Hi,
na dann mal hier meine Einschätzung. :mrgreen:
Emil ist ein Riesenangsthase, der sich nicht auf Veränderungen einlassen will.
Er fühlt sich aktuell in seinem Versteck hinter dem Sofa am sichersten und will dies nicht verlassen, wenn ein anderes Lebewesen ihn dabei beobachten oder gar attackieren könnte.
Ob er generell Angst vor Menschen hat, würde ich eher anzweifeln. Ich vermute eher, dass er extrem stark "ritualisiert" ist, d.h. alles Neue wird abgelehnt und bereitet ihm fürchterlichen Stress und Angst.
Rosi ist eine Katze, die gerne und ständig ihre Grenzen austestet und nicht aufhört, bis ihr Kontra gegeben wird. Also eine fürchterliche Kombination der beiden.
Zum Glück wird Rosi demnächst Freigängerin, das könnte schon viel verbessern.
Damit ergeben sich aufgebröselt folgende Probleme:
Rosi muss ihre Grenzen kennen und akzeptieren, speziell in Hinsicht auf Emil.
Emil muss seine Angst vor der Wohnung verlieren.
Emil muss seine Angst vor Dosi Jorinde verlieren.
Emil muss seine Angst vor Rosi verlieren.
Ich würde zuerst sein Versteck hinter dem Sofa wegnehmen.
Sofa ganz an die Wand (und Spalt mit Kissen auffüllen) oder mitten in den Raum stellen.
Als Alternative irgendwas Höhlenmäßiges anbieten, aber so plazieren, dass er den Alltag mitbekommen muss und sich nicht mehr komplett davor verschließen kann.
In seinem jetzigen Versteck ist er zu stark abgeschottet und suhlt sich in seinen Angstvorstellung und mit Pech auch im Abfall und Dosi kann sich niemals sicher sein, ob es ihm gesundheitlich gut geht.
Durch den Ortswechsel wird er in den Alltag integriert und weiterhin ignoriert, aber dabei als ganz normal empfunden. Also kein verstörten Angstkater, der mit Samthanschuhen angefasst werden muss, sondern ein kleiner Blödi, der vollkommen grundlos Angst hat und deshalb nur belächelt wird.
Rosi wird reglementiert, wenn sie Stunk macht. Die kann das ab und muss ihre Grenzen ganz klar erkennen.
Hier meine empfohlene Methode:
http://haustierwir.blogspot.de/2011/12/3-punkte-regel.html
Wenn beide friedlich sind oder sich ignorieren, dann loben, loben und nochmals loben.
Die wichtigste Empfehlung: Alles ist normal.
Es gibt nicht zwei Problemkatzen. Es gibt nur zwei Katze die nicht wissen, was sie dürfen und was nicht. Dosi ist da, um ihnen dies beizubringen und ihnen damit Sicherheit zu geben. Dosi ist nicht dazu da eine Katze zu trösten, da es keinen Grund dazu gibt. Alles ist normal!
Zum Freigang:
Bei Rosie so schnell wie möglich.
Bei Emil evtl. gar nicht oder sehr, sehr viel später. Draußen dürfte er komplett überfordert sein und es ist fraglich ob er wieder zurück kommt.