Hallo @Mickey2003,
ich habe auch einen Kater mit (vermutlich idiopathischer) Epilepsie.
Er zog im September 2013 bei mir ein und bekommt seit Juni 2013 Medikamente gegen die Epilepsie. Bis dahin wurde Pio gar nicht behandelt und hatte (angeblich) einen Anfall/Monat. Pio wird im April 9 Jahre alt.
Wenn es dich interessiert, kannst du hier unsere Geschichte lesen:
https://www.katzen-forum.de/senioren-katzen-handicap/65547-pio-kater-epilepsie.html
Dass die Dosis gesenkt werden kann, soll mit Hilfe homöopathischer Mittel möglich sein. Erfahrungen habe ich da aber leider keine. Ich glaube, ich traue mich da auch gar nicht so richtig ran, weil Pio schon auf die chemischen Keulen nur sehr zögerlich reagierte.
Pio erhält inzwischen drei Medikamente (Phenoleptil, Diazepam und Libromide). Phenoleptil alleine wirkte bei ihm so gut wie nicht. Daher beschloss der Neurologe der TK, das früher übliche Diazepam hinzuzufügen. Mit beiden Medis ist er austherapiert. Eine höhere Dosis geht nicht mehr. Als Ende letzten Jahres die Anfallshäufigkeit wieder stieg, bekam Pio noch Libromide hinzu. Hier konnten wir die Dosis wieder auf ein Minimum reduzieren.
Pios Anfälle sind sehr heftig. Er fliegt quasi durch den Raum.
Die Blutwerte lasse ich inzwischen alle 6 Monate untersuchen. Leber, Niere etc. zeigen da (bisher) keine Auffälligkeiten und sind seit Pio bei mir ist unverändert.
Die Leber schützen, ja, das ist möglich. Frage deinen Tierarzt mal nach Leberschutz, etwas Homöopathisches wie Mariendiestel oder so.
Pio war schon immer ein ruhiger Kater, auch vor der Medikation, wie die Pflegestelle berichtete (Forine IceVayal aus dem Forum). Durch die Medikamente ist er noch ruhiger. Das liegt aber vor allem an dem Diazepam. Außerdem zeigte sich eine leichte
Ataxie.
Anfangs war Pio sehr unruhig nach der Medikamentengabe, wanderte stundenlang durch die Wohnung. Das legte sich aber nach einigen Wochen.
Lebensfreude hat Pio trotz allem. Wenn er im Sommer unter Aufsicht raus darf, schnuppert er begierig an jeder Pflanze, schaut nach den Schmetterlingen und würde wohl auch gerne einen fangen.
Wie alt eine Katze mit Epilepsie werden kann, weiß ich (noch) nicht. Pio ist, wie oben bereits geschrieben, inzwischen fast 9. Vermutlich wird er nicht ganz so alt wie eine Katze ohne Epilepsie und die Nebenwirkungen der Medis.
Ah ja, Fressattacken. Epileptische Anfälle sind sehr kraftraubend. Es werden jede Menge Kalorien verbraucht. Daher müssen die Betroffenen (Tiere und auch Menschen) anschließend große Mengen an Nahrung aufnehmen.
Je nach Medikament kommt es als Nebenwirkung zunächst zu größerer Fresslust. Als Pio hier ankam, hatte er Übergewicht und fraß locker doppelt so viel wie eine "normale" Katze. Das hat sich inzwischen gelegt. Ungefähr ein halbes Stündchen nach der Medigabe verlangt er aber dennoch eine reichliche Mahlzeit.
CT und MRT bringen nur etwas, wenn eine Verletzung oder ein Tumor vermutet werden. Manchmal ist eine Infektion (Hirnhautentzündung oder so) die Ursache für Epilepsie. Um das festzustellen müsste Flüssigkeit entnommen und untersucht werden.
Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.