Neue Katze noch sehr unsicher

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Neue Katze faucht und beißt mich und ist doch verschmust

Hallo.
Ich habe seit zwei Tagen eine ca 4 Jahre alte Katze in mein Heim augenommen. Es ist die einzige in der ca. 3 Zimmer umfassenden Wohnung. Die Kleine war zunächst noch ziemlich verängstigt, kam dann aber doch schnell auf mich zu und schmust sich auch bei jeder Gelegenheit an mich ran. Sie will eigentlich nie wirklich alleine sein und folgt mir fast immer auf jeden Schritt und schläft meistens nur bei mir. Ich kuschel und schlafe zwar gern mit Katzen zusammen, trotzdem hoffe ich das sie auch mal sich in ihr Körbchen legt. Nachts miaut sie zum Beispiel dauernd, wenn sie mal nicht bei mir im Bett liegt und läuft herum.

Wo ich wirklich verunsichert bin, ist das die Kleine manchmal willkürlich mich anfaucht. Zum Beispiel wenn ich neben ihr hergehe, weil sie mir ja sofort hinterher rennt. Oder wenn ich sie streichel, weil sie gerade sich an mich streift und schnurrt und schmust, da fängt sie auch mittendrin manchmal das Fauchen an. Mache ich etwas falsch? Ist das ganz normal? Warum verhält sie sich so ambivalent, bzw. wie soll ich darauf reagieren, wenn sie das macht. Danke schonmal :)
 
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  • Neue Katze noch sehr unsicher Beitrag #2
Hallo erstmal. Da haben Dich die Foris aber übersehen, sorry.
Was Deine Katze angeht frage ich nochmal nach ob sie allein lebt oder eine Kumpeline hat. Es kann sehr gut sein, dass sie sich einsam fühlt und dringend einen Artgenossen braucht. Katzen sind keine Einzelgänger wie sehr oft angenommen wird. Sie brauchen einen Partner, der mit ihnen durch die Wohnung tobt, mit denen sie kuscheln können, sich die Öhrchen lecken und den Kratzbaum rauf und runter jagen. Das wird Deine Kleine vermissen , denn egal wieviel Zeit wir mit ihr verbringen, schmusen und spielen einen Artgenossen können wir nicht ersetzen.
Das Fauchen kann sehr gut Unsicherheit sein. Sie möchte gerne, kriegt dann aber einen Schreck wenn Du sie streichelst.

Ich lese gerade, dass sie ja erst 2 Tage bei Dir ist. Da ist es kein Wunder, dass sie noch Unsicherheit zeigt.
 
  • Neue Katze noch sehr unsicher Beitrag #3
Also mir wurde sie klar als Einzeltier vermittelt, weil sie zuvor überhaupt nicht mit Artgenossen klargekommen sein soll. Zurzeit kann ich mir auch nicht so recht vorstellen, ihr zuviel zuzumuten, sie knurrt ja schon nur, wenn man jmd. Im Treppenhaus hört aber generell stimme ich sonst auch zu, das Katzen Gruppentiere sind. Ja also ich bin da nun sehr vorsichtig mit dem Streicheln bzw. gebe ich ihr ein Leckerlie, wenn ich sie ein bisschen stricheln darf ohne das sie ausflippt. Ich möchte ihr aber auch irgendwie zeigen, das ich es nicht mag wenn sie mir wehtut.

An sich aber ist sie fast dauernd bei mir auf dem Schoß, ich lass sie auch gerne bei mir sein, nur mit dem Streicheln halte ich mich jetzt etwas zurück bzw. versuche ich mich, sehr langsam durch die Wohnung zu bewegen, was aber auch etwas nervig ist.
 
  • Neue Katze noch sehr unsicher Beitrag #4
Hi

Bitte nicht langsam bewegen dass verunsichert sie noch mehr. So bringst du ihr bei dass was nicht stimmt. Alles ganz normal machen sonst lernt sie es nie.

Wenn sie knurrt steh einfach wortlos auf und gehe kurz weg. Setz dich dann wieder neben sie aber fasse sie so lange nicht an bis sie von alleine zu dir kommt.
 
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  • Neue Katze noch sehr unsicher Beitrag #5
Ach so, das wusste ich natürlich nicht. Aber oft ist es so, dass Katzen, die als Einzeltier vermittelt werden es doch nicht wirklich sind. Liegt wahrscheinlich daran, dass ihnen die Menge zuviel ist, wenn sie in großen Gruppen sind. Aber warte jetzt erst einmal ab und lerne sie besser kennen.
Durch die Wohnung schleichen würde ich allerdings nicht. Sie muss sich ja daran gewöhnen, wie Du Dich normal bewegst. Ich würde mich verhalten wie immer.
Wenn sie Dir weh tut und Dinge macht, die Du nicht gut findest, höre sofort auf mit dem was Du gerade bei ihr oder mit ihr gemacht hast, sage sehr bestimmt "nein" und ignoriere sie. So merkt sie, dass es nicht willkommen ist, was sie tut.
 
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  • Neue Katze noch sehr unsicher Beitrag #6
Also dieses Tierchen ist so kurz bei dir braucht einfach seine Zeit um wirklich anzukommen.

Natürlich wird sie unruhig wenn sie Geräusche hört die ihr noch fremd sind, Treppenhausgeräusche gehören nun mal dazu. Es gibt diese selten im Tierheim. Auch kann es ja sein, dass sie in ihrer Herkunftsfamilie dieses auch nicht Kennengelernt hat.

Wenn sie um dich herumstreift, bedeutet es nicht immer sofort streichle mich, sondern es ist ein Rituale der Begrüßung. Es geht zu erst mal um den Austausch von körperlichen Gerüche. Dadurch fühlt sie sich einfach mehr zu Hause. Achte einfach darauf bewusst darauf, wenn sie auf dich ausschaut, dann kannst du sie streicheln. Also sie entscheidet im Grunde ob sie gestreichelt werden möchte, nicht du. Wenn du das beachtet wirst du bald ihre Sprache verstehen.

Wann du aufhören sollst
Wann du sie in Ruhe lassen sollst
Wann du sie streicheln darfst
usw. usw. jede Katze ist individuell mit ihren Bedürfnissen.

Zum jaulen in der Nacht, versuche es mal mit kleinen Nachtlichter.. das kann helfen wenn sie sich unsicher fühlt.

lg
Verena
 
  • Neue Katze noch sehr unsicher Beitrag #7
Ja also das mit den Zweittieren bezweifel ich schon irgendwie. Hab heute mal mein Fenster weit auf gemacht, welches mit nem Fliegennetz gesichert ist. Aber hat ihr gar nicht so gefallen, saß davor und hat wie immer geknurrt wegen den "Lebewesen" da draußen :D Mal schauen, wie es bei Besuch wird. Erste Woche lass ich natürlich erstmal keinen rein.

Ja hab sie mal vorhin mit Ignorieren bestraft, nachdem sie mich gekratzt hat, weil ich sie vom Tisch schubsen wollte (da soll sie nämlich nicht drauf). Das funktioniert glaube ich schon ganz gut, sie begriff jedenfalls, das ich eingeschnappt war.

Nachts klappt schon besser, da schlief sie meiste Zeit ruhig bei mir. Bewegen ist sone Sache, da ich sie ständig erschrecke, wenn ich durch die Zimmer gehe aber ok, werde mal die Tipps beherzigen.
 
  • Neue Katze noch sehr unsicher Beitrag #8
mhm, ich hebe meine Katzen von dem Ort wo sie nicht hinsollen runter und sage nein. Du kannst sicher sein, wenn du nicht da bist gehen sie eh drauf....

Aber nicht SCHUBSEN, dass ist kontraproduktiv. Nun ignorieren als Strafen bei einer Katze, damit sie mich nicht kratzt. Auch nicht meine Verfahrensweise. Wenn sie dich kratzt, hast du eine Grenze überschritten und nicht auf ihre Signale geachtet.

Wenn es im Spiel passiert... es sind Raubtiere mit Krallen und auch im Spiel steckt immer ein kleiner Ernst.

lg
Verena
 
  • Neue Katze noch sehr unsicher Beitrag #9
Also jetzt ist ja ne Woche vergangen und es läuft mittlerwile viel besser. Die Kleine ist nach ein paar Tagen sehr anhänglich und lieb geworden und wir sind eigentlich unzertrennlich. Attacken gab es eigentlich keine mehr. Schwierig ist lediglich das Diszpilinieren in Bezug auf Tische, wo sie nicht hoch soll. Ich hebe sie dann immer runter und sage ihr, dass sie das nicht tun soll und irgendwie merkt sie das auch aber kommt dann doch immer wieder hoch beim Essen. Manchmal nervt es so sehr, dass ich sie dann aus dem Raum schaffen muss und die Tür zumache weil ich möchte ja ruhig essen.

Eine Frage wäre, wie beschäftigt Ihr Eure Wohnungskatzen? Denn meine schläft meistens nur, bzw. findet sie die Spielzeuge nicht sonderlich interessant. Ich versuche zwar schon, mit ihr immer wieder mal kurz zu spielen, doch immer wieder die Mausangel wird natürlich langweilig. Ich hätte gerne etwas, womit sie sich auch selbst beschäftigen kann, wenn ich mal nicht da bin.

Ansonsten haben wir uns beide aber sehr lieb und meistens liegt sie auch immer bei mir, auch nachts. :)
 
  • Neue Katze noch sehr unsicher Beitrag #10
Zur Beschäftigung kann ich nur Zweitkatze sagen. Klar gibt es tausend Spielzeuge, aber keines ist wirklich auf Dauer spannend.
Viel schlafen ist häufig ein Anzeichen von Langweile, weil Katz nix mit sich selber anfangen kann.

Ich würde mir wirklich nochmal gedanken darüber machen. Sie ist noch jung und braucht eigentlich Gesellschaft.
Ein Mädel im ähnlichen Alter, Charakter sollte sich ähnlich sein und dann kann ich mir nicht vorstellen dass es überhaupt nicht klappt.

Ich dachte auch immer dass unser Hannibal garnicht in der Lage ist sich mit anderen Katzen anzufreunden, da er super unsozial ist. Naja, dann zogen letztes Jahr die Zwerge ein und er ist jetzt wie ausgewechselt. Er ist fröhlich, war schon lange nicht mehr krank und spielt draußen was das Zeug hält. Ich hatte ihn drei Jahre lang nicht mehr spielen gesehen und dachte daher dass er da einfach keinen Bock drauf hat. Aber ich bin belehrt worden. Er brauchte nur den richtigen Partner und das ist unser Loui geworden.

Bitte denk da nochmal drüber nach
 
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