Wie Kirchenmaus sagt wird es in einzelnen Regionen durchaus positiv spürbar sein - in anderen dafür eben nicht. Es reicht, dass ein paar Bauern nicht mit machen oder an einer durchkastrierten Stelle unkastrierte Katzen ausgesetzt werden und keiner sich die Mühe macht das zu überwachen und neue einzufangen - und schon geht weiter und weiter und weiter...
Genau so ist es, es reicht nicht einmal eine Kastrationsaktion zu machen. Die Katzen müssen auch ständig beobachtet werden und das geht nur an einer jeden Tag betreuten Futterstelle. Leider nimmt die Akzeptanz für betreute Futterstellen gerade bei mir wieder sehr ab.
Ich finde es bringt schon sehr viel, wenn man über Jahre verwilderte Katzenkolonien betreut. An meiner ersten Futterstelle, einer Seniorenwohnanlage, haben wir 2012/2013 über zwanzig Katzen eingefangen und kastrieren lassen. Einige konnten wir vermitteln, einige wurden überfahren, andere verschwanden spurlos, wieder andere sind zu tierfreundlichen Nachbarn abgewandert und werden dort gefüttert.
Da gibt es jetzt nur noch ein älteres Katzenpärchen, beide kastriert und sie sind immer zusammen. Die möchte ich aber nicht trennen obwohl ich weiss, dass die Katze Minka ein Zuhause ganz in der Nähe hat. Im Februar tauchte eine kleine
Tricolor dort auf, ich habe sie eingefangen und sie hat ein tolles Zuhause bekommen.
Auf dem Campingplatz haben wir 2012/2013 auch über zwanzig Katzen kastriert und einige auch vermittelt.
2014 gab es dort keine Hilferufe (bis auf einen sterbenden Kater, den ich nachts noch einschläfern lassen musste) und auch keine Katzenbabies. 2015 wurden wir um Hilfe gerufen weil eine ausgesetzte Mutterkatze ihre Babies in einem Sanitärblockhaus bekommen hatte und da weg musste.
Jetzt haben wir dort ein Fütterungsverbot auf dem Platz bekommen, mir fehlt dafür jedes Verständnis. Leider lässt sich der Besitzer nicht überzeugen.
Mit Hilfe des ortsansässigen Tierschutzvereins und vieler Spenden aus zwei Foren konnte ich 2015 eine Katzenkolonie an einem Hotel in einem Ausflugsgebiet kastrieren lassen. Das waren auch schon über zwanzig Katzen, einige von dort konnten auch vermittelt werden, z. T. mit Hilfe von Taskali. Die sehr Scheuen wurden wieder raus gesetzt. In diesem Frühjahr haben wir dann trotz ständiger Kontrolle wieder eine weibliche Jungkatze, eine trächtige ausgesetzte zahme Katze und eine Katzenmama mit drei Kitten dort eingefangen. Dort sind jetzt noch schätzungsweise sechzehn Katzen, einen genauen Überblick bekommt man schwer weil das Gelände sehr weitläufig ist und immer wieder Katzen auf dem angrenzenden Wanderparkplatz ausgesetzt werden. Auch sind nicht alle Katzen zur gleichen Zeit am Futterplatz und sie sind sehr scheu.
Insgesamt gesehen denke ich dass es schon eine Reduzierung der Katzenanzahl ist. Es dauert sehr lange bis da ein Fortschritt spürbar ist, leider kommen noch die ganzen über Ebay angeschafften unkastrierten Katzen hinzu, die jetzt unbedingt weg müssen und womöglich auch auf der Strasse landen.