Ich schildere euch erstmal meine Situation.
Isis (7,5 Jahre) habe ich seit 2010. Anfang 2011 habe ich einen Kater dazu geholt und die beiden waren fast vom ersten Augenblick an ein Herz und eine Seele. Es gab nie Stress, nie war einer wirklich krank. Bis letztes Jahr. Mein Kater wurde Mai 2016 wegen einem Tumor operiert, einem recht aggressiven Ding namens Fibro Sarkom, vom dem die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr bei 80% etwa lag. Und ja, er kehrte zurück, wucherte in die Wirbelsäule und ich musste meinen armen Schatz im Endeffekt erlösen (er war erst sechs Jahre alt). Das war am 25.09.2016.
Ich litt wirklich wie ein Hund und auch Isis hat sich ein Bisschen zurück gezogen. Da ich allerdings immer gelernt habe, dass Katzen nicht alleine in der Wohnung bleiben sollten, habe ich mich, obwohl es sich noch nicht richtig anfühlte, Isis zu liebe, nach einem neuen Katzenkumpel umgesehen (und das schon recht früh, vielleicht zu früh um ehrlich zu sein) und irgendwann blieb ich dann auf zweien aus Frankreich hängen (ich hatte damals schon überlegt noch eine dritte Katze zu holen). Für die beiden entschied ich mich im Endeffekt dann auch.
Und was soll ich sagen, es war einfach die totale Katastrophe. Mal abgesehen von dem Psychoterror den der Verein, wo ich die beiden herhatte, bei mir persönlich abgezogen hat - Isis konnte die beiden vom ersten Moment an nicht leiden. Sie hat gefaucht, sie auf Abstand gehalten - was ja in der ersten Eingewöhnungszeit durchaus normal ist, aber es hat sich auch nach drei Monaten nicht der Hauch einer Besserung getan, eher im Gegenteil, es ist schlimmer geworden. Der Kater, der recht sensibel war hat daraufhin angefangen, mir meine ganze Wohnung vollzumarkieren aus Stress/Angst (Und nein, das war keine Blasenentzündung o.Ä. , ich war beim Tierarzt deshalb), was wiederum mich enorm gestresst hat (hab auch psychische Probleme) und egal, was ich versucht habe, nichts hat geholfen. Isis hat sofort gefaucht, wenn der Kater sich ihr freundlich genähert hat und sie wirkte teilweise einfach nur richtig schlecht gelaunt, fast schon depressiv, sie hat sich nämlich auch immer in das jeweils andere Zimmer zurück gezogen, in dem die beiden waren. Sie wollte nicht mehr spielen, nicht mehr kuscheln, lag nur noch schlecht gelaunt und passiv rum, während die beiden miteinander gespielt und durch die Wohnung getollt sind.
Das Ende vom Lied war, dass der Katzenverein, der mir die beiden Süßen vermittelte, die beiden eben wieder abgeholt hatte.
Ich weiß nicht genau, was ich falsch gemacht habe, ich kann nur mutmaßen. Vielleicht war es einfach sowohl für Isis als auch für mich viel zu früh, einen neuen Katzenkumpel zu holen. Vielleicht waren die beiden einfach zu jung für sie (die beiden waren jeweils 3, Isis ist wie gesagt 7,5 Jahre etwa alt), man merkte auch, dass die beiden noch so verückter sind, wie jüngere Katzen es eben sind, vielleicht hat ihr das nicht gepasst. Ich habe halt auch auf den Rat von jemandem aus einem anderen Forum vertraut, dass das Alter keine Rolle spiele, solange es keine Kitten sind.
Das Ding ist halt, Isis wirkt momentan unzufrieden und gelangweilt. Sie schleicht permanent um mich rum und maunzt so ein Maunzen in einem richtig unzufriedenen und gelangweilten Tonfall - aber jedesmal, wenn ich versuche mich intensiv mit ihr zu beschäftigen, hat sie nach gefühlten zehn Sekunden keine Lust mehr. Flauschen und Kuscheln mit ihr tu ich so oft wie möglich, aber auch da ist sie manchmal so hektisch, rennt her zu mir, lässt sich zweimal streicheln, springt dann wieder woanders hin usw. dass mich das mit der Weile auch ganz aggressiv macht und ich bin dann richtig genervt, obwohl ich meine Katze wirklich über alles liebe.
Das Ding ist jetzt, ich bin durch dieses Erlebnis mit den zwei Katzen aus Frankreich gerade echt ein gebranntes Kind und weiß einfach nicht, was ich tun soll.
Ich meine, woran erkenne ich denn, dass die Katzen eifnach nur die "Falschen" waren und ich weitersuchen soll, oder ob Isis nachdem ihr Seelenpartner gestorben ist, einfach keinen anderen mehr will?
Das Ding ist auch, und da bin ich ganz ehrlich, da ich momentan aufgrund meiner Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen nicht arbeitsfähig bin, hab ich auch nicht das Geld um hundertmal neu eine Schutzgebühr zu bezahlen um zu gucken, ob es diesmal dann vielleicht klappt.
Bevor jetzt wieder die Stimmen laut werden, von wegen, warum hast du eine Katze, wenn du sie nicht versorgen kannst - ich kann meine Katze sehr wohl versorgen, ich konnte auch drei Katzen versorgen, inkl. Tierarzt und allem drum und dran, aber ich kann es mir einfach nicht leisten, ständig neue Schutzgebühren zu bezahlen und ich weigere mich, Katzen von einem Vermehrer zu nehmen, wo ich sie vielleicht kostenlos bekomme, ich aber das Katzenelend unterstütze.
Ich bin echt ratlos, was würdet ihr an meiner Stelle tun?