Minka I.

Diskutiere Minka I. im Katzentagebücher Forum im Bereich Katzenfreunde; Nachdem ich verheiratet war, wurde ich ca. 1/2 y später sehr krank. Durch Umstände hatte ich keinen Kontakt zu meiner Familie. Deshalb kam mir die...
  • Minka I. Beitrag #1
D

Dendrit

Gast
Nachdem ich verheiratet war, wurde ich ca. 1/2 y später sehr krank. Durch Umstände hatte ich keinen Kontakt zu meiner Familie. Deshalb kam mir die Idee, eine Katze anzuschaffen, da ich nun keine Rücksicht auf meine Schwester nehmen brauchte, da sie nicht zu Besuch kommen durfte.

Ich sah die Anzeigen in den Zeitungen durch bis mich eine Ansprach und rief dort an. Es wurde vereinbart, dass der Besitzer mir die Katze bringt. In der Zwischenzeit kaufte ich KaKlo, Streu und noch ein paar Kleinigkeiten.

Als es klingelte und ich aufmachte, erschrak ich: ein typischer Bauer mit "etwas" über der Schulter - es war ein Sack, in dem die Katze war. Kaum befreit, riss sie sich los und verschwand irgendwo in dem 1-Zi-Appartment. Ich suchte mich dumm und tappig, aber ich fand sie einfach nicht. Naja, eigentlich wollte ich meinen Mann überraschen, aber nicht damit, dass wir uns auf Katzen-Suche begeben, aber es blieb nichts anderes übrig.

Sie hatte sich beim Schuhschrank in den Sockel gezwängt. Hätte nie gedacht, dass da eine Katze durchpassen würde!

Und so fand Minka (I.) Zuflucht in unsere Wohnung. Ich hatte mich da nicht ausgiebig mit Katzen durch das Lesen eines Buches beschäftigt. Ich dachte halt, ich hatte schon mal eine Katze, das passt so. Nachdem sie sich aber so seltsam verhielt, holte ich mir ein Buch von der Bücherei, die zwei Stöcke unter unserer Wohnung war. Vieles klärte sich und wünschte, ich hätte es vorher getan.

So war die Flucht, sobald wir gingen, damit geklärt, weil sie getreten wurde. Denn kaum dass wir saßen, kam sie her. Da ich viel im Bett lag, durfte sie auch ins Bett. Ich kann mich noch erinnern, dass ich so ein ca. 3 cm großes Pommel-Tierchen hatte, das ich ihr als Spielzeug gab. Ich warf es oft im hohen Bogen weg und sie brachte es wieder - apportierte wie ein Hund. Praktisch. Schließlich sprang sie auch an mir hoch, wenn ich im Stehen das Tierchen mit gestreckter Hand nach oben hielt. Sie machte es irgendwie so, dass es mir nicht weh tat.

Nach einer kurzen "Pause" kam sie neugierig, wenn wir Besuch hatten. Sie mussten aber sitzen. Die Scheu vor den Füßen wurde besser, verlor sich aber nie.

Zur Impfung (kurz nachdem wir sie bekamen) und Sterilisation ging ich zu dem Tierarzt, der schon Peterle sterilisierte und impfte, da ich wusste, dass er sehr liebevoll mit den Tieren umging.

Eines Tages (mit ca. 1,5 y) benahm sie sich seltsam. Sie wollte nicht spielen, nicht schmusen, aber in meiner Nähe sein - aber kein Körperkontakt. Sie fraß und trank nicht mehr. In dem Buch las ich den Teil über Krankheiten. Alles was mit Impfung zu tun hatte, konnte ich ausschließen, vieles auch, weil sie keine Freigängerin war. Ich probierte sämtliches aus, um sie zu animieren, etwas zu sich zu nehmen. Damit ich sie besser im Auge behalten kann, bastelte ich aus einem umgedrehten Karton ein Häuschen mit Näpfen "vor der Nase". Leckerli. Fleischsuppe. Nichts zu machen.

Ich wollte mit ihr zum Tierarzt, aber der hatte mittlerweile die Praxis geschlossen. Wohin dann? Was sind überteuerte Preise, was günstige? Übers Ohr ziehen lassen wollte ich mich schließlich nicht. Also rief ich einige an und erkundigte mich nach dem Preis einer normalen Impfung. Einer, der am wenigsten verlangte, vereinbarte ich einen Termin. Was sagte er? "Wird schon wieder, ein Weilchen warten. Wenn sie nach einer Woche immer noch nichts trinkt, müsse sie aber in eine Tierklinik." Brav wie ich war, rief ich nach einer Woche in der Tierklinik an, weil der Zustand nicht besser wurde. Ihr "seltsames" für sie beruhigendes Schnurren hatte sie auch nicht mehr.

In der Tierklinik diagnostizierte schließlich der Tierarzt eine schwere Nierenbeckenentzündung. Man kann im Prinzip nichts mehr machen. Er könne sie zwangsernähren, wir müssten aber trotzdem damit rechnen, dass sie dadurch nicht in ein paar Tagen, sondern in ca. einer Woche stirbt. Nachdem sie schon so lange litt und die Situation eh aussichtslos war, beschlossen wir, dass man sie erlöst.

Erst wollte ich beim Einschläfern dabei sein, aber durch das Gespräch mit dem Arzt konnte ich mich nicht losreißen und beobachtete, wie es eine Assistentin (Ärztin?) machte. Sie setzte sie auf den Behandlungstisch und streichelte sie immer wieder und gab ihr schließlich die Spritze. Vorsichtig legte sie sie hin. Man sah, wie der Kopf immer schwerer wurde. Sie hörte nicht auf, ganz beruhigend ihr zuzusprechen und zu streicheln. Das hat mich sehr beeindruckt.

Da wir regional schon Umzugsplanungen hatten, wollte ich am neuen Wohnort wieder eine Katze. Von dieser Stadt hatten wir die Zeitung abonniert für die Wohnungs- und Arbeitssuche - also auch den "Tiermarkt". Eines Tages sah ich eine Anzeige, dass ein Kätzchen im Alter von 7 Wochen in liebevolle Hände abzugeben wäre ...
 
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