Honey-Moon, auch ich nehme Dich mal in die Arme! Ich hoffe, Du konntest schon ein wenig darüber hinwegkommen, wie sich das anfühlt, weiß ich zu gut!

Ich heule hier gerade, weil ich zur Zeit alles haargenauso erlebe mit meinem 12-jährigen Kater, außer die Übelkeit hat er nicht. Die SÜV wurde schon vor einem knappen Jahr festgestellt. Beim
Tierarzt ist er damals fast kollabiert und es konnte kein Blut abgenommen werden, so kannte ich ihn überhaupt nicht! Hab ihn dann am nächsten Tag früh hingebracht, damit er den Stress vom Transport erst abbauen kann, bevor er behandelt wird. Er bekam auch Felimazol 5mg aber nach der zweiten Kontrolle war der Wert wieder gestiegen. Also kamen noch 2,5mg dazu beides in zwei Gaben auf früh und abend verteilt.
Toninjo war nie ein großer Fresser und natürlich bekommt er von mir alles, was sein kleines Herzchen begehrt, denn auch wenn er es bei mir gut hat, hat er es gesundheitlich schon immer schwer gehabt.
Angefangen hat es mit schlimmen Verdauungsproblemen, die fast zum Darmverschluss geführt hätten, wenn ich beim
Tierarzt nicht so eisern geblieben wäre. Dann wurde festgestellt, dass er infiziert ist mit
Leukose und
FIV, ein Schock, nachdem ich doch grad mein Lieschen wegen einer Krebserkrankung verloren hatte. Wenn es ihm gut ging, hat er also alles bekommen, was er vertrug und mochte, damit er bei einer neuen Krise genug Reserven hatte.
Die ersten Jahre war das sehr schlimm, er erbrach unter lautem Schreien, fraß nicht, bekam Durchfall und spuckte Blut. Ihm halfen dann immer Injektionen gegen Schmerzen, Übelkeit und ein Antibiotikum. Es dauerte dann manchmal nur ein paar Stunden und es ging ihm wieder gut. In den letzten Jahren hat sich das etwas "verwachsen", er kam besser klar und wir mussten nur noch ein bis 2 mal deswegen zum
Tierarzt, bis es letztes Jahr zu dieser SÜF kam.
Vor etwa 4 Wochen kam es dann zu den Problemen, wie sie Honey-Moon schildert. Er sitzt vor dem vollen Futternapf und "schreit mich an, dass er Hunger hat". Er steht wie ein Verdurstender vor der vollen Badewanne und schlabbert Wasser aus meiner Hand, die er sich hektisch mit den Pfoten heranangelt. Da er das schon immer gern und viel getrunken hat, dachte ich zu Anfang es liegt daran, dass das Wasser warm ist oder dass es einen anderen Geruch hat. Also habe ich bevor Schaumbad reinkam, warmes Wasser in den Trinknapf gefüllt. Es stehen auch überall Schüsseln und Glastöpfe (Plastik wirft er um :wink

mit viel Wasser für ihn herum. Er aber steht davor, als ob er nicht wüsste, was er damit anfangen soll und miaut mich lautstark an. Wassertropfen schleckt er mir von den Händen, dreht sich dann enttäuscht weg und kommt sofort wieder mit dem gleichen Anliegen.
Der
Tierarzt war ratlos und gab das Übliche gegen Schmerzen und ein Antibiotikum, Rachen und Zahnfleisch waren i. O. Es wurde dann auch kurzzeitig ein wenig besser. Bei der zweiten AB-Gabe und Kontrolle meinte die andere TÄ'in, dass ihr der Schilddrüsenwert jetzt doch zu niedrig vorkommt. Seit dieser Zeit bekommt er nun wieder 5mg Felimazol, je 2,5mg früh und abend. zwei Wochen etwa ging es ihm noch immer nicht richtig gut. Keine Freude, wenn ich heimkam, er schlief alleine, zitterte auch wieder mal am ganzen Körper (hatte er früher auch öfter), fraß mäßig bis vorvergangenes WE. Plötzlich war er wieder der Alte, spielte, freute sich, wenn ich kam, holte Streicheleinheiten und blieb die ganze Nacht bei mir im Bett, bis letzten Sonntag. Jetzt ist wieder Schreien angesagt, bei vollen Wasser- und Futternäpfen. Inzwischen höre ich aber nicht mehr "Hunger und Durst" sondern "Hilf mir, Dir ist doch sonst immer was eingefallen!".