Hallo ihr Lieben,
meine geliebte Maja hat des Ende 2015 leider nicht mehr miterleben können...Am 29.12 ist sie von uns gegangen und ich kriege immer wieder regelrechte Panikattacken, weil mir die Bilder in den Kopf schießen und ich unendlich Angst habe, dass sie sich lange gequält hat und ich ihr einfach nicht helfen konnte...
Was ist passiert?
Man muss dazu sagen, dass meine Maja schon 14 Jahre alt war und wirklich ein erfülltes Leben hatte. Mitte Oktober stellten wir dann plötzlich fest, dass sie immer dünner wurde, fast nur noch getrunken hat statt zu fressen. Also bin ich mit ihr zum Arzt – der stellte beim Abhören Herzgeräusche fest, zusätzlich wurde ein Blutbild erstellt. Wir wurden zu einem Kardiologen überwiesen – Diagnose: Bluthochdruck, der sowohl die Netzhaut der Augen angegriffen hat, als auch ihre Nieren (mittlere Werte) und sie eine Herzmuskelverdickung hat (Der Begriff
HCM ist jedoch nicht gefallen seitens der Ärztin...). Maja bekam seitdem nur noch Nierendiätfutter und Blutdrucksenkende Mittel und es ging ihr wieder gut!...Laut der Ärzte hätte sie damit noch ein paar Jahre leben können, umso schockierter war ihr dann doch ziemlich plötzliches Ableben.
Doch dann passierte es...Ich war alleine Zuhause. Maja hat mich noch freudig begrüßt, saß in der Sonne und wir haben geschmust. Ich musste dann ins Bad, war duschen und hab danach telefoniert. Während des Telefonats hörte ich einen dumpfen Knall und kurz darauf einseltsames Jaulen. Alleine die Art wie sie gejauelt hat, hat in mir schon Panik ausgelöst weil ich wusste es stimmt was nicht! Ich also durch die Wohnung gerannt wie verrückt und habe sie dann in der Küche auf dem Boden gefunden. Sie lag auf der Seite und hat ganz komisch gejault. Ich hab sofort den Hörer weggeschmissen, mich zu ihr gehockt und wusste einfach nicht was ich tun sollte! Ich dachte erst sie hat vielleicht einen Anfall oder sowas, wusste aber das die Situation alles andere als unbedrohlich ist, also hab ich mir das Telefon wieder gekrallt und panisch versucht jemanden zu erreichen...In der Zeit bemerkte ich plötzlich das sie aufgehört hat zu atmen...Ich habe sie sofort hochgenommen, bemerkte das sie komplett schlaff war, ihre Zunge raus hin, ihre Augen aufgerissen und Pupillen riesig waren...Es war so schrecklich...Ich war außer mir, lag mit ihr auf dem Boden und habe die Welt nicht mehr verstanden...Aber mir wurde klar – sie ist von mir gegangen.

Ich habe mich so unendlich hilflos gefühlt...Konnte sie nicht loslassen...Habe sie gestreichelt...Und in ihre leeren Augen geblickt und wusste, meine Maja ist nicht mehr da. Ihre Seele ist über die Regenbogenbrücke gegangen.
Immer und immer wieder spiele ich die Situation im Kopf durch, überlege ob ich etwas übersehen habe, etwas falsch gemacht habe..Ihre Zunge hing raus, wurde ganz blass...Ich habe so Panik das sie noch hätte gerettet werden können...Ich habe dann in der Tierklinik angerufen und alles beschrieben. Die meinten dann das sie nichts mehr hätten tun können und sie wahrscheinlich an Herzversagen gestorben ist...Wir haben sie dann in unserem Garten beerdigt. Dort, wo sie viele schöne Stunden verbracht hat. Es ging ziemlich schnell, da meine Großeltern meinten, der Boden würde bald so sehr zufrieren das es schwierig werden könnte. Also war sie ca drei Stunden nachdem das passierte schon unter der Erde. Und die Horrorvorstellung das sie eventuell doch noch mal aufgewacht ist, geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Ich fühle mich so furchtbar.
Ich habe dieses Tier so sehr geliebt...Ich fühle mich sehr alleine ohne sie. Und ich mache mir unendliche Vorwürfe.
Eventuell hat da draußen irgendjemand schon einmal so etwas ähnliches erlebt...Wie seid ihr damit umgegangen? Was hat euch geholfen die Bilder aus dem Kopf zu bekommen..Ich recherchiere sehr viel und bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht gelitten hat, da sie kurz bevor es passiert ist noch in der Küche war, um zu fressen (sonst wäre sie da nicht gewesen). Sie hat nichts geahnt, hat sich nicht verkrochen o.ä., hat sich wie immer verhalten...Trotzdem kriecht die Angst immer wieder urplötzlich in mir auf und ich kriege kaum noch Luft
Ich wünsche euch allen eine wundervolle Zeit mit euren geliebten Samtpfoten und ein gesundes neues Jahr 2016.