Sehr geehrte Katzenfreunde und Katzenfreundinnen,
ich würde euch gerne von der Krankengeschichte meines Katers Karlo berichten (ca. 14j.,
BKH-Mix). Trotz vermehrter Tierarztbesuche tappe ich weiter im Dunkeln, was ihm genau fehlt. Deshlab hoffe ich, dass jemand möglicherweise ähnliche Erfahrungen mit seinem Tiger hatte und vielleicht den entscheidenden Hinweis geben kann.
Zur Geschichte: Wenn es Karlo nicht gut geht, setzt er sein Kot neben die Toilette (verschiedene Katzenklos an verschiedenen Orten mit verschiedenem Streu getestet, kein Erfolg). Es kommt vor, dass der Kot breiig ist, selten auch mit leicht Blut.
Dieses Verhalten zeigt Karlo, seitdem wir vor zwei Jahren von einer Wohnung mit Terasse in eine Stadtwohnung gezogen sind. Der Tierarzt hat
Giardien festgestellt, der Katzer wurde mit Panacur behandelt, und es ging ihm besser (er hat auch seine Toilette wieder benutzt). Danach blieb sein Zustand auch positiv, bis vor einem dreiviertel Jahr oben besagtes Verhalten erneut auftrat und Karlo mir mit dem Kot neben dem Klo mitteilen wollte, dass er Probleme hat. Auf einen negativen Giardientest beim Tierarzt wurde eine Darmentzündung vermutet, woraufhin Karlo mit Kortison behandelt wurde. Die Kortisonbehandlung hat die Probleme mit dem Kotabsatz jedoch weiter verschlimmert; in Rücksprache mit der Tierärztin habe ich das Kortison daraufhin langsam abgeführt, und angefangen den Katzer wieder mit einer Panacur-Wurmkur zu behandeln. Die Wurmkur-Behandlung hat erneut Erfolg gezeigt, Karlos Kot sowie sein Toilettenverhalten waren wieder einwandfrei. Jedoch sind seine Beschwerden nach ein paar Monaten wiedergekehrt.
Zur Klärung des "warum?" haben die TÄ und ich bereits viel Mühe aufgewendet; Karlo wurde erneut auf
Giardien getestet (negativ) und eine dreitägige Stuhlprobe wurde für eine Auswanderung ins Labor geschickt, um auf andere Parasiten wie z.B. Lungenwürmer zu testen (negativ). Um eine Lebensmittelallergie auszuschließen und eine Ausschlussdiät durchführen zu können, habe ich angefangen Karlo getreidefrei zu barfen und außergewöhnliche Fleischsorten wie Pferd oder Känguru zu verfüttern. Jedoch hatte auch die Futterumstellung nicht den gewünschten Effekt, und Karlo machte weiter neben das Klo.
Wie euch bestimmt aufgefallen ist, war Panacur das einzige, was Karlo während seiner Leidenszeit geholfen hat. Dementsprechend habe ich mit der TÄ vor ca. vier Wochen vereinbart, den Katzer permanent mit Panacur zu behandeln. Wie erwartet haben sich die Probleme mit dem Kot neben dem Klo verbessert und die Behandlung mit Panacur scheint Karlo nicht weiter zu belasten. An dieser Stelle möchte ich eine weitere Beobachtung mit euch teilen, nämlich dass Karlo nach Beginn der Panacur-Kur angefangen hat, zwei bis drei mal am Tag zu husten (sich flach machen, keuchende Geräusche). Wie dem auch sei, die Problematik mit dem Husten ist nach ca. einer Woche verebbt.
Ich war ziemlich glücklich, die Probleme des Katers mit der Wurmkur beseitigt haben zu können. Allerdings fängt Karlo mittlerweile doch wieder an, seinen Kot neben die Toilette zu setzen, obwohl er mit Panacur behandelt wird. Es ist quasi so, als würde die Wirkung mittlerweile nachlassen, als wäre eine Gewöhnung aufgetreten.
Zunächst einmal herzlichen Dank, wenn ihr es bis hierher geschafft habt

Ich habe versucht, die Vorgeschichte so präzise wie möglich darzulegen. Wenn Unklarheiten herrschen beantworte ich gerne eure Nachfragen.
Was fehlt Karlo? Irgendwelche Ideen? Dass das Kortison seinen Zustand damals verschlechtert hat, lässt eigentlich auf parasitären Befall schließen. Ebenfalls die simple Tatsache, dass Medizin gegen parasitären Befall zunächst geholfen hat. Aber weshalb waren dann die Schnelltests und das Auswanderungsverfahren negativ? Und weshalb treten die Probleme erneut auf, obwohl ich den Katzer durchgängig mit Panacur behandel? Sollten die Parasiten (wer auch immer in meinem Karlo wohnt), nicht irgendwann mal kaputt sein? Durch die andauernde Behandlung sollten ja selbst die Larven geschlüpft und vernichtet sein. und was hat es mit dem Husten auf sich, den Karlo durch den Beginn der Panacur-Kur hatte?
Seitdem Panacur nicht mehr hilft, habe ich die TÄ noch nicht wieder besucht. Ich möchte das ganze noch zwei bis drei Tage lang weiter beobachten. Vielleicht gibt es ja jemanden unter euch, der ähnliche Erfahrungen mit seinem oder ihrem Tier gemacht hat, oder sonst eine clevere Idee hat, die mich und die TÄ vielleicht auf die richtige Spur bringen und weitere, teure Untersuchungen vermeiden können.
Herzlichen Dank im voraus und wärmste Grüße,
Brian