Verhaltensauffälliger Kater

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Hallo, wir haben vier Katzen alle mit Freigang. Wohnhaft auf dem Land, zwei weitere Häuser noch in der Nähe. Dort im Nachbarhaus eine festwohnende Katze und eine angefütterte Streunerkatze.
Meine Katzen sind alle kastriert. Zwei ältere, 12 und elf Jahre alt, und zwei jüngere, 2 Jahre und 6 Monate.
Das Verhältnis untereinander ist gemischt, aber im großen und ganzen friedlich bis liebevoll.
Die jüngste und der zweitjüngste sind best friends, sozusagen ;-)

Jetzt entwickelt sich der zweitjüngste ganz seltsam und das seit etwas über einem halben Jahr, also etwas bevor wir die letzte Katze im Stroh (nicht bei uns zu Hause) gefunden und aufgenommen haben.
Er benimmt sich meinem Mann und mir gegenüber, als würden wir ihn regelmäßig verprügeln. Selbstvertändlich tun wir nichts dergleichen! Seine Spaziergänge wurden immer länger, oft war ich froh, wenn er zur Essenszeit wieder da war. Er kauerte nur noch in der Ecke, hat aber gefressen etc. Körperlich keinerlei Auffälligkeiten. Natürlich waren wir auch beim Tierarzt. Der konnte nichts feststellen.
Jedes Mal, wenn man ihm zu Hause näher kam, wurde ängstlich gefaucht und die Ohren angelegt. Er schlägt oder beißt aber nicht nicht einem. Aber sobald man nicht ruhig und leise (kirchenähnlich) spricht, zischt er wie ein Blitz ab und versteckt sich. (Als wir ihn aus dem Tierheim holten, war er ein sehr verschmuster Kater und auch unsere anderen Katzen sind sehr anhänglich, wie kleine Hunde fast.)
Nun zur Zeit des amtlichen Katzenhausarrests musste er drinnen bleiben und - oh Wunder - er wurde wieder zutraulicher.
Ich habe dann auch mit Clickertraining wieder angefangen und auch das hat deutlich unterstützend gewirkt.
Er darf jetzt ja auch wieder raus (vom Amt), aber jedes Mal, wenn wir ihn wirklich rauslassen, wird es wieder schlimmer. Aber er möchte soooo gerne raus.
Ich habe keine Ahnung was mit ihm los ist. Ich bin lediglich froh, dass er nicht mehr meiner Hand ausweicht, wenn ich ihn streicheln möchte. Ich möchte ihn auch gerne rauslassen, weil er wirklich so traurig weinen kann, aber jedes Mal wirft uns das zurück.

Vielleicht hat jemand mal ähnlcihe Erfhrungen gemacht und weiß einen Rat? Oder was die Ursache sein könnte?

Danke schon mal :)
 
  • Verhaltensauffälliger Kater Beitrag #2
Hi,
klingt schon etwas extremer.
Normal is es schon, dass die meisten Freigänger speziell im Sommer das "Draußen" dem "Innen" vorziehen und sich oft längere Zeit nicht sehen lassen.
Sieht aber extremer aus bei eurem Kater, da er anscheinend draußen die angenehmen Erfahrungen mit Menschen "vergisst" und dann die Dosis als Gefahr einstuft und Angst bekommt.
Klingt so, als ob es einen Katzenhasser in der Gegend gibt, der ihn erschrickt/verscheucht.

Ich würde einfach min. einen Tag pro Woche als Hausarrest deklarieren, vorzugsweise am Wochenende und dem Kater dann etwas mehr als sonst verwöhnen. Einen Tag am Stück sollte er ohne am Rad zu drehen verkraften und das wird dann das Vertrauen wieder aufbauen.

Er kommt doch immer von allein zum Essen ins Haus?
 
  • Verhaltensauffälliger Kater Beitrag #3
Hallo Geek,
ich danke dir sehr für deine Antwort.
Ich fühle mich inzwischen sehr hilflos. Ich möchte, dass es ihm besser geht, aber ich weiß nicht, was er hat.
Zwei der vier Katzen (also die großen beiden) halten draußen für ein notwendiges Übel. Sie haben oft nichts dagegen rauszugehen (wenns nicht regnet) aber es ist ihnen sehr recht, wenn sie nach fünf Minuten wieder rein dürfen. Es sei denn, wir sind draußen, dann finden sie draußen auch ok.
Er ist zwar schon immer lieber draußen gewesen als die anderen, aber so wie jetzt war es nicht.

Im Moment lassen wir den Problemkater höchstens am Wochenende raus, damit ich an den anderen Tagen die Bindung stärken kann.
Wie erwähnt wird es beim Clickern besser, er frisst auch Trockenfutter als Leckerlie aus der Hand. Aber dann habe ich ihn eben hinter der Verkleidung der Heizrohre gefunden. Zusammengekauert.
Manchmal spielt er mit der Kleinen, aber nicht mehr so viel wie am Anfang.
Ja, bisher kommt er noch rein zur Essenszeit (abends gegen zehn/halb elf), aber er steht dann lange vor der Tür und man muss ihn wirklich bitten, bis er sich bequemt, die Schwelle zu übertreten. Manchmal lasse ich die Tür einfach einen Augenblick offen, damit er sich traut. Also er kommt schon wieder HEim. Ich hatte ja schon befürchtet, dass er sich ein anderes Zuhause gesucht hat.
Katzenhasser hatte ich auch überlegt, aber warum sollte er dann weiter raus wollen?

Ich habe ein wenig die Befürchtung, dass der Feind im eigenen Haus sitzt. Der ältere Kater ist sehr einnehmend und eifersüchtig, aber ich habe noch keine Kämpfe der beiden mitbekommen. Daher ist es nur eine Möglichkeit.

Ich weiß auch, dass der Problemkater letztes Jahr mit der Streunerkatze sehr Ärger hatte und zwei Mal zerbissen nach Hause kam. Da hat sie alle hier ziemlich aufgemischt. Aber sein auffälliges Verhalten kam erst Monate später.

Und im Moment verwöhne ich ihn sehr. Was auch immer an katzentauglichen Leckereien im Haus abfällt, bekommt er.
 
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  • Verhaltensauffälliger Kater Beitrag #4
Hi,
klingt ja wirklich kompliziert.
Mit deinen Aktionen machst du das schon perfekt, auf Dauer wird das helfen.

Was hat der Tierarzt denn untersucht, ich würde eine Krankheit nicht ausschließen.
Wenn es nur eine "Durchsicht" war, dann würde ich doch zu einem Blutbild raten.
Weiterhin vielleicht ein Dentalröntgen. Wenn der Kater durch etwas Schmerzen hätte, wäre da nun mal eine logische Erklärung.
Ist aber wiederum etwas übertreiben, wenn er komplett fit wirkt, normal frisst und wirklich keine Anzeichen zu erkennen sind.

Auch wenn du keine Aggressionen zwischen den Katzis mitbekommen hast, könntest du auch mit dem älteren Kater trainieren bzw. versuchen diesen beizubringen, dass dein Sorgenkind mit zur Familie gehört und nicht gemobbt werden darf.

Eine weitere Möglichkeit ist Zylkene, eine Enzym-Nahrungsergänzungmittel.
Bei machen Katzen wirkt es Wunder und macht diese souveräner, bei manchen passiert leider gar nichts.
 
  • Verhaltensauffälliger Kater Beitrag #5
Ja, der Tierarzt hatte auch Blut abgenommen, das sei aber unauffällig gewesen. Das ist jetzt aber auch schon ein paar Wochen her. Die Zähne sind sehr gut und werden jedes Mal vom Tierarzt gelobt. Geröntgt wurde er also nicht. Und abends beim Fressen zubereiten benimmt er sich wie früher. Gierig, aufgeregt, nicht ängstlich! Aber tagsüber läuft er im geduckten Schleichgang durchs Haus, immer in Deckung.
Eigentlich wollte ich heute mit ihm zum Tierarzt und dann kam er gestern Abend zum Sofa gelaufen, legte die Vorderpfoten auf die Kante und hat mir Köpfchen gegeben.
Wir haben das Gefühl, dass sein Verhalten morgens deutlich schlimmer ist als abends. Dementsprechend habe ich natürlich überlegt, was anders ist.
Wir haben heute Nacht ein wenig was verändert. Sie haben sonst einen bestimmten Bereich im Haus, wo sie schlafen und ihre Bettchen haben. Möglicherweise gibt es dort Rangordnungsgerangel (auch ohne Prügeleien)und Streitigkeiten um die Liegeplätze. Daher haben sie heute Nacht woanders geschlafen.
Ich wünschte, sie dürften noch im Schlafzimmer schlafen, aber das geht wegen meiner KAtzenallergie leider nicht mehr. Das kennt er allerdings nicht, da ich es vor seinem Einzug umstellen musste.
Wir bilden uns ein, dass er heute ein wenig lockerer ist. Zumindest habe ich ihn heute tagsüber schon gesehen, während ich gestern nach ihm suchen musste. Entspannt ist er allerdings nicht, aber auch nicht im Schleichgang unterwegs.
Ich bin verzweilfelt, ich freue mich über jeden Fortschritt.
Danke für den Tipp mit der Nahrungsergänzung, damit werde ich mich mal beschäftigen. Vielleicht hilft es. Wie gesagt, ich bin verzweifelt. :)
 
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