Nachdem ich jetzt mit Kopfschütteln fertig bin, hier auch noch meine Meinung dazu.
Völlig klar, dass ein einzelnes Kätzchen, womöglich noch in reiner Wohnungshaltung, überhaupt nicht geht. Das sollte man Anfängern wirklich nachdrücklich ans Herz legen. Auch sollte man sich nicht scheuen, gleich dazu zu sagen, dass zwei Katzen halt doch auch doppelte Kosten bedeuten. Egal wie oft das in Katzenforen im wahrsten Sinne des Wortes klein geschrieben wird, es ist einfach so. Doppelte Tierarzt-Kosten (Kastra, Impfen etc.), Streu und deutliche höhere Futterkosten, selbst wenn man größere Dosen füttern kann. Sich einfach ein niedliches Kätzchen zulegen, nur weil man so gerne eines haben möchte, ist keine gute Entscheidung.
Hinzu kommen noch die persönlichen Lebensumstände, und das gilt besonders für junge Leute, für die Jobwechsel, Ortswechsel und Partnerwechsel realistische Optionen sind. Da können Katzen sehr schnell zu einem sehr großen Problem werden. Nicht dass ich falsch verstanden werde, aber die Anschaffung eines Tieres, das durchaus 20 Jahre alt werden kann, sollte man sich wirklich gut überlegen.
Was ich überhaupt nicht verstehen kann, ist diese abfällige und ablehnende Haltung Bauernhofkatzen gegenüber. Mir ist die Problematik mit diesen Katzen völlig bewußt, denn ich lebe auf dem Land und kenne sie aus eigener Anschauung. Trotzdem finde ich es ziemlich dreist, Bauern einfach als Vermehrer darzustellen und sie damit pauschal in die Reihe der kleinkriminellen Profitgeier auf ebay oder sonstwo einzuordnen. Bauern von Kastration und notwendiger medizinischer Fürsorge für ihre Katzen zu überzeugen, ist meistens ein langer und mühseliger Weg, ihnen aber das zu unterstellen, was die Vermehrer ausmacht, nämlich Geldgeilheit auf Kosten der Katzen, finde ich eine Frechheit.
Selbstverständlich kann man 18 Wochen alte Bauernkitten adoptieren. Wenn man sie nicht alleine halten will und wenn man ihnen Freigang bieten kann. Für Impfen, Würmer und Flöhe gibt es schließlich den Tierarzt, ebenfalls für die rechtzeitige Kastration. Von reiner Wohnungshaltung würde ich allerdings auch dringend abraten, denn der Freiheitsdrang dieser Katzen ist wirklich nicht zu unterschätzen.