Als ich ausgezogen bin, wollte ich nicht ohne ein Tier leben.
Klar, ich hatte meinen Hasi, den ich über alles liebte, aber ich wusste, dass er es besser bei meiner Mutter hatte.
Dort hatte er ein Freilaufgehege im Garten.
Ich wohnte in einer 2-Zimmer Wohnung, ohne Garten oder sonst was. Das wäre egoistisch von mir gewesen, wenn ich ihn mitgenommen hätte...
Also hab ich mir einen Hamster gekauft.
Sie war so süß. Aber echt hinterfotzig *g*
Sie saß im Käfit, guckte total süß und als man dann den Finger reinsteckte, griff sie an. Sie hat soviele Menschen schon gebissen.. Hihi.. selber schuld! Unterschätze niemals so ein kleines Tier!
Mir hat sie nichts getan, sie war sehr kuschelbedürftig.
Außerdem hatte sie eine Laufkugel. Das hat ihr gefallen! Stundenlang ist sie in dieser Kugel umher gelaufen...
Ich wurde dann stark depressiv.
Und genau zu der Zeit, ist die kleine Avilon dann gestorben.
Das hat mich sehr getroffen. War wieder übelst traurig.
Natürlich hat dieser Vorfall nicht wirklich gut getan für meine Psyche und wurde noch depressiver.
Ich wurde dann stationär in die Psychatrie eingewiesen.
Und was passiert?
Im Juli, also einen Monat später, starb mein über alles geliebter Hasi.
Das war das Schlimmste was bis jetzt passiert ist.
Ich hatte diesen Hasen seitdem ich 8 bin, er hat mir immer Trost gespendet, wenn ich traurig war.
Er war immer für mich da. Ich habe ihn so sehr geliebt.
So eine Traurigkeit hab ich nochnie in mir gehabt. Und das genau zu dem Zeitpunkt, wo ich wegen Depressionen in der Psychatrie saß.
Das war heftig.
Klar, ich wusste das es irgendwann mal passiert. Er wurde auch steinalt.
13 Jahre ist er geworden. Er war lange mein Gefährte, aber auf den Tod glaub ich, kann man sich einfach nicht einstellen und hofft, dass es nie passiert...
Ich saß also da, hatte kein einziges Tier mehr, war tottraurig und wusste nicht weiter..
Ich hab mich aber nach 2 Monaten wieder gefangen.
Hab von meiner Mutter 2 Hasen bekommen, weil ich wieder zuhause eingezogen bin.
Im Februar 2009 bin ich dann zu meinem Freund gezogen. Leider konnte ich die Hasen nicht mitnehmen, also hat er mir zum Valentinstag einen Kater gekauft.
Wir haben ihn von einem Gnadenhof.
Was wir nicht wussten war, dass er schwer krank war.
Er hatte wahnsinnig Durchfall, den wir einfach nicht wegbekamen.
Wir waren ca. 3 mal die Woche beim Tierarzt.
3 Monate lang haben wir gekämpft. Nichts hat geholfen, er hatte schon 19 Spritzen bekommen und 3 Infusionen.
Zum Schluss hin, wurde es so schlimm, dass er sein Geschäft nicht mehr halten konnte und dabei schrie wie am Spieß.
Wir waren am Ende.
Also haben wir beschlossen, dass es besser wäre, wenn wir ihn den Eltern von meinem Freund geben.
Wir dachten, da kann er raus in die Natur.. vielleicht gehts ihm dann besser.
Seine Leut sind dann in die Tierklinik gefahren (wir wussten gar nicht, dass es hier eine Tierklinik gibt *schäm*) und es wurde eine Stuhlprobe genommen und es hat sich rausgestellt, dass er einen sehr aggressiven, hartnäckigen und schwer zu behandelnden Parasiten hat.
Er war dem Tod schon sehr nahe. Nach 4 Wochen intensiver Behandlung ist der Kleine wieder gesund geworden. Und endlich gabs die ersten Würste!!
Nun ist er ein Prachtkerl geworden.
Er ist riesig geworden, hat wunderschönes glänzendes Fell und ist stark geworden.. Ein richtiger Kater eben.
Ich bin so glücklich das alles gut ausgegangen ist. Ich dachte wirklich, dass wir ihn einschläfern müssen...
Wir haben ihn aber trotzdem nicht zurück genommen, denn jetzt hat er die Natur kennengelernt, dass wäre nicht nett wenn wir ihn nehmen und er dann wieder Hauskatzer wird.
Nee...
Im September sind wir dann umgezogen.
In eine schöne, große Wohnung mit Balkon.
Meine Hasen, die ja bei meiner Mutter gelebt haben, habe ich wieder zurückgenommen. Zusätzlich wollte ich natürlich wieder eine Katze haben.
Tja, nun leben Eragon, Avalon und Princess bei mir...
Wie es mit ihnen aussieht, ist eine andere, einzelne Geschichte...
Und das wars mit meiner (traurigen) tierischen Geschichte!