Bei unserem Tiger sind Ende des letzten Jahres Polypen im Innenohr festgestellt worden. Da er schon auf die 18 Jahre zugeht, hatte man uns von einer Bullaosteothomie abgeraten. Es wurde versucht das Problem mit einer intensiven Antibiotikum-Gabe über mehrere Wochen in den Griff zu bekommen. Leider schlug diese nicht wirklich an. Es wurde dann versucht in einer kleinen OP ein Teil der sichtbaren Polypen über den Rachen zu entfernen - leider war von dort aus nicht viel zu erreichen. Wir haben uns dann einige Wochen später doch entschlossen die große OP zu wagen - leider hat man dann in den Voruntersuchungen festgestellt, dass die Nierenwerte (Harnstoff) schlecht sind, der Blutdruck stark erhöht ist und das Herz viel zu schnell schlägt. Grund für Blutdruck und Herzrasen ist die Schilddrüse, welche wir seitdem medikamentös behandeln.
Inzwischen hat die Krankheit doch auch ordentlich an ihm gezerrt. War die Prognose für die Bullaosteothomie damals schon nicht gut, so kann ich mir heute auch nicht mehr vorstellen, dass er sich von dieser OP noch erholen kann. Die Problem mit dem Herz haben sich leicht verbessert, die Schilddrüsenmedikamente ziehen aber auch wiederum die Niere in Mitleidenschaft.
Wir wollen ihm jetzt seine letzte Zeit noch so angenehm wie möglich machen. So weit wir das sagen können (in Rücksprache mit dem Tierarzt), hat er wahrscheinlich keine (großen) Schmerzen. Er sieht sich nicht zurück, keine neurologischen Ausfallerscheinungen, kein Kopfschütten, lässt sich am Kopf streicheln, frist gut. Das große Problem ist der Ausfluss von den Polypen, die seine Atmung behindern. Wir geben ihm dagegen aktuell 1 Tablette Prednisolon (max Dosis 2). Leider wird das aber immer schlimmer. Anfangs wie ein Schnupfen so ist es inzwischen doch eher wie ein ausgeprägtes Asthma.
Hat hier jemand noch Erfahrung was man sonst tun kann, um die Sekretbildung hier zu reduzieren?