Hallo herzlich willkommen hier im Forum :smile:
Da hast du leider einiges falsch gemacht, natürlich hauptsächlich, dass du trotzdem dass du es besser weißt ein zu junges Kitten aufgenommen hast. Warum? Wenn du doch weißt, dass es falsch ist. Übrigens ist es dann auch kein BKH-Kitten sondern ein Mix, weil es ohne Papiere auf keinen Fall als reinrassig gilt, selbst wenn beide Elterntiere wirlich einen Stammbaum haben sollten und da es aus unseriöser Quelle stammt, wer weiß wie reinrassig die Elterntiere sind.
Es ist inzwischen erwiesen, dass zwischen der 8. und 12. Woche ein Großteil der Sozialisierung stattfindet, da lernen sie u.a. die Katzensprache, den richtigen Umgang miteinander, werden von der Katzenmutter erzogen (was unerfahrene Halter oftmals als verstoßen missdeuten), lernen Grenzen und Frustration kennen, der Gang aufs Katzenklo wird geübt, durch die Mutter lernen sie was man fressen kann und noch vieles mehr. Es ist also sehr wichtig für ihre Entwicklung, dass die Kitten mindestens 12 Wochen bei der Katzenmutter und den Geschwistern bleiben dürfen, besser noch 13-16 Wochen. Dann sind sie auch viel selbstbewusster und nicht mehr so ängstlich, aufgeschlossener und nehmen ein neues Zuhause viel leichter und besser an.
Auch ist ein großes gesundheitliches Risiko, wenn man ein ungeimpftes bzw. noch nicht fertig geimpftes Kitten aufnimmt, sowohl für das Kitten als auch für vorhandene Katzen.
Die Impfungen sind eine ziemliche Belastung für ein Kitten, dass wird in der gewohnten Umgebung und in der Geborgenheit durch die Katzenmutter viel besser weggesteckt als in einem neuem Zuhause, wo sie ja dann auch ungeimpft mit jeder Menge neuer Keime, Viren und Bakterien in Kontakt kommt und ihr Immunsystem ist noch ganz unausgereift, da kann schnell zum Ausbruch von Krankheiten kommen.
Was ebenfalls ein großes Problem ist, du hättest wenn, 2 Kitten nehmen sollen. Ein 5-jähriger Freigänger-Kater ist keinesfalls ein adäquater Spielkamerad und Artgenosse für ein Kitten. Abgesehen vom zu großen Altersunterschied, je jünger die Katze bzw. das Kitten, desto geringer sollte der sein, selbst 3-4 jährige Katzen können nicht mehr mit dem Spieltrieb eines Kitten mithalten.
Vor allem ist der Kater aber Freigänger, der wie du selbst schreibst, sehr viel draußen unterwegs ist, der lebt sich draußen aus und wenn er mal da ist, will der was zum Fressen und ein paar Streicheleinheiten, der wird wohl sich kaum stundenlang mit dem Kitten beschäftigen, mit ihm spielen, toben, kuscheln usw. aber dass braucht es jetzt. Kitten in Einzelhaltung ist ein absolutes No Go und dem kommt es fast gleich, wenn man es zu einem 5jährigen Freigänger setzt, der die meiste Zeit draußen verbringt.
Es gibt zwar keinen Welpenschutz bei Katzen, aber als Jagdbeute wird er es wohl kaum ansehen, allerdings da hast du schon recht, es ist ihm körperlich total unterlegen, also falls er aggressiv auf den Neuzugang reagiert, dann kann es natürlich zu Verletzungen kommen.
Auch wenn er sich draußen mit anderen Katzen versteht, kann man daraus nicht zwangsläufig schließen, dass er in seinem Kernrevier auch andere Katzen dulden wird.
Die Zusammenführung mit Freigängern ist immer etwas knifflig. Ganz wichtig ist auch immer, dass die Tiere vom Wesen, Charakter und Temperament zueinander passen, dass kannst du doch bei so einem jungen Kitten noch gar nicht wirklich absehen? Abgesehen vom geschlechtsspezifischen unterschiedlichen Verhalten der meisten Kater und Kätzinnen. Ich würde noch ein zweites weibliches Kitten dazuholen, aber diesmal aus einer seriöseren Quelle, ein Kitten dass schon fertig geimpft ist und lang genug bei der Katzenmutter und den Geschwistern aufgewachsen ist. Vom Wesen her, wenn bei deinem Kitten ja BKH zumindest beteiligt gewesen sein wird, halt keinen wilden Wirbelwind, wenn auch die meisten BKHs nicht so ruhig sind, wie der Rasse nachgesagt wird, habe ja selbst 3 BKHs, aber sie sind natürlich schon etwas ruhiger und nicht ganz so temperamentvoll wie manch andere.
Wenn sich die beiden Kitten dann eingelebt haben, darf der Kater unter Aufsicht immer wieder dazu. Davor solltest du schon mal Katzenklos, Spielzeug, Decken usw. austauschen, damit die schon mal den Geruch des anderen kennenlernen.