Meine Güte, was habe ich denn alles falsch gemacht... Hatte immer Katzen aber so eine Scheiße... Mann... ich bin totunglücklich...
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Ich hatte sie seit sie ein Minimini-Kätzchen war... 13 Jahre...
Ich kann gut verstehen, dass du traurig bist, denn mir geht es ähnlich.
Mein Kater Fino (9 Jahre alt), der von Babypfötchen an bei uns lebte, mit dem ich in seinem ersten Lebenshalbjahr wegen Katzenschnupfen mehr beim Tierarzt als zu Hause war, der in inniger Liebe jahrelang an mir hing, hat sich - seit er vor ca. vier Jahren schwer an
HCM erkrankte - immer mehr von uns/mir abgewandt und lebt jetzt bei meinen Nachbarn gegenüber. Anfangs habe ich ihn auch abends immer abgeholt, aber er war bei uns einfach nicht mehr glücklich. Das zeigte er ziemlich deutlich :evil: Er darf aufgrund seiner Krankheit keinen Stress haben und deshalb habe ich mich mit den Nachbarn geeinigt, dass er dort wohnen darf. Heiligabend ist das nun zwei Jahre her :-(
Die Nachbarn bezahlen auch sein Futter, seine Medikamente, seine ärztlichen Untersuchungen, Ultraschall usw. Das wollte ich so nicht, aber die Nachbarn bestanden drauf. Sie waren der Meinung, ich solle nicht darunter "leiden", dass er ausgezogen ist

Sie sicherten mir zu, dass ich immer sein Frauchen bleiben werde. Und in seinem Impfpass steht auch immer noch mein Name. Also wenn es hart auf hart kommen würde, wäre er nach wie vor MEIN Fino.
Die Nachbarn tragen ihn auf Händen und verwöhnen ihn auf's Äußerste. Der Mann ist bereits Rentner und die Frau ist halbtags berufstätig. Das heißt, sie haben rund um die Uhr für ihn Zeit. Er kann rein und raus, wie es ihm gefällt. Was mich sehr beruhigt, dass er seine Medikamente dort immer pünktlich bekommt.
Für ihn als Hardcore-Freigänger und mich als Vollzeitberufstätige war es immer schwierig, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen :roll:
Oft habe ich darüber nachgedacht, warum er gegangen ist. Ob ich etwas falsch gemacht habe, ob es daran liegt, dass sich unsere Katzengruppe vergrößert hat, ob seine Krankheit schuld ist ... ich weiß es nicht :-?
Ich habe auch mit meiner Tierärztin darüber gesprochen. Sie sagt, Katzen haben ihren eigenen Kopf. Wir können eben nicht alle ihre Entscheidungen verstehen. Man kann sie zu nichts zwingen und das würde im Fall von Fino auch zu keinem guten Ergebnis führen. Aufregung kann für ihn tödlich sein.
Manchmal besucht er uns. Lässt sich streicheln, futtert was, läuft eine Runde durch die Wohnung, schnüffelt alles ab. Aber er bleibt nie länger als eine Viertelstunde. Und wenn er dann wieder rausgeht, bin ich traurig, obwohl ich weiß, dass es für ihn besser ist
