Liebe Katzenfreunde,
vor 8 Wochen haben wir einen kleinen Kater (damals wahrscheinlich 6-7 Wochen alt=Findus) gefunden und aufgenommen. Unsere große Katze Peppi (3 Jahre alt) hat ihn gleich adoptiert und sich rührend um ihn gekümmert. Mittlerweile ist Findus 13-14 Wochen alt und ein richtiges "Pupertier". Er ärgert peppi wo er nur kann, beißt ihr in Schwanz und Ohren, springt sie an, jagt sie durch die Wohnung. Das ist natürlich noch sein ausgeprägter Spielsinn, den er ausleben möchte. Peppi ist das zu viel!!! Seit ca. 2 Wochen kennen wir unsere Große nicht wieder: sie knurrt Finni ständig an, wenn er sich ihr nähert, manchmal keift sie ihn sogar regelrecht an, was ihn oft nicht wirklich beeindruckt :-(. Sie ist auch von ihm manchmal so genervt, dass sie z. T. zitternd unterm Bett sitzt oder nur noch raus in den Garten möchte (sie darf raus, er noch nicht, ist ja noch nicht kastriert und voll geimpft). Sie kommt dann auch, anders wie bisher, viele Stunden nicht mehr heim, ist sogar schon 2 Nächte weggeblieben. Wir Erwachsenen hatten große Sorgen, da sie vor 2,5 Jahren bei uns vor dem Haus angefahren wurde und sehr schwer verletzt war. Insgesamt hat sie sich auch uns gegenüber verändert, sie ist nicht mehr so schmusig, läuft auch vor uns weg und wirkt manchmal irgendwie unglücklich. Da macht mich seeeeehr traurig. Durch den Unfall, bei dem sie 6 Wochen käfighaltung einhalten musste und uns dadurch sehr ans Herz gewachsen ist, hatten wir bisher ein recht gutes Verhältnis zueinander.
Auch Finni leidet unter der Situation. Seit 2 Wochen hat er (jetzt schon mehrfach!) ins unser Bett gepinkelt und auch schon schon 2 x aufs Bett gestinkert :x, auch der Badezimmervorleger ist vor ihm nicht sicher. Jetzt bleiben Bad und Schlafzimmer zu. Somit verkleinert sich sein Radius und auch seine geliebten Verstecke sind auf einmal weg. Organisch ist er gesund. Die TÄ meinte auch, dass sein Verhalten ein psychisches Problem sei. Wir haben jetzt Pheromone in der Steckdose und er bekommt Vitamin B12 zur Unterstützung seiner Psyche. Anfangs dachten wir es wird besser, aber seit vorgestern dreht er wieder voll ab und Peppi ist nur noch am Keifen. Gestern abend hat sie eine Stunde gejammert, gemaunzt und gekeift, sie wollte unbedingt die Nacht draußen verbringen, damit sie ihre Ruhe hat. Wir haben es ignoriert, da sie fast den ganzen Tag draußen war.
Ich bin ziemlich hilflos. Kennt jemand diese Situation und kann mir eventuell Mut zusprechen oder Tipps geben, wie wir uns verhalten sollen. Manchmal war ich schon kurz davor, den Kleinen herzugeben (aber Mann und Tochter sind natürlich dagegen!). Ein weiteres Kätzchen in seinem Alter aufzunehmen kommt nicht in Frage, da wir in einer Mietwohnung wohnen, da sind 2 Katzen genug.
Vielen, vielen Dank, für Eure Tipps schon mal im Voraus
viki66