Ja, es gibt spielfaule Katzen, das kann auch durchaus an einem geringen Interesse liegen, muss aber nicht. Um das rauszufinden, hast Du ja schon einige tolle Ideen bekommen.
Den Ansatz von Silver_Fire finde ich ganz gut. Solltest Du feststellen, dass Ihr der Kleinen wirklich unbewusst mehr Aufmerksamkeit gebt, dann wären solche Selbstbewusstsein stärkenden Maßnahmen ne feine Sache. Ich finde, gerade Clickern bzw. Kunststücke wirken dabei echt Wunder. Unser kleines Nervenbündel hier ist dadurch deutlich entspannter und selbstsicherer geworden. Wenn Deine eine räumliche Trennung akzeptieren, dann ist das auch ne gute Idee, aber das kann man ja auch versuchen, wenn der jeweils andere grad unterwegs ist.
Der andere Ansatz, den ich versuchen würde, wäre die Art der Spiele zu untersuchen: Was nutzt und was spielt Ihr denn so? Bei den Maunzmonstern ist manchmal das seltsamste Spiel und der seltsamste Gegenstand lustig: Wer braucht schon Bällchen, wenn er die Griffe von Senfeimern haben kann? :roll:
Biete ruhig mal verrückte Sachen an (natürlich unter Aufsicht): Solche Griffe, Korken, Deckel von Plastikflaschen, die schon genannten katzenvertäglichen Fäden, und wenn Deine beiden nicht auf Spielzeugen rumkauen, dann kannst Du auch mal ein Bällchen aus Alufolie versuchen (Durchmesser mind. 2cm), das Knistern finden unsere z.B. ganz klasse. Gerade erst angeschafft haben wir dei steuerbare Maus von Hexbug, daher kann ich noch nicht viel dazu sagen, aber die Firma ist einen Blick wert, die haben neben dem Roboterspielzeug nämlich auch Katzenspielsachen, und bisher liefert Mäuschen eine gute Performance ab.
Und die Art der Spiele wäre auch einen Blick wert, was macht Ihr denn da alles? Ideen wären z.B. Dinge unter/an Sofakissen entlangziehen (da springt unsere eine im letzten Moment, ehe das Spielzeug verschwunden ist, drauf, und dann geht's an der nächsten Seite des Kissens weiter, dazwischen sitzt sie rum). Meine Katzen lauern auch sehr gerne laaaaaange auf, da können schonmal fünf Minuten draufgehen und wir Menschen müsen uns in Geduld üben. Dafür bieten wir z.B. viele Lauergelegenheiten an: Kisten, Körbe, Tunnel, und auch Kissen liegen mal mitten im Flur. Beliebt ist hier auch ein Federwedel unter etwas vorgucken und wieder verschwinden zu lassen. Das ist kein großes Gerenne, aber man kann dabei prima durchdrehen. Außerdem haben wir einen alten Vorhang, der halb durchsichtig ist, zur Spieldecke degradiert: Der wird immer mal so um zwei Säulen des Kratzbaums gewickelt, dass die Katze dann etwas, das sich davor auf dem Boden bewegt, sehen kann, und dann springt die begeistert darauf und verprügelt danach Stoff und Gegenstand gemeinsam. :lol: Das sind halt nur solche Anregungen, was hier gut geht. Manchmal ist man ja auch etwas "festgefahren" in seinem Spielverhalten (waren wir auch mal) und braucht nur mal ne Idee von außen, daher die detaillierten Beschreibungen.