Katze möchte nicht mehr zu uns

Diskutiere Katze möchte nicht mehr zu uns im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Guten Abend, ich sitze hier heulend und bin totunglücklich. Vor etwa 4 Wochen habe ich hier im Forum schon einmal wegen eines Problemes gute...
  • Katze möchte nicht mehr zu uns Beitrag #1
Slo

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Guten Abend,

ich sitze hier heulend und bin totunglücklich. Vor etwa 4 Wochen habe ich hier im Forum schon einmal wegen eines Problemes gute Gedanken bekommen, nun bin ich wieder an Punkt X...
Vor 4 Wochen musste ich schweren Herzens die Entscheidung treffen meine Katze LIlli abzugeben. Sie wollte nicht mehr bei uns wohnen und hat alle Register gezogen um es mir endgültig klar zu machen. Sie lebt nun bei einer Arbeitskollegin und nach allem was sie erzählt, geht es der Katze so gut wie schon lange nicht mehr.
Seit Lilli´s Auszug hat sich meine 2. Katze Emma verändert. Schon immer total unabhängig und freiheitsliebend kam sie fast gar nicht mehr nach Hause. Immer wieder war sie für 1-2 Tage verschwunden um nun schon seit 4 Tagen nicht mehr aufzutauchen. Ich habe sie gesucht wie verrückt und heute Suchzettel in der Umgebung aufgehängt. Ein NAchbar meldete sich, Emma würde sich seit Wochen immer mehr bei ihnen einquartieren, alles herauswerfen hätte nichts gebracht und als die Katze immer wieder vor der Tür stand und jede Möglichkeit genutzt hat um ins Haus zu kommen, haben sie sie reingelassen, gefüttert, betüdelt... Sie will da nicht mehr weg... Sie haben sie gerade wieder rausgeworfen und anstatt zu uns zu kommen, sitzt sie seit Stunden vor ihrer Tür und wartet. Ich habe sie gelockt, sie kommt aber lässt sich nicht packen. Angeblich spielt sie mit dem Sohn- unseren mag sie nicht, wenn er kommt, geht sie. Sie schmust- Emma schmust? naja, bei uns auch, aber nur wenn sie wollte und dann nur kurz... Sie wär total lieb nett und freundlich und vor allem anhänglich. Anhänglich? Emma?
Meine Güte, was habe ich denn alles falsch gemacht... Hatte immer Katzen aber so eine Scheiße... Mann... ich bin totunglücklich...
Der Kater geht jetzt gar nicht mehr vor die Tür und klebt an uns wie ne Klette...
Es tut einfach soooo weh... So ein Mist...
Im Moment bin ich echt an dem Punkt mir nie wieder ne Katze ins Haus zu holen. Ich hatte sie seit sie ein Minimini-Kätzchen war... 13 Jahre...
 
  • Katze möchte nicht mehr zu uns Beitrag #2
Das glaube ich Dir, das es weh tut.
Aber ich glaube auch, das Du nicht viel daran ändern kannst.
Ich hatte eine ähnliche Situation.
Ich habe gezüchtet und 7 Katzen.
Da wir ein Freigehege haben, kommen meine nur in gesicherten Freigang.
Unsere Donna war immer eine Einzelgängerin, sehr zurückhaltend, hatte nie viel am Hut mit den anderen Katzen, zog sich meist im Schlafzimmer zurück.
Kam aber zwischendurch immer runter um zu schauen, dann bekam sie natürlich auch ihre Schmuse und Streicheleinheiten.
Ins Freigehege zu den anderen wollte sie nie, verkroch sich in die äußerste Ecke.
So ermöglichten wir Donna dann Freigang, wir wollten nicht, das sie verkümmert und unglücklich ist-sie ist ja kastriert. Sie blieb auch immer in der Nähe.
Seit letzten Sommer butscherte Donna dann immer zu unseren Nachbarn in den Garten, bekam auch immer Leckerlies.
Unsere Nachbarn sind ältere Leute, an die 80 Jahre.
Der Mann hat Demenz, erfreute sich aber an Donna, wenn er im Garten saß oder Donna mal kurz rein kam, ebenso wie seine Frau und der Sohn, der bei den Eltern das Dachgeschoss bewohnt.
Drin bleiben durfte sie nicht, weil der Sohn ne Allergie hat, Begegnungen draußen an der Luft ist aber kein Problem.
Donna genoss einfach die Aufmerksamkeit außerhalb der Gruppe und hat sich regelrecht verliebt.
Irgendwann kam sie nicht mehr alleine zu uns rein, holte sie dann immer, was sie sich aber auch gefallen ließ.
Irgendwie wusste sie, das sie am nächsten Tag wieder hin konnte, es abends aber wieder zu uns ging.
Mit uns hatte sie immer weniger am Hut.
Ich war auch etwas traurig anfangs, aber wenn sie so glücklich ist, nehme ich es in Kauf.
Jetzt wo es kälter ist, haben die Leute die Terrassentür nicht mehr auf und sind kaum draußen im Garten, so kommt Donna nun von alleine auch wieder rein zu uns.
Ich habe lieber eine glückliche Katze als unglückliche Katze und Mensch, ich lasse sie, erfreue mich aber, das unsere Nachbarn erfreut sind über Donnas Besuche und erzwinge nichts von ihr.
 
  • Katze möchte nicht mehr zu uns Beitrag #3
Einer meiner Kater hat sich auch halb zu einem Nachbarskater entwickelt. Bei den Leutchrn bekommt er tagsüber die Aufmerksamkeit, die er sich scheinbar wünscht. Ich muss nur noch das Füttern "drüben" unterbinden, zum schlafen kommt er aber gerne heim.
Ich kann verstehen, dass du traurig bist. Manchmal entscheiden die Miezen nicht in unserem Sinne.
 
  • Katze möchte nicht mehr zu uns Beitrag #4
Woher willst du wissen, ob dein Nachbar dir die Wahrheit gesagt hat und sie die Katze nicht mit Futter angelockt haben?

Ich hatte so einen Fall auch. Meine Sternenkatze Furia wurde von Nachbarn massiv angefüttert und kam kaum bis gar nicht mehr nach Hause. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich wußte warum sie wegblieb und wo sie steckte.

Diese Nachbarn wollten nur Katzengesellschaft ohne Verantwortung haben.
 
  • Katze möchte nicht mehr zu uns Beitrag #5
Meine Güte, was habe ich denn alles falsch gemacht... Hatte immer Katzen aber so eine Scheiße... Mann... ich bin totunglücklich...
...
Ich hatte sie seit sie ein Minimini-Kätzchen war... 13 Jahre...

Ich kann gut verstehen, dass du traurig bist, denn mir geht es ähnlich.

Mein Kater Fino (9 Jahre alt), der von Babypfötchen an bei uns lebte, mit dem ich in seinem ersten Lebenshalbjahr wegen Katzenschnupfen mehr beim Tierarzt als zu Hause war, der in inniger Liebe jahrelang an mir hing, hat sich - seit er vor ca. vier Jahren schwer an HCM erkrankte - immer mehr von uns/mir abgewandt und lebt jetzt bei meinen Nachbarn gegenüber. Anfangs habe ich ihn auch abends immer abgeholt, aber er war bei uns einfach nicht mehr glücklich. Das zeigte er ziemlich deutlich :evil: Er darf aufgrund seiner Krankheit keinen Stress haben und deshalb habe ich mich mit den Nachbarn geeinigt, dass er dort wohnen darf. Heiligabend ist das nun zwei Jahre her :-(

Die Nachbarn bezahlen auch sein Futter, seine Medikamente, seine ärztlichen Untersuchungen, Ultraschall usw. Das wollte ich so nicht, aber die Nachbarn bestanden drauf. Sie waren der Meinung, ich solle nicht darunter "leiden", dass er ausgezogen ist :oops: Sie sicherten mir zu, dass ich immer sein Frauchen bleiben werde. Und in seinem Impfpass steht auch immer noch mein Name. Also wenn es hart auf hart kommen würde, wäre er nach wie vor MEIN Fino.

Die Nachbarn tragen ihn auf Händen und verwöhnen ihn auf's Äußerste. Der Mann ist bereits Rentner und die Frau ist halbtags berufstätig. Das heißt, sie haben rund um die Uhr für ihn Zeit. Er kann rein und raus, wie es ihm gefällt. Was mich sehr beruhigt, dass er seine Medikamente dort immer pünktlich bekommt.
Für ihn als Hardcore-Freigänger und mich als Vollzeitberufstätige war es immer schwierig, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen :roll:

Oft habe ich darüber nachgedacht, warum er gegangen ist. Ob ich etwas falsch gemacht habe, ob es daran liegt, dass sich unsere Katzengruppe vergrößert hat, ob seine Krankheit schuld ist ... ich weiß es nicht :-?

Ich habe auch mit meiner Tierärztin darüber gesprochen. Sie sagt, Katzen haben ihren eigenen Kopf. Wir können eben nicht alle ihre Entscheidungen verstehen. Man kann sie zu nichts zwingen und das würde im Fall von Fino auch zu keinem guten Ergebnis führen. Aufregung kann für ihn tödlich sein.

Manchmal besucht er uns. Lässt sich streicheln, futtert was, läuft eine Runde durch die Wohnung, schnüffelt alles ab. Aber er bleibt nie länger als eine Viertelstunde. Und wenn er dann wieder rausgeht, bin ich traurig, obwohl ich weiß, dass es für ihn besser ist :cry:
 
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