• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Das mysteriöse Gekübel...

Diskutiere Das mysteriöse Gekübel... im Erkrankungen des Verdauungstraktes Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen, wie so viele andere hier, weiß ich gerade einfach nicht mehr weiter. Zu meinem Problem-Fell: Willow ist eine 7 Jahre alte...
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #1
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sometimes.weird

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Hallo zusammen,
wie so viele andere hier, weiß ich gerade einfach nicht mehr weiter.

Zu meinem Problem-Fell:
Willow ist eine 7 Jahre alte Hauskatze, die ganz allein die Königin im Lande ist.
Angefangen hat alles vor Rund 2 1/2 - 3 Jahren, als sie (3 Wochen nachdem ich in Urlaub und sie für 5 Tage in einer Katzenpension war) sich übergeben hat, und das exzessiv.
Jeder kennt ja das normale Spucken, wenn die geliebten Vierbeiner zu viele Häärchen intus haben.

Bei Willow ging es so lange, bis rein gar nichts mehr im Magen war. So ungefähr 12-15 Mal hintereinander, danach konnte sie nichts mehr bei sich behalten.
Beim Tierarzt gab es zwei Spritzen und ein paar Medikamente nach der Diagnose "Gastritis" und ihr ging es anschließend ein paar Monate wieder gut.

Leider wiederholt sich dieser Zustand in unregelmäßigen Abständen...
Irgendwann merkt man, sie frisst einen halben Tag nichts. Daraufhin folgt die Entleerung durch exzessives Erbrechen und sie kann anschließend nichts mehr bei sich behalten. Nahrung wird sowieso verweigert, und auch Wasser behält sie nicht bei sich.

Mittlerweile haben sich schon einige Blutbilder angesammelt, große, kleine, sowie ein Test auf Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Das einzige was jedes Mal ein wenig auffällig war, war ein Nierenwert der auf 2,5 erhöht war (durchschnitt ist 2,1). Ansonsten hat das Blutbild nichts ergeben. Auch abtasten nichts.

Ich war bei 3 TAs die alle drei das gleiche gemacht haben. Blutbild, Verdacht auf Gastritis oder Bauchspeicheldrüsenentzündung. Durch das Blutbild wiederlegt. Danach ging es ihr nach der Spritzen und Medikamenten immer besser - für einige Wochen/Monate.

Man sagte mir auch schon sie sei ein Stress-Kotzer. Aber ich glaube das irgendwie nicht, da es in 50% der Fälle einfach keinen Grund gibt (außer Hitze ist auch ein Grund? Im Sommer und im Winter durch auf der Heizung liegen?)...

Die Abstände zwischen diesen Krankheitsphasen werden gefühlt immer kürzer. Erst vor drei Wochen haben wir eine Behandlung hinter uns gebracht. Und seit Sa auf So Nacht kann sie wieder nichts bei sich behalten. Die letzte Phase davor war allerdings im April und kann sein das es erst in 3-5 Monaten wieder auftritt)

Ich wüsste nur gerne ob es hier jemand gibt der eine konkrete Idee hat, auf was für eine Untersuchung ich drängen sollte - was es sein könnte, das sie da so quält.

Vielen Dank für's durchlesen und liebe Grüße,
sometimes.weird
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #2
Hallo, hat sie denn Spezialfutter bekommen? Oder was frisst sie überhaupt? Wurde schonmal an alternative Medizin gedacht?
 
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #3
Urin testen lassen

UPC
spezifisches Gewicht

anhand dieser Werte kann man ermitteln, wie gut die Nieren noch arbeiten

ich würde den erhöhten Nierenwert nicht so einfach übergehen
 
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #4
Hallo ihr beiden.
Vielen Dank für die Antworten.

Ich war gestern nochmal beim Tierarzt. Da gab es Langzeitantibiotika und nochmals was für den Magen.
Außerdem, nachdem die Magenprobleme wieder im Griff sind, gibt's Mittelchen für die Nieren (homöopathisch) und eine langzeitumstellung auf Nierendiät-Futter.

Vorher hatte sie das DM-Futter bekommen (allerdings nur Lachs, Weißenfisch und Pute) und wenn wieder mal so eine Phase war, spezielles Sensitivfutter von Animoda (Pute+Reis, Pute+Kartoffeln) sowie gekochte Putenbrust als Leckerli.

An Gewicht hat sie in den letzten Jahren eher immer ein wenig zugelegt statt abgenommen. Mit 4,5 Kilo liegt das aber noch voll im Normalbereich.

Der Tipp mit dem Urin werde ich verfolgen. Sobald sie wieder auf dem Damm ist werde ich mal eine Probe einreichen.

Irgendwie habe ich allerdings immer noch das Gefühl der Unsicherheit... fühlt sich eben an als pulvert man die Tierarzt-Kosten nutzlos raus um nur eine kurzzeitige Besserung zu erreichen. :(
Ich finde es furchtbar keine eindeutige Diagnose zu haben. Ich würde ihr so gern entgültig helfen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #5
Ich muss jetzt mal sagen dass ich es von dem Tierarzt auch nicht gut finde ständig Medikamente in die Katz zu pumpen ohne dass man weiß was ihr fehlt. Immer wieder Antibiotika geht extrem auf den Magen und auf den Darm. Das kann auch gut möglich sein dass sie durch die ganzen Medikamente nichts mehr drin behält
 
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #6
Da muss ich hannibal zustimmen.

Immer wieder Antibiotika ist nicht gut. Und ohne Diagnose schon mal gar nicht.
Antibiotika ohne Diagnose ist nur dann sinnvoll, wenn deutlich erkennbar eine Entzündung oder Fieber vorliegt.

Ich würde es bei deiner Maus mit einem Magenschutzmittel versuchen und schauen, ob es sich damit etwas beruhigt.
Mit Ulmenrinde kannst du es selbst versuchen (eine halbe Stunde vor dem Füttern verabreichen), aber ich würde so etwas immer in Absprache mit dem Tierarzt machen.
 
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #7
Ohje, na super. :???:
Ich finde es halt seltsam. Wie ich oben schon schrieb ist das nun die 3te Praxis und dort arbeiten mehrere TAs und 2 davon haben meine Mietz behandelt diese Woche.
Und alle machen unabhängig voneinander immer nur das gleiche.

Die ulmenrinde werde ich definitiv ausprobieren, davon habe ich hier im Forum schon öfter die Empfehlung gelesen. Scheint sich bewährt zu haben. :)

Danke
 
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #8
Ist mal eine Probe auf Parasiten (Giardien, Trichomonas, Würmer usw.) gemacht worden? Das kann sowas auch auslösen.



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  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #9
Hallo zusammen,
ich hole den Thread mal aus der Versenkung.
Ich wollte mal ein kleines Update dalassen. Eventuell findet ja irgendjemand einestages den Thread, der ebenso ein Problem-Fell hat wie ich. :)

Nachdem meine Katze im August (nach einem weiteren Bluttest der nichts ergeben hat) mit Medis behandelt wurde habe ich sie auf Nierendiätfutter umgestellt.

Das ganze lief sehr gut bis vor zwei Wochen, als das Erbrechen wieder kehrte.

Ich habe daraufhin den Arzt gewechselt. Dieser hat die speziellen Blutwerte nochmal geprüft und festgestellt das sie runter gengagen sind durch die Ernährungsumstellung. Was Grunsätzlich sehr Positiv ist. Nieren im Griff! :)
Er nimmt daher an die periodische Erbrechen-Phase nichts mit den Nieren zu tun hat. Außerdem war es der erste Arzt der sich die Zeit genommen hat mehr als 3 Minuten darüber nachzudenken und lieber auf Ursachenforschung gehen will als die akuten Symptome zu bekämpfen.
Diese werden nu mit einer kleinen Dosis MCP behandelt (gegen die Übelkeit) was ich zwar als sanfter Empfinde als ihr jetzt wieder Antibiotika rein zu hauen, jedoch nicht gänzlich hilft.
Immerhin frisst sie und erbricht meist morgens auf leeren Magen...

In zwei Wochen haben wir nun einen Termin in der Tirklinik an die er mich verwiesen hat für einen Ultraschall.
Ich hoffe dabei stellt sich was genaueres heraus. Dann sehen wir weiter!


Achja: Auf Parasiten wurde sie nicht getestet bis jetzt, hat aber ihre Wurmkur bekommen.
 
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #10
Immerhin frisst sie und erbricht meist morgens auf leeren Magen...

Hat sie denn immer Futter zur Verfügung? Manche Katzen brechen auch vor hunger. Das kennt man ja auch von Menschen. Wenn man richtig hunger hat wird einem schlecht.


Achja: Auf Parasiten wurde sie nicht getestet bis jetzt, hat aber ihre Wurmkur bekommen.

Gab es denn einen verdacht auf Würmer? Sie ist ja kein Freigänger, oder hat sich daran was geändert?
 
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #11
Hallo Hannibal :)

Das ist so eine Sache mit dem Futter. Jeder Tierarzt sagte mir bis jetzt: Eine Katze muss auch mal hungern. Manchmal bekommen die den ganzen Tag nichts. Das entlastet den Magen.

Ich habe da andere Erfahrungen gemacht.
Ich habe ihr einen automatischen Futternapf* hingestellt, dadurch bekommt sie über den Tag alle 3-4 Stunden eine Portion, während ich auf der Arbeit oder Unterwegs bin und es mal länger dauert. Ich hatte den Eindruck dadurch wird es auch besser.
Das Trockenfutter habe ich zur Zeit nicht für sie im Angebot. Darauf hat sie (in Kombination mit Nassfutter das sie danach bekam) auch schon mit Spucken reagiert.

Zwischen der letzten Mahlzeit Abends und der ersten Morgens liegen daher ~7 Stunden. Hab schon drüber nachgedacht ihr auch für Nachts den Timer zu stellen. :-|
Meinst du es könnte daran liegen?

Freigängerin ist sie immer noch nicht, aber sie hat Berührung mit Schuhen und mit einem Hund. Also fallen trotzdem Impfungen und Entwurmung an. Entwurmung schadet ja auch nicht alle halbe Jahr vorsorglich.

Viele Grüße :)




*Den hier kann ich übrigens empfehlen falls jemand über sowas nachdenkt:
https://www.amazon.de/PetSafe-PFD11-13707-Futterreservoir-5-Mahlzeiten/dp/B000GEWHNS/ref=sr_1_2
 
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  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #12
Ich würde ihr nachts auch Futter zur Verfügung stellen und dann mal beobachten, ob es besser wird.
Und auf gut Verdacht würde ich nicht entwurmen, vor allem nicht bei Wohnungskatzen, ist ja schon eine ziemliche Chemiebombe! Lieber Kotprobe über 3 Tage sammeln und untersuchen lassen und nur bei Bedarf entwurmen! Bei unseren Teilzeitfreigängern habe ich das auch so vor, bisher gehen sie nur kurz raus und gehen daheim auf's Klo, Beute haben sie bisher auch noch nie erlegt (sie dürfen erst seit kurzem raus), also hab ich zumindest noch keine Probleme damit, eine Kotprobe zu bekommen.

Liebe Grüße von Tanja mit Finchen und Lucy
 
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #13
Ich habe noch nie gehört, dass man eine Katze hungern lässt. Höchstens ein paar Stunden vor eine Narkose.
Wenn eine Katze mehr als 24 Stunden nichts gefressen hat, kann es kritisch werden, weil evtl. die Leber beginnt, sich zu verstoffwechseln.
Deswegen können auch Freigängerkatzen, die irgendwo versehentlich eingesperrt wurden und längere Zeit ohne Futter sind, ernstlich erkranken.
 
  • Das mysteriöse Gekübel... Beitrag #14
Entwurmen sollte man nicht grundlos tun. Wobei ich mit "grundlos" meine: es sind keine Würmer nachgewiesen. Eine Wurmkur belastet den kätzischen Organismus enorm. Wenn tatsächlich Würmer da sind, muss es sein, um einen größeren Schaden abzuwenden. Aber einfach so sollte man keine Wurmkur durchführen. Denke auch gut darüber nach, welche Impfungen Du durchführen lässt. Auch hier gilt: überflüssige Impfungen haben nicht nur keinen Nutzen, sondern können auch der Gesundheit schaden.

Glaube niemals, dass Du auf der sicheren Seite bist, wenn Du alles vorbeugend machen lässt!

Warum liegen zwischen der letzten Mahlzeit am Abend und der ersten am Morgen 7 Stunden? Das finde ich viel, vor allem bei einer magenempfindlichen Katze. Frisst sie denn den Napf abends komplett leer oder nimmst Du ihr das restliche Futter weg? Was spricht dagegen, den Napf vor dem Schlafengehen noch einmal zu füllen? Dann kann sie das fressen, wann sie mag.
 
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