uuuuuuuuiiiii, danke, dass du mich da rein gesetzt hast. Das ist aber schön hier, soviel zarter Sand und der duftet gut und spielen kann man damit auch. Jaja, ich hab mein Kistchen schon vermisst, ich musste auch ganz dringend, aber ich wusste einfach nicht wohin damit und ich wollte nicht so einfach irgendwo hin pinkeln. Ich hab das Kistchen vorhin gesucht, es stand da, aber es steht da nicht mehr. Es ist einfach weg. Und mit dem Ding, das da jetzt steht, konnte ich nichts anfangen. Das ist ja zu, da kommt man ja nirgends rein. Eine Katzenluke, hiiiiiiiiiilfe, was ist das denn? Ich kann das nicht aufmachen, dazu hab ich nicht genug Kraft und eingeschlossen werden mag ich nicht, wie Du weisst. Du schliesst mich ja dauernd ein, und eigentlich würde ich Dich gerne kratzen, aber du läßt mich ja nicht. Immer wenn Du Frischluft brauchst, sperrst Du mich ein. Dabei möchte ich so gerne raus. Du, da sitzt noch einer, der ist genauso gross wie ich, darf ich mit dem spielen? Ach, ich geh erstmal fressen und dann, dann kommt die Sandschlacht, wow ist das toll. Jetzt pinkle ich mich so richtig aus. Ja, ich kann scharren, das brauchst Du mir nicht zu zeigen, schau her, ich zeig Dir, wie gut ich das kann. Das hat mir meine Mama beigebracht. Aber Sand ist ja so toll, ich bleib hier zum spielen, ich geh da nie mehr raus. Juchuuuuuuu eine Sandkiste mitten im Zimmer. Da bleib ich jetzt.....
Und schnurren kann ich auch schon und dieser Drehstuhl fasziniert mich auch. Frauchen mag es überthaupt nicht, wenn ich darunter sitze und spiele, sie holt mich da immer weg. Frauchen sieht alles, weiss alles, ich fühle mich beobachtet. Wir haben Besuch, auf dem Balkon, Frauchen, was ist das? Da sitzt jemand ...
Ja, das ist unsere Taube, die mich seit einiger Zeit besucht und sogar in die Wohnung kam. Sie ist noch jung. Ich füttere sie und die Krähen, aber in die Wohnung lasse ich sie jetzt nicht mehr, die Türe zum Balkon steht auch nicht mehr den ganzen Tag offen, nur stundenweise, wenn Kater schläft und im abschließbaren Katzenkörbchen sitzt. Wir dürfen den Balkon nicht mit einem Netz absichern, das wünschen unsere Nachbarn nicht. Sie wünschen auch keine Blumenkästen, keine Gießkanne, nichts, was man sieht. Der Balkon muss leer sein. Nein, man füttert Vögel nicht. Das wünschen sie auch nicht. In meinem Mietvertrag steht, dass ich 2 Katzen halten darf. Man darf sie nicht hören, nicht sehen und nicht riechen und unsere junge Nachbarin mag keine Tiere, aber sie mag auch keine Menschen oder wenn, nur solche, die ihr recht geben. Sie hat immer Recht, und sie ist immer schlechter Laune.
Ach Frauchen, dieser Schreibtisch-Drehstuhl ist doch soooo schön. Und, warum darf ich nicht mit deinem Tabak spielen? Das macht Spass ... du erlaubst mir aber auch garnichts. Wusstest du, dass die Tastatur quieckt, wenn man sich drauf setzt? Und in diesem hellen Fenster bewegt sich was ... miaauuuuuuu schau mich an, nicht immer in das helle Fenster, spiel mit mir oder lass mich schlafen 'uaaaaaaaaaaaaaa ich bin ja soooooooooo müde', jetzt höre ich dir noch ein Weilchen beim tippen zu, aber ich glaube ich schlaf gleich wieder ein.... auf meinem Kuschelplatz auf dem Schreibtisch. Ich helf Dir beim schreiben und halte Deine Tastatur fest, damit sie nicht wegläuft. Huch, die kann man ja wegschieben... aber eigentlich wollte ich ja schlafen...
Darf ich mal Deinen Kaffee umrühren? Warum darf ich nicht auf die Tastatur und Buchstaben fangen? Darf ich noch was fressen? Ich hab Hunger, ich hol mir jetzt erst noch was zu fressen.... dann spiel ich im Sand und dann, dann schlaf ich weiter...
20.August 2010
Da hat sich doch heut so ein unverschämter Lümmel, der vorgibt 52 zu sein und in Wirklichkeit erst 12 ist, sich nicht zu benehmen weiß, es aber perfekt versteht, sich in den Mittelpunkt zu setzen und sich umschnurren zu lassen, erfrecht meinem Frauchen und anderen zu erzählen, dass mein Frauchen hier Märchen erzählt. Das Knäblein ist so von sich und seiner Weisheit überzeugt, dass seine zynischen Kommentare in fast keinem Thread fehlen. Humor hat er nicht, aber dafür weiß er Bescheid. Er weiß alles, kennt jeden und weiß, wann und wo ein Troll auftaucht. Wenn er einen Spiegel hätte, wäre er ihm ganz nah, in Greifweite, sozusagen. Mein Frauchen sagt, dass sie diesen Typ kenne, er treibe sein Unwesen an vielen Foren und so mancher habe sich von ihm in die Flucht schlagen lassen. Vielleicht ist das seine Absicht? Dann wäre er endlich allein mit seinen Getreuen, die ihn anbeten, zu ihm aufschauen und ihn bestätigen. Das braucht man im Netz, wenn man sonst nirgendwo etwas zu melden hat.
Mein Frauchen hat mir lesen beigebracht, das ging recht schnell, denn ich bin ein aufmerksames kleines Kerlchen. Schreiben kann ich auch schon, wie man ja hier sieht.
Mein Frauchen hat sich dann heute mittag an den Katzenrucksack erinnert und da es hier so schrecklich heiß ist, dass man eigentlich nur noch platt auf dem Rücken liegen und vor sich hindösen mag, hat sie mich zärtlich in meinen Rucksack gesetzt und ist mir spazieren gefahren. Das erste Auto hat mich so erschreckt, dass ich einen Purzelbaum in meinem Rucksack machte. Beim zweiten Auto hab ich mal leise gefaucht. Es hat nicht zurückgefaucht. Und dann, dann hab ich mich schlafen gelegt. Aufgewacht bin ich im Sand. Ich dachte, ich schlafe noch, aber da war Sand, überall, soweit mein Auge reichte: Sand. Herrlich, ich hab noch nie so herrlich im Sand gespielt. Die Welt von meinem Frauchen steckt voller Überraschungen. Bin schon gespannt, wie es weiter geht ..
22.August 2010
Ich bin ein schrecklich müder und gelangweilter kleiner Kater. Die meiste Zeit des Tages döse ich vor mich hin, am liebsten liege ich eng umschlungen in und um das Gestell von Frauchens Schreibtischstuhl. Das Ding ist so schön kühl und man kann so herrlich damit spielen. Es ist mein Lieblingsplatz, denn Frauchen sitzt da drauf, es ist ihr Lieblingsplatz. Sie holt mich da immer weg und setzt mich irgendwoanders hin, wo es mir nicht gefällt. Ich will zu ihren Füßen unter dem Schreibtischstuhl liegen und dieser scheußliche Geruch kann mich auch nicht davon abhalten!
Warum weiß Frauchchen eigentlich nicht, dass man Taschentücher waschen muß, bevor man mit ihnen spielen kann? Ich hab ein Päckchen Taschentücher gefunden, das macht Spaß. Man kann es in die Luft werfen, fangen spielen, man kann einzelne Tücher rausholen und fliegen lassen, man kann sie zerrupfen und anfressen, aber sie .. bech .. schmecken nicht. Am besten kann man mit ihnen spielen, wenn man sie erstmal ins Wassernäpfchen wirft und sie dann in die Luft wirft. Weiss nicht, warum Frauchen das so lustig findet. Sie könnte die Taschentücher ja auch selber waschen und nass auf die Komode legen, dann müsste ich das nicht machen.
Ich hab Frauchen beim essen zugeguckt, sie isst mit den Händen, das mache ich jetzt auch. Ich hab hier eine ganz tolle Rennstrecke: unter dem Pappkarton durch, übers Katzenklo, am Vorhang entlang, über den Seesel, mit einem riesigen Satz über Frauchens Rechner, den Drehstuhl runter und retour. So bin ich immer beim Frauchen und werde permanent beachtet.
Frauchen sagt, dass ich aussehe wie ein Tiger, nur halt wesentlich kleiner. Die Ähnlichkeit hab ich von meinen Vorfahren, die vor langer, langer Zeit in den Steppen lebten, bis eines Tages Menschen kamen und uns mitnahmen und in kleine Wohnungen sperrten. Mit der Zeit wurden wir immer kleiner. Nun sind wir Miniatur Tiger. Schreiben macht müde, ich leg mich jetzt hin und schlaf weiter. Ausserdem hab ichs jetzt satt, dauernd rumgetragen zu werden, wenn ich schlafen will. Ich leg mich jetzt aufs Fensterbrett hinter den Vorhang, das haste nun davon.