Ich bin einfach so frustriert. Mittlerweile suche ich seit gut einem halben Jahr nach Gesellschaft für meine Isis. Für eine Katze bin ich sogar extra vier Stunden zu einer Pflegestelle gefahren um sie kennenzulernen, obwohl meine finanziellen Verhältnisse recht bescheiden sind und ich unter großen Sozialängsten leide (heißt, Panikattacke aufgrund von Blablacar mit fremden Personen im Auto inklusive). Die Katze war ein Traum. Die Kleine und ich haben sofort einen Draht zueinander gehabt und ich bin so sicher, dass sie auch zu Isis super gepasst hätte. Man machte mir schon Hofffnungen und ich war so unendlich glücklich, dass die Kleine bei uns einziehen dürfte. Dann, also beinahe alles schon in trockenen Tüchern war, bekam ich die Nachricht, man wolle mir die Katze doch nicht geben, weil ich keinen Balkon habe. Man hätte erst gemerkt, dass die Kleine gerne auf den Balkon gehe, als es wärmer geworden wäre. Aber ganz ehrlich, als ich da zu Besuch war, war es auch schon längst total angenehm warm.
Aber nein, man hätte "kein gutes Gefühl", die Katze in eine Wohnung ohne Balkon zu geben. Also alles umsonst.
Ich todtraurig und tagelang am Heulen, weil ich die Kleine schon so in meinem Herzen hatte. Aber nein, von mir wird natürlich erwartet, dass ich VERSTÄNDNIS habe. Nein, ich habe kein Verständnis. Ich habe kein Verständnis dafür, dass man seine Pflegekatzen, die über ein Jahr schon bei einem wohnen nicht genauer beobachtet, BEVOR jemand eine so lange Reise auf sich nimmt. Und dann todtraurig ist. Ich bin psychisch eh schon angeschlagen und auch DAS wusste diese Person vorher. Ganz zu schweigen von meinen Vertrauensproblemen.
Und was mich, tut mir leid für die Wortwahl, einfach am meisten ankotzt, dass ich während der ganzen Prozedur manchmal über eine ganze Woche auf eine einzige Antwort warten musste. Es hat sich so GEZOGEN, richtig schlimm gezogen, dass meine Katze alleine todunglücklich ist und dass es deshalb schnell gehen muss, interessiert einfach niemanden. Es tut mir im Herzen weh, zu sehen und zu spüren, dass meine Isis ständig einen Spielgefährten sucht, den ich ihr auf Dauer nicht ersetzen kann, aber keiner uns eine Katze vermitteln will. Und ich sage bewusst will.
Dann hatte ich über das andere Forum eine Katze aus einem ausländischen Tierschutz in Aussicht. Vorkontrolle war da und die hat zu mir gesagt, dass sie totaaal den positiven Eindruck hätte und das auch so weitergeben würde. Ich mich wieder gefreut, total glücklich, dass endlich eine passende Miez einzieht (nachdem die Kommunikation auch bei diesem Verein extrem zähfließend war und ich nach dieser zähfließenden Kommunikation dann drei Wochen warten musste noch, bis mal eine Vorkontrolle überhaupt organisiert war)
Ende vom Lied war, dass eine Information von der Vorkontrolle völlig falsch (!) weitergegeben wurde und man dann sagte, man wolle mir die Katze deshalb nicht geben. Das ärgert mich heute noch. Ich stand einfach dermaßen schlecht da, weil diese Frau diese eine Sache völlig verdreht und falsch an die Vermittlerin weitergegeben hat. Aber nein, man wolle mir die Katze nicht geben, auch nicht als ich den Sachverhalt aufgeklärt habe.
Wie gesagt auch wieder nach Wochen von zähfließender Kommunikation. Nun habe ich mich vertrauensvoll an den Verein gewandt, wo ich meinen verstorbenen Kater her hatte, weil ich die Vermittlung dort sehr angenehm, freundlich und zügig in Erinnerung hatte. Da warte ich jetzt auch schon wieder fast eine Woche auf Antwort.
Tierheime möchten ihre Tiere auch nicht vermitteln. Da sind alle Katzen ja prinzipiell eh immer nur Freigänger. Und unfreundlich war man in allen Tierheimen, in denen ich bisher war auch sehr. Darauf habe ich auch keine Lust mehr.
Aber es wird immer gejammert, dass soo viele Tiere kein Zuhause haben. Wie denn auch, wenn man nicht zulassen will, dass sie ein liebevolles Zuhause bekommen.
Eine Bauernhofkatze will ich aus Prinzip nicht, weil ich dieses unkontrollierte Vermehren nicht unterstützen möchte.
Ich bin frustriert, enttäuscht und verzweifelt. Hier fehlt jemand. Hier fehlt ein Spielgefährte für Isis. Hier fehlt einfach jemand, auch für mich. Sie ist so verspielt und war mit dem Lycidas so lieb immer.
Aber ich finde und finde und finde einfach keine Katze. Es geht mir langsam ernsthaft an die Substanz. Und wütend macht mich vor allem, dass ich das Gefühl habe, kein einziger Verein will seine Katzen überhaupt noch vermitteln. Ich finde es gut und wichtig, dass man kontrolliert, wo die Tiere hinkommen, versteht mich nicht falsch. Was mich eigentlich stört ist dieses prinzipielle Misstrauen und dieses gleich vom negativsten an anderen Menschen ausgehen und ihm deshalb keine Katze vermitteln wollen. Meine Isis wird nun wohl einsam bleiben müssen bis an den Rest ihres Lebens, obwohl sie erst acht Jahre alt ist.
Ich könnte echt nur noch heulen. Das ist einfach nur unfair. Ich weiß nicht, was ich noch tun soll.