Zylkene sind auf jeden Fall eine gute Sache.
Da ich auf Arbeit bin und wenig Zeit hab, kopier ich dir mal eine Antwort hier rein, die ich jemand anderem in einem ähnlichen Fall gegeben habe. Also wenn es nicht ganz bei dir zutrifft nicht wundern, aber das Grundprinzip ist das Gleiche:
- fester strukturierter Tagesablauf = gibt Sicherheit für unsichere Katzen
- Konditionierung auf Signalwörter nach Klickerart = ebenfalls Sicherheit - Katz weiß dann, was kommt, wird nicht überrascht
- Anfangs bewußt nicht streicheln, sondern komplett ignorieren, dafür innerhalb der festen Struktur feste Zeiten für Kuschel und Spielrunden haben, in der man selbst Anfang und Ende bestimmt (später wieder lockerer sehen)
- Kuschel und Spielrunden immer nur kurz halten, nicht hochpuschen lassen, lieber viele kleine Runden als wenige Große
- Wenn er grob wird, laut und bestimmt Nein sagen, Runde beenden, ignorieren, weggehen - wenn er dann friedlich ist und das akzeptiert, dann kurze Toberunde zum abreagieren machen. Hier kommt jetzt das gute Beobachten ins Spiel, da ists sehr wichtig genau zu gucken, wann er wie drauf ist und was er gut annimmt und wann er wieder hochdreht. Das ignorieren bewirkt bei Katzen, dass sie AUF DAUER runterkommen - dass er so abdreht auf ignorieren hin zeigt, dass er eine Reaktion will und braucht -und genau die darf er aber nicht bekommen (negative Aufmerksamkeit ist auch eine Aufmerksamkeit).
Prinzip soll für eine Zeitlang sein: wenn ER kommt und was will, dann kriegt er es nicht - stattdessen kriegt er es später, einfach so bzw. innerhalb der Strukur. Dadurch lernt er nicht mehr fordern zu müßen, sondern dass er die Sachen bekommt ohne Ärger machen zu müßen.
Wenn er vor dir liegt und mit dem Schwanz peitscht - weggehen - kommt er hinterher, dann auf ihn zu gehen - wortlos und ihn wegdrängen.