Das kenne ich nur zu gut. Unsere Alice ist eine ganz gesunde Katze (außer, dass sie etwas erhöhte Nierenwerte hat, aber was solls). Gebissen/gekratzt wurde noch niemals irgendjemand von ihr. Auch wir haben sie damals zusammen mit ihrer Schwester mit 12 Wochen bekommen.
Nach etwa einem Jahr fing sie an, aus heiterem Himmel meinen Freund anzufauchen (wir haben sie zusammen geholt und wohnen auch seit jeher zusammen). Wir wussten erst gar nicht was los ist, haben es erst mal so hingenommen und uns immer zurück gezogen wenn dem so war.
Als sie jedoch mich ein mal einfach so angefaucht hat (ich bin ihre Bezugsperson) war ich richtig wütend auf sie und habe ganz böse zurück gefaucht. Sie ist daraufhin ganz kläglich jammernd weg gerannt, kam aber nach einer halben Minute weinend an und strich mir um die Beine um sich regelrecht zu entschuldigen. Ich wollte sie streicheln, als sie plötzlich wieder fauchte, dann jammerte sie entschuldigend und schmiegte sich wieder an mich. Das alles innerhalb von 5 Sekunden. Seltsamer Stimmungswechsel, dachte ich mir.
Total verwirrt schaute ich an mir runter und überlegte krampfhaft, was sein könnte, als mir einfiel, dass ich gerade meine Brille mit einem Brillenputztuch (mit Lösungsmitteln) geputzt hatte.
Den geruch konnte sie gar nicht leiden.
Das gleiche passiert hin und wieder mit akustischen Signalen, mit verschiedenen Gerüchen, mit geräuschen, wenn wir mal zu wild toben. Sie zeigt uns damit einfach, dass sie sich gerade nicht wohl fühlt. Schaut euch noch mal ihre Körpersingnale an. Wenn sie fauch, legt sie die Ohren an, fletscht die Zähne und haut mit der Pfote? Oder fühlt sie sich gerade einfach nur Unwohl und will dass ihr ihr helft, aus der Situation entkommen zu können?
Es ist sehr sehr oft nicht böse von den Miezen gemeint. Häufig ist es wirklich nur ein friedliches "Ich mag das nicht, komm mir bitte nicht näher".
Denn anders kann sie es eben nicht zeigen. Der Instinkt macht da keinen Unterschied zwischen nur fauchen und fauchen mit knurren, da ist ein Schalter und wenn der umkippt, dann kippt er. Oft nicht böswillig
