Ich erlebe zurzeit eine ganz ähnliche Geschichte und weiß auch nicht so recht weiter. Mein Pui ist fast 20 Jahre alt und lebt seit fast 18 Jahren bei mir. Als Maine Coon-Mix wog er immer ca. 6 kg, jetzt hat er nur noch 4,2 kg, obwohl er futtert wie ein Weltmeister. Er ist spindeldürr und man spürt jeden Knochen, wenn man ihn streichelt.
Morgens bekommt er zwei Schilddrüsentabletten, abends ein Pulver gegen Verstopfung.
Genau wie deine Juli ist mein Pui dement. Zwischendurch bleibt er stehen und guckt ganz verwirrt, als wenn er vergessen hat, was er gerade wollte. Seit vielen Jahren hat er Arthrose in den Hinterläufen, daher fällt ihm das Laufen sehr schwer. Manchmal schwankt er auch, kann aber immer noch auf's Sofa springen.
Manchmal (vor allem nachts) schreit er ganz laut, wenn er mich nicht finden kann. Wenn ich ihn dann rufe oder streichel, beruhigt er sich wieder.
Meine Tierärztin hat vor ca. vier Wochen gesagt, solange er futtert und alleine auf's Katzenklo geht, sieht sie keine Notwendigkeit, ihn einzuschläfern.
Gleichzeitig hat sie mich aber darauf vorbereitet, dass "das Schlimmste" wohl noch in diesem Jahr passieren wird.
Seit letzter Woche nun geht der Pui nicht mehr auf's Klo, sondern pinkelt immer im Wohnzimmer auf ein inzwischen extra bereitgelegtes Handtuch. Von einem Moment auf den anderen hat er scheinbar vergessen, wozu ein Klo da ist. Auch das große Geschäft macht er lieber in der Küche unter dem Tisch.
Meine Versuche, ihn ins Klo zu setzen, scheiterten an heftiger Gegenwehr.
Egal, ich putze hinter ihm her, das macht mir nichts aus. Er war immer mein Freund und bleibt es bis zum Schluss.
Ich hoffe, er nimmt mir die Entscheidung ab und "geht" von allein. So oder so fürchte ich mich ganz doll vor diesem Tag
Alles Gute für euch!