Lieber Walter!
Es tut mir sehr leid für dich und deine Frau, dass eure geliebte Cindy nicht mehr lebt.
Trotz ihrer schweren ersten Lebenszeit hatte sie ein schönes, glückliches Leben und wurde geliebt und umsorgt. Euer Nachbarkater hatte wohl ein gutes Gespür für katzenfreundliche Menschen, dass er sie damals zu euch gebracht hat.
Ihr habt euch fürsorglich um Cindy gekümmert und sie auch am Ende liebevoll begleitet, um ihr weiteres Leiden zu ersparen.
Vielleicht findet doch irgendwann wieder eine Katze (oder sogar zwei) den Weg zu euch - vielleicht schickt euch Cindy sogar selber ein Kätzchen, das genauso wie sie damals eure Hilfe und Fürsorge braucht.
Auch wenn du dir das jetzt noch nicht vorstellen kannst, könnte dadurch die Leere gefüllt werden und das Glück wieder bei euch einziehen.
Testament einer Katze
Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben
denen zu hinterlassen, die sie lieben.
Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.
Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.
Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
"Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!"
Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
und gib' ihr meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.
(Margaret Trowton)