Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung

Diskutiere Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo zusammen, zwar gibt es schon reichlich Threads zum Thema, aber jede VG verläuft wohl anders. Erst einmal freue ich mich, hier im Forum...
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #1
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Fee293

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Hallo zusammen,

zwar gibt es schon reichlich Threads zum Thema, aber jede VG verläuft wohl anders.

Erst einmal freue ich mich, hier im Forum sein zu können und möchte gleich mal nach euren Einschätzungen fragen.

Ich habe bereits zwei Katzen:
Tinka, weilblich, kastriert, wird im Mai 4 Jahre
Momo, weiblich, kastriert, ist seit Januar 4 Jahre

Jetzt haben wir seit zwei Tagen die kleine Fee (kastr. 7 Jahre) aus dem Tierschutz bei uns aufgenommen.
Sie ist in einem separaten Zimmer mit einer Gittertür untergebracht.
Tinka und Momo waren sofort sehr neugierig und beobachteten Fee durch die Gittertür (ohne Knurren und Fauchen). Fee jedoch war nur am Knurren und wollte Pfotenhiebe verteilen.
Jedesmal wenn sie eine der anderen Katzen sieht, knurrt sie.
Allgemein macht sie einen sehr selbstbewussten Eindruck (anders als im Tierheim), sie hat gleich den ganzen Raum untersucht, rollt sich auf dem Teppich und hat überhaupt keine Scheu. Sie ist jedem Familienmitglied gleich auf den Schoß gesprungen und wollte gestreichelt werden. Sie benimmt sich, als wäre sie schon immer bei uns gewesen.

Aber sie zeigt auch oft lautstark, dass sie aus dem Zimmer herausmöchte. Sie scheint sehr menschenbezogen zu sein und möchte viel und oft gekuschelt werden. Deswegen fühlt sie sich wahrscheinlich weggesperrt in dem Zimmer.

Ich habe Angst, was passiert, wenn ich sie rauslasse. Sobald sie auch nur an einer Decke der anderen Katzen riecht, knurrt sie.

Manch einer rät mir, die Katzen einfach aufeinander loszulassen...... aber das halte ich nicht für sinnvoll.
Tinka und Momo gehen schon gar nicht mehr zur Gittertür, sie zeigen mittlerweile kein Interesse mehr. Aber Fee knurrt und will unbedingt raus.
Wie lange soll ich generell warten bis zum Aufeinandertreffen? Dann erst mit einer Katze oder gleich alle drei?
Oder war es gar ein Fehler eine dritte weibliche Katze dazuzuholen?

Freunde meinen, das wird nichts und ich solle Fee besser wieder abgeben. :/

Vielleicht habt ihr Tipps für mich? Leider ist üder Fees bisheriges Leben nichts bekannt. Sie war ein Fundtier und auch bei Tasso registriert, aber der dort gemeldete Besitzer hat sie angeblich irgendwann an irgendjemanden weitergegeben.

Viele Grüße
Sabine
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #2
Hallo herzlich willkommen hier im Forum :)

Ich würde sie schon ein paar Tage noch hinter der Gittertür lassen, damit sie in Ruhe ankommen kann. Dann würde ich immer wieder versuchen deine beiden Katzen in die Nähe der Gittertür zu locken, Leckerlis oder Clickertraining in der Nähe der Tür wären eine gute Möglichkeit und den Neuzugang erst rauslassen, wenn sie dabei entspannt bleibt. Bis dahin könntest du schon mal Katzenklos, Decken, Spielzeug usw. austauschen oder auch mal die Räume tauschen, damit die drei sich geruchlich schon einmal näher kommen.

Wie umgänglich und verträglich war sie im Tierheim, kam sie gut mit anderen Kätzinnen klar? Wie viel Tiere waren in dem Raum, wo sie untergebracht war? War sie Freigängerin und soll sie wieder Freigang bekommen?
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #3
Sie saß im Tierheim alleine auf ca. 1 qm noch in der Auffangstation. Sie war erst eine Woche dort.
Man vermutet, dass sie Freigängerin war weil sie draußen gefunden wurde. Bei uns wird sie auf jeden Fall Freigang bekommen nach der Eingewöhnungszeit.
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #4
Sie saß im Tierheim alleine auf ca. 1 qm noch in der Auffangstation. Sie war erst eine Woche dort.
Man vermutet, dass sie Freigängerin war weil sie draußen gefunden wurde. Bei uns wird sie auf jeden Fall Freigang bekommen nach der Eingewöhnungszeit.

Dann würde ich auf jeden Fall mit der langsamen Zusammenführung weitermachen und noch nicht gleich zusammenlassen.
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #5
Hi,
das klingt für mich nach einer recht dominanten Einzelkatze und damit nach einer sehr langwierigen Zusammenführung.
Ich würde die Gittertür erst dann aufmachen, wenn Fee keine Aggression mehr gegenüber Tinka und Momo zeigt. Zeitlich würde ich dabei schon in Wochen als in Tagen denken.
Wenn sich Fee als Hardcore Freigängerin rauskristallisiert, die nicht drin zu halten ist und damit auch einer langsamen Zusammenführung ausweichen kann, wäre leider wahrscheinlich eine Abgabe der bessere Weg.
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #6
Hi,
das klingt für mich nach einer recht dominanten Einzelkatze und damit nach einer sehr langwierigen Zusammenführung.
Ich würde die Gittertür erst dann aufmachen, wenn Fee keine Aggression mehr gegenüber Tinka und Momo zeigt. Zeitlich würde ich dabei schon in Wochen als in Tagen denken.
Wenn sich Fee als Hardcore Freigängerin rauskristallisiert, die nicht drin zu halten ist und damit auch einer langsamen Zusammenführung ausweichen kann, wäre leider wahrscheinlich eine Abgabe der bessere Weg.

Naja, auch eine Hardcore-Freigängerin muss man im neuen Zuhause 4-6 Wochen zur Eingewöhnung drin behalten, solange würde ich es auf jeden Fall probieren und wie sie sich dann am Gitter verhält.
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #7
Seit 5:00 Uhr sind wieder alle wach weil Fee nur am miauen ist.
Zu allem Überfluss hat eine unserer alten Katzen ins Bett gepinkelt.
Kann das überhaupt eine erfolgreiche Zusammenführung werden, wenn alle Katzen schon jetzt Stresssymptome zeigen?
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #8
Guten Morgen!
Wie ist es denn bei dir weitergegangen?
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #9
Hallo,

trotz vieler Bemühungen (Feliway, Tierpsychologin, Bachblüten) hat es nicht geklappt
und ich habe die Kleine schweren schweren Herzens zurückgegeben.

Sie stellte sich nicht als dominant heraus, sie war einfach sehr selbstbewusst und nahm hier
alles wie selbstverständlich in Anspruch. Das ist natürlich schön für uns gewesen, aber eine unserer
Katzen kam damit überhaupt nicht klar.
Zum Schluss war es Stress für alle.

Ich hätte gerne etwas positives berichtet. :-(
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #10
Ich finde es sehr schade, dass die Katze noch nicht einmal 3 Wochen hatte, sich einzugewöhnen und sie so schnell wieder zurückgebracht wurde. Vergesellschaftungen brauchen Zeit, viel Geduld, Ruhe und innere Gelassenheit. Es ist doch klar, dass es anfänglich Stress für alle Beteiligten, besonders für die Tiere, ist. Und viel hilft nicht immer viel. Dass sie Vieles in Anspruch genommen hat, konnte auch ein Zeichen dafür sein, dass sie sich endlich zu Hause gefühlt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #11
Ich finde es sehr schade, dass die Katze noch nicht einmal 3 Wochen hatte, sich einzugewöhnen und sie so schnell wieder zurückgebracht wurde. Vergesellschaftungen brauchen Zeit, viel Geduld, Ruhe und innere Gelassenheit. Es ist doch klar, dass es anfänglich Stress für alle Beteiligten, besonders für die Tiere, ist. Und viel hilft nicht immer viel. Dass sie Vieles in Anspruch genommen hat, konnte auch ein Zeichen dafür sein, dass sie sich endlich zu Hause gefühlt hat.

Das kommt immer darauf an, ob es wirklich schade ist. Für die die zurück gegeben wurde sicherlich, wenn sie sich wohl gefühlt hat. Aber es bringt nichts, wenn die Katzen, oder 1 Katze anfängt aus Protest zu pinkeln oder nur noch unterm Schrank (z.B.) lebt.

Manchmal ist es die richtige Entscheidung, auch wenn man es gerne anders gehabt hätte.

@Fee, ich bin sicher die süße findet ein neues tolles Zuhause und ich wünsche dir mit deinen beiden alles gute.

lg Juli
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #12
Ich finde drei Wochen auch nicht allzu lange, andererseits können drei Wochen auch eine quälende Ewigkeit für die Nerven sein. Ich kann gut verstehen, wenn es einfach keine Kraft für Geduld und Nerven mehr gibt. Vielleicht hätten die Katzen sich irgendwann arrangiert, aber eben nur vielleicht. Und so lange man nicht weiß ob und wann das passiert, ist es so einfach besser.
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #13
Lillifee du hast recht, genau das sagte die Tierpsychologin auch. Die Kleine hat sich "Zuhause" gefühlt, sie war angekommen.
Sie lag abends bei mir wie selbstverständlich auf dem Bauch, sie hatte bereits nach zwei Tagen einen Lieblingsplatz. Sie hatte sämtliche Betten eingeweiht (drin geschlafen).

Aber die ständige Pinkelei unserer ersten Katze... sie war regelrecht beleidigt und kam nicht mehr zu uns, sie war völlig verändert.
Dazu kam noch, dass Fee in der Nacht oft laut gemaunzt hat. Das hat nicht nur uns wach gemacht, sondern auch unsere Katzen gestresst.
Wenn man morgens zwischen 4 und 5 lautstark geweckt wird, und dann noch feststellt, dass wieder gepinkelt wurde, dann kann man mitunter doch Nerven lassen.

Es tut mir auch wirklich total leid, ich habe genug geweint. Mir kam sogar schon der Gedanke, Fee wiederzuholen, weil ich auch gedacht habe, den Katzen nicht genug Zeit gegeben zu haben.
Aber tu ich damit der Katze wirklich einen Gefallen? Dieses Hin und Her ist doch purer Stress.
Im Hintergrund schwingt auch immer noch die Angst mit, dass es doch nicht klappen könnte.

Danke für eue verständnisvollen Zeilen, mein Gewissen lässt mich trotzdem noch nicht zur Ruhe kommen.
 
  • Große Befürchtungen bei der Vergesellschaftung Beitrag #14
Fee, ich denke jede Vergesellschaftung verläuft anders und Du wirst Deine Entscheidung wohl überlegt getroffen haben. Die Unsicherheit und der Stress der Besitzer überträgt sich auf die Tiere und damit ist niemandem geholfen. Ich würde die jetzt getroffene Entscheidung nicht rückgängig machen. Das würde das System noch mehr ins Wanken bringen. Nur weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es manchmal etwas mehr Zeit braucht als ein paar Wochen. Wie ist denn die Tierpsychologin mit den anderen Katzen und auch Dir umgegangen? Ich kann den "Neuzugang" doch nicht nur isoliert betrachten. Alles Gute für Euch.
 
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