Hallo,
wie du vielleicht schon mal irgendwo gelesen hast (oder jedenfalls haben solltest, bevor dich ans Barfen gemacht hast), sind Katzen reine, hochspezialisierte Carnivoren. Also nein, im Prinzip brauchen Katzen weder Karotten noch Kartoffeln, sondern ihr Organismus ist drauf eingerichtet, Nährstoffe ausschließlich aus Fleisch und anderen Teilen von Beutetieren zu ziehen.
Jetzt kommt das große Aber: Der Gemüseanteil im (richtig gemachten) BARF ist auch gar nicht dafür gedacht, Nährstoffe im eigentlichen Sinne zu liefern. Sondern der soll Rohfaser ins Futter bringen, die wie Ballaststoffe wirken - also die Darmtätigkeit anregen und damit den Kotabsatz erleichtern, weil das BARF selber meist sehr hoch verdaulich ist und daher nur schlecht "durchrutscht", sondern leicht zu Verstopfung führt. Das Gemüse simuliert also auch nicht den Mageninhalt der Beutetiere, wie manche meinen, sondern Fell, Bindegewebe und andere schwer verdauliche Teile, die den Ballaststoff-Job bei echter Beute erledigen würden.
Bei vielen Katzen wirkt das, andere brauchen's nicht.
Also wenn deine Mieze Schwierigkeiten beim Kotabsatz hat, dann würd ich das Gemüse auf keinen Fall reduzieren, eher noch ein bisschen erhöhen oder mal was anderes probieren. Zum Beispiel Kürbis (roh oder gekocht), Gurke / Zucchini (roh) oder passierte Tomaten ohne Zusätze.
Es kann aber auch mit dem FC zu tun haben, ich meine, ich hätte da schon öfters von einer stopfenden Wirkung gelesen. Ich frag mal vorsichtig nach ... du hast zum FC nicht noch Knochen dazugefüttert, oder?
Edit: War denn genügend Fett im Futter? Zuwenig Fett kann auch stopfend wirken.