer Allergie.

Würdest du daher eher zu den BKH raten? Wir hatten gehofft, dass bei einer Vergesellschaftung mit einem Kitten keine/weniger Revierstreitigkeiten aufkommen und sie sich weniger bedroht fühlt und evtl. einen Teil der Erziehung übernimmt.

@Saurier: Sie ist mit ca. 9 Wochen ohne Mutter, aber mit Geschwistern, draußen gefunden worden, kam dann zu den Vorbesitzern, wo schon ein ca. 3/4 Jahre alter kastrierter Kater aus einem Tierheim lebte und ist mit ihm aufgewachsen; angeblich völlig problemlos.

@Hannibal: Danke für die Beschreibung; ich kann es mir lebhaft vorstellen :) Ich bin davon ausgegangen, dass die Situation weniger "extrem" ausfällt, wenn jung + älter statt zweimal jung zusammenleben... ??
 
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #10
Ach so, Du hattest ja die BKH-Frage gestartet, ich erinnere mich. :mrgreen:

Mein Bauchgefühl? Wenn eure Katze momentan noch sehr unsicher ist, dann würde ich nicht sofort an eine Vergesellschaftung denken. Aus meiner Perspektive wäre es günstiger, wenn sie erst einmal etwas „runterfahren“ könnte.

Wenn sie sich vor dem Tierarzt-Zwischenfall mit dem Kater gut verstanden hat (mehr Infos dazu wären hilfreich), dann spricht langfristig nichts gegen einen Kater. Ob das eingespielte BKH-Paar passt? Tja, wenn die beiden echt eingespielt sind, könnte Deine Katze im Regen stehen. Muss aber auch nicht sein. Insgesamt müsste man auch mehr über das BKH-Paar wissen.

Wie dem auch sei, ich würde mir noch ein bisschen Zeit lassen.

Von einem Kitten oder Jungspund würde ich nach wie vor abraten. Deine Katze braucht einen souveränen, gut sozialisierten Kumpel an ihrer Seite – und kein Kitten.
 
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #11
Vor allem würde ich sie in Angstsituationen nicht bestärken. Also einfach ignorieren, wenn sie ängstlich ist.
Was auch hilft, sind Erfolgserlebnisse für die Katze. Und da bietet sich das Klickern an.
Wenn sie erkennt, was Dosi von ihr will und mit einem Leckerchen belohnt wird, ist das gut für das Selbstbewusstsein.
 
  • Welpenschutz bei Katzen? Beitrag #12
@Hannibal: Danke für die Beschreibung; ich kann es mir lebhaft vorstellen :) Ich bin davon ausgegangen, dass die Situation weniger "extrem" ausfällt, wenn jung + älter statt zweimal jung zusammenleben... ??

Ich glaube an dem Verhalten der Jungen Katze ändert sich nix nur weil die ältere ruhig wird . ich glaube eher dass deine Katze dann ungewollt zum Rammbock wird und das endet dann meist Ganz böse. Die Energie die ein Kitten hat muss irgendwo raus und das wird dann deine Katze im Zweifelsfall büßen müssen.
 
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